Mit der „Made in the UK“-Serie stellt Ashdown Engineering eine neue Premium-Linie vor, die als Reaktion auf immer unsicherer werdende internationale Lieferketten vollständig im Firmensitz in Großbritannien gefertigt wird. Hochwertige Komponenten, eigenständige Optik und ein klarer Fokus auf Praxistauglichkeit sollen dabei den klassischen Ashdown-Sound mit moderner Performance verbinden. Innerhalb dieser Reihe positioniert sich die UK-PBM-Serie als Antwort auf die Anforderungen moderner Bassleute nach maximaler Portabilität ohne klangliche Kompromisse – echter Ashdown-Sound im ultrakompakten reisefreundlichen Format, sozusagen! Mit dem Ashdown UK PBM 200 und der passenden Ashdown UK RBM 112T haben wir uns das wohl minimalistischste Setup aus dieser Serie zum Test vorgenommen. Der kleine 200-Watt-Amp mit dem charmanten Spitznamen „The Ant“ verspricht viel Leistung bei minimalem Platzbedarf, während die kompakte 1×12“-Box mit einem klaren Sound und überraschend kräftiger Basswiedergabe punkten soll. Wie sich das britische Mini-Rig in der Praxis schlägt und ob es klanglich überzeugen kann, klären wir im folgenden Test.

- ausgewogener, erwachsener Sound gemessen an der Größe
- musikalisch agierender Dreiband-EQ mit klassischem Shape-Feature am Amp
- hochwertige Verarbeitung „made in the UK“
- Amp und Box sehr transportfreundlich
- Lüfter des Ashdown UK-PBM-200 läuft dauerhaft
- kein Aux-In beim UK-PBM-200
Ashdown UK-PBM-200: Erster Eindruck
Der neue Micro-Amp von Ashdown kommt in einem hübschen hellblauen Karton, der mit „Ashdown Ant“-Schriftzug und einem stilisierten Union Jack – also der britischen Flagge – in Beige bedruckt ist. Klar, das soll natürlich direkt darauf hinweisen, dass die Produkte der UK-Serie in England gefertigt werden. Nicht, dass die Verpackung besonders wichtig wäre, aber ich finde es immer schön, wenn ein Hersteller auch darauf Wert legt – das Auge isst bekanntlich mit!
Im Karton finden wir den kleinen UK-PBM-200 und ein Netzkabel. Der “Ant” wurde ebenfalls in Hellblau gehalten und trägt die stilisierte Flagge – rein optisch ist das Micro-Top für mich somit schon mal ein echter Gewinner! Beim Herausnehmen aus dem Karton fällt sofort die Wertigkeit des Amps auf. Das Metallgehäuse wirkt extrem solide und stabil; sämtliche Regler und Schalter machen einen hochwertigen Eindruck – man sieht und spürt, dass Ashdown bei der UK-Serie besonderen Wert auf Qualität legt.
Gemacht ist der Ashdown UK-PBM-200 “Ant” – wie in der Einleitung bereits erwähnt – für Bassleute, die auf der Suche nach einem ultrakompakten Setup sind. Diesem Anspruch wird der kleine Amp ohne Frage gerecht: Er misst gerade einmal 21 x 15 x 14 cm (B x H x T) und bringt schlanke 1,5 kg auf die Waage. Wer in der Fronttasche seiner Gigbag noch etwas Platz hat, kann den Ashdown UK-PBM-200 dort problemlos verschwinden lassen. Auch fürs Pedalboard ist der Amp ein guter Kandidat und lässt sich entsprechend im Case transportieren.
Über welche Ausstattung verfügt der Ashdown UK-PBM-200 “Ant”?
Die Ausstattung des Ashdown UK-PBM-200 fällt aus Platzgründen verständlicherweise nicht allzu üppig aus, „The Ant“ bietet allerdings alles, was man für den Einsatz zu Hause, bei der Probe oder für kleinere Gigs braucht. Auf der Front sitzt ganz links der Klinkeneingang für den Bass, dessen Empfindlichkeit per Schalter an passive und aktive Instrumente angepasst werden kann. Darauf folgen die vier Regler des Micro-Topteils: Volume, Bass, Middle und Treble. Logisch – mit dem Volume-Regler wird die Lautstärke eingestellt, die übrigen drei Regler bilden den Dreiband-EQ.
Einen gesonderten Gain-Regler zum Einpegeln des Signal besitzt der Bassverstärker nicht. Dafür steht allerdings für die Klangformung ein zusätzliches Feature zur Verfügung – der klassische Shape-Button. Dieser Schalter aktiviert den berühmten Ashdown-Scoop-Sound mit angehobenen Bässen und Höhen bei gleichzeitig abgesenktem Mittenbereich – die bekannte „Smiley“-EQ-Kurve also.
Auf der Front ist darüber hinaus noch Platz für zwei weitere Anschlüsse: Hier finden wir einen Klinkenausgang für Kopfhörer und – ganz rechts – einen symmetrischen XLR-Ausgang zur Verbindung mit einem Mischpult oder Recording-Equipment. Der DI-Out lässt sich per Ground-Lift-Schalter von der Masse trennen, um eventuelle Brummschleifen zu vermeiden. Daneben sitzt ein Mute-Schalter, mit dem sämtliche Ausgänge stummgeschaltet werden können.
Wie wurde die Rückseite des Ashdown UK-PBM-200 “Ant” gestaltet?
Die Rückseite des Ashdown-Amps präsentiert sich entsprechend minimalistisch. Neben dem Netzanschluss inklusive Power-Schalter gibt es lediglich einen Klinkenausgang für die Lautsprecherbox. Seine maximale Leistung von 200 Watt liefert der UK-PBM-200 an einer Impedanz von 4 Ohm, die dabei nicht unterschritten werden darf.
Über welche Features verfügt die Ashdown UK-RBM-112T-Bassbox?
Das Design der Ashdown-Box bewegt sich gekonnt zwischen modernen und klassischen Elementen und wirkt insgesamt äußerst stimmig. Das Holzgehäuse wurde mit einem strapazierfähigen grau gestreiften Kunststoffbezug versehen, auf der Oberseite sitzt ein versenkter Schalengriff aus Kunststoff für den Transport – funktional und zeitgemäß!
Für die nötigen Retro-Vibes sorgt dagegen die Front: Hier fällt der Blick auf einen silber bespannten Grill mit klassischem Ashdown-Emblem inklusive Flügeln sowie robuste Metallecken zum Schutz vor Stößen. Hinter dem Grill arbeitet ein 12“-Neodym-Speaker von Sica, welcher von einem Hochtöner unterstützt wird. Die Box ist mit 300 Watt belastbar und weist eine Impedanz von 8 Ohm auf.
Was findet sich auf der Rückseite der Ashdown UK-RBM-112T-Bassbox?
Auf der Rückseite befindet sich ein Anschlussfeld mit zwei Speakon-Buchsen zum Verbinden mit dem Amp beziehungsweise zum Durchschleifen an eine zweite Box. Zusätzlich gibt es einen Drei-Wege-Schalter für den Hochtöner mit den Einstellungen „High“, „Low“ und „Off“.
Mit Maßen von 49 x 46 x 34 cm und einem Gewicht von 13 kg zeigt sich die Ashdown UK-RBM-112T angenehm transportfreundlich und passt damit perfekt zum kompakten „The Ant“-Amp. Wie beim Amp gilt auch bei der Box: Verarbeitung und Materialqualität sind rundum überzeugend – alle Komponenten fühlen sich sehr hochwertig und roadtauglich an.














