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Das Bowie Album, das eigentlich ein Kendrick Lamar Album werden sollte

David Bowie war ein Künstler, der sich im Laufe seiner beinahe 50-jährigen Karriere unzählige Male selbst neu erfunden hat. Dabei schreckte er auch nie davor zurück, die hippsten Sounds ihrer Zeit in seine Werke mit aufzunehmen. Egal ob Soul und Funk in den 70ern oder elektronische Musik in den 90ern und dabei hatte er meist ein ausgezeichnetes Gespür dafür, was gut funktioniert und was nicht. Besonders heraus sticht jedoch Bowies letztes Werk „Blackstar“. Ein Avantgarde-Jazz-Album, das eigentlich nur dank Kendrick Lamar zustande gekommen ist.

Mehrere Versionen des Blackstar Albums vor einem Bild des jungen David Bowie
Alamy Stock Foto / CTK

Nachdem das Comeback-Album „The Next Day“ eine Rückkehr zu klassischem, einfachem Rock war, markierte „Blackstar“ einen Sprung ins kalte Wasser für Bowie.

Unter dem Eindruck seines nahenden Todes verstand Bowie es, Songtexte über die existenziellen Fragen des Lebens mit der Jazz-Expertise von Saxophonist Donny McCaslin und Schlagzeuger Mark Guiliana sowie progressiven elektronischen Klängen zu verbinden.

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„Blackstar“, welches an Bowies 69. Geburtstag im Jahr 2016 veröffentlicht wurde, erklomm binnen weniger Wochen die Nummer 1 der US-Charts. Damit wurde es zum in dieser Hinsicht kommerziell erfolgreichsten Album des britischen Ausnahmekünstlers.

Dass er diesen Erfolg leider selber nicht mehr erlebte, ist den meisten wohl bekannt. Er starb gerade einmal zwei Tage nach der Veröffentlichung von „Blackstar“. Weniger bekannt ist jedoch der zweite große Einfluss auf sein finales Werk. Diesen lieferte niemand Geringeres als Rap-Legende Kendrick Lamar mit seinem ebenfalls stark vom Jazz beeinflussten Album „To Pimp A Butterfly“.

Bowies Begeisterung für Kendrick Lamar

Die von Lamar zur Schau gestellte Virtuosität des Albums begeisterte Bowie so sehr, dass er es nicht nur auf Dauerschleife hörte, sondern auch sein nächstes Album genau so produzieren wollte. Das Endergebnis sei zwar überhaupt nicht so geworden, wie ursprünglich geplant. Jedoch orientierten sich Bowie und sein Produzent Tony Visconti an der Grundidee von „To Pimp a Butterfly“. Sie nahmen jegliche Sounds und Ideen die sie hatten mit in „Blackstar“ auf und versuchten den Rock & Roll bisheriger Alben möglichst zu vermeiden. So Visconti gegenüber dem Rolling Stone.

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Der Schlagzeug-Beat, den Lamar hier bspw. im Intro des Tracks „Hood Politics“ verwendet, findet sich auch in „Lazarus“ von Bowie wieder. Ebenfalls prominent zu hören sind die elektronischen Sounds, die Bowie über das gesamte Album „Blackstar“ verteilt hat.

Nach dem Release von „Blackstar“ am 8. Januar 2016 erreichte es innerhalb weniger Wochen nicht nur die Chartspitze der USA, sondern wurde auch im Vereinigten Königreich, Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem Nummer-1-Hit. Auch von zahlreichen Musikkritikern wird es zu einem der besten und einflussreichsten Alben des Jahrzehnts erklärt.

David Bowie und Toni Visconti mögen also zwar versucht haben, ein zweites „To Pimp A Butterfly“ zu produzieren. Dabei herausgekommen ist dennoch ein einzigartig virtuoses Werk, das dank der Vorarbeit von Lamars kreativer Philosophie zum krönenden Abschluss von Bowies Karriere wurde.

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Schallplattencover des Albums "Blackstar" von David Bowie. Im Hintergrund ein Bild von ihm in jungen Jahren

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