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Bad Bunny gegen Kid Rock: Zwei Shows für den Super-Bowl

Am 8. Februar, bzw. 9. Februar um 0:30 Uhr mitteleuropäische Zeit, ist es wieder so weit. Der Super-Bowl steht an und wieder werden hunderte Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen weltweit erwartet. Doch der musikalische Auftritt von Bad Bunny während der Halftime-Show sorgt für zahlreiche Kontroversen. Zudem bildet sich eine Gegenbewegung auf der Seite der Republikaner, in dessen Zentrum Kid Rock steht.

© Wikimedia Commons: toglenn – djanimal – The White House

Neben dem eigentlichen Football-Spiel und der Werbungen, ist die Halftime-Show jedes Jahr ein absolutes Highlight. Von legendären Auftritten mit Michael Jackson, Prince und U2, zu den aktuelleren Auftritten von Rihanna oder Kendrick Lamar — oft sind die Einschaltquoten während der Halftime-Shows am höchsten.

© Wikimedia Commons: Arnie Papp – Beyonce und Bruno Mars bei der Halftime-Show 2016

Für 2026 wurde der puerto-ricanische Latin-Hip-Hop und Pop Künstler Bad Bunny für die Super-Bowl-Show ausgewählt. Zusammen mit Punk-Ikonen Green Day wird er eine 15-minütige Show gestalten, die meistens mit eindrucksvollen Effekten und Bühnenbild begleitet wird.

In den vergangenen Jahren dominierte Bad Bunny die Charts und zählt zu den meist-gestreamten Musikern jemals. Erst bei der Grammyverleihung letzte Woche gewann er den Preis für das beste Album des Jahres. Auf den ersten Blick scheint er die perfekte Wahl für die Halftime-Show zu sein. Jedoch sind nicht alle Amerikaner dieser Meinung.

© Wikimedia Commons: toglenn

Die erste Reaktion — ICE beim Super-Bowl

Bereits bei der Ankündigung wurde diese Entscheidung von konservativen Stimmen stark kritisiert. Bad Bunny sei aufgrund seiner puerto-ricanischen Herkunft und spanischen Musik ungeeignet für diese “amerikanische” Veranstaltung. Es sollte hierbei erwähnt werden, dass Puerto Rico ein Außengebiet der Vereinigten Staaten ist, was ihre Einwohner zu US-Bürgern macht.

Zudem äußerte sich Bad Bunny in der Vergangenheit bereits kritisch über die Trump-Regierung, insbesondere deren strikte Immigrationspolitik mit ICE. Erst bei seiner Grammy-Ansprache sagte der Musiker:

„Bevor ich Gott danke, sage ich erst mal: ICE raus! Wir sind keine Barbaren, wir sind keine Tiere, wir sind keine Aliens. Wir sind Menschen und wir sind Amerikaner.“

Entsprechend befürchten viele Amerikaner, dass die Show nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als politische Plattform dienen könnte. Trump selbst beschrieb die Entscheidung als “lächerlich” und ergänze, dass er den Super-Bowl wahrscheinlich nicht besuchen würde. Amtspersonen drohten sogar, dass ICE-Beamte, bzw. die Einwanderungsbehörde, bei dem Auftritt anwesend sein werden, um das Event zu überwachen.

Diese Maßnahmen wurden jedoch von der NFL eindeutig abgelehnt und zurückgewiesen. Die NFL-Sicherheitschefin Cathy Lanier erklärte am Dienstag: „Es sind keine ICE-Durchsetzungsmaßnahmen geplant. Dessen sind wir uns sicher.“

“Plan B” der Republikaner

Parallel zu offiziellen Halbzeitshow wird dieses Jahr erstmals auch die “All American Halftime Show” veranstaltet. Als Headliner tritt Southern-Rock-Sänger Kid Rock auf, begleitet von Country-Acts wie Brantley Gilbert, Lee Brice und Gabby Barrett. Die Show wird über Turning Point USA gestreamt, einer konservativen Organisation, die das Event als Feier von „Glaube, Familie und Freiheit“ bewirbt.

© Wikimedia Commons: The White House – Kid Rock im Oval Office mit Präsident Trump

Seit Jahren gilt er jedoch als fester Unterstützer Trumps und prominente Stimme der Republikaner. Bei den vergangenen US-Wahlen nutze er seine musikalische Plattform primär, um für Trump zu werben. Er verkörpert dabei den konservativen Gegenpol zum kulturellen Mainstream, wie etwa Bad Bunny beim Super-Bowl. In einer Erklärung sagte Kid Rock folgendes:

„Wir gehen an diese Show heran wie an David gegen Goliath. Gegen die Profi-Football-Maschinerie und einen globalen Pop-Superstar anzutreten ist fast unmöglich … oder etwa doch?“

Auch wenn diese “All American Halftime Show” etwas unsinnig klingt, findet sie trotzdem Zustimmung und Unterstützung in vielen konservativen Kreisen – darunter auch die Trump-Regierung. Es bleibt abzuwarten, ob diese Halftime-Show nun ein Erfolg sein wird und welcher Auftritt besser ankommen wird.

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Profilbild von Stoeffu Vogt

Stoeffu Vogt sagt:

#1 - 06.02.2026 um 17:40 Uhr

0

Der Vergleich von Kid Rock als David gegen Goliath ist lächerlich. Wer den aktuellen US-Präsidenten unterstützt hat sie echt nicht mehr alle und macht sich selbst zur Witzfigur 😂

Profilbild von Stoeffu Vogt

Stoeffu Vogt sagt:

#2 - 06.02.2026 um 17:40 Uhr

0

Der Vergleich von Kid Rock als David gegen Goliath ist lächerlich. Wer den aktuellen US-Präsidenten unterstützt hat sie echt nicht mehr alle und macht sich selbst zur Witzfigur 😂

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