Denon DJ Prime 4 G2 Test

Denon DJ bringt mit dem Prime 4 G2 den beliebten All-in-One Standalone-DJ-Controller auf ein neues Level, angefangen beim Chassis, von dem vor allem die damit deutlich größeren Jogwheels profitieren über neue innovative Features bis hin zu einem verbesserten intuitiveren Workflow. Im Maschinenraum des Flaggschiffs arbeitet eine viermal so schnelle CPU wie beim Vorgänger, um noch flüssiger mit der neuesten Version der EngineDJ vom USB-Datenträger, von SD-Card oder  Streaming-Service aufzulegen. Das zahlt sich auch bei der Darstellung auf dem üppigen 10-Zoll großen, neigbaren sowie hochauflösenden Touchscreen aus.   

Wer auf  Serato DJ Pro, Algoriddim djay oder VirtualDJ mit angeschlossenem Laptop nicht verzichten möchte, nur zu, auch hierfür ist das Gerät zertifiziert. Die Freischaltung kommt allerdings noch. Besonders gespannt bin ich auf die Multizone MPCe-Pads, die bei den Effekten neuen Schwung in die Kiste bringen sollen. Die UVP von 2.699,- Euro könnte allerdings manch anfängliche Euphorie bei Pfennigfuchsern zunächst verhageln. Aber der Test zeigt, dass der Denon DJ Prime 4 G2 sein Geld tatsächlich wert ist.

Der All-in-One-DJ-Controller Denon DJ Prime G2 im Test

Denon DJ Prime 4 G2 – das Wichtigste in Kürze

Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • sehr hochwertige Verarbeitung
  • sehr durchdachter Workflow
  • Standalone-Betrieb inkl. Lichtsteuerung
  • Musikverwaltung per USB-Stick, SD-Card, Festplatte
  • Streaming via Bluetooth und WiFi
  • Hochauflösendes 10,1“-Touch-Display mit sehr flüssiger Darstellung
  • OmniSource zum Auflegen von verschiedenen Quellen
  • dedizierte Stems- und Beat-Jump-Sektion
  • verbesserte Fader und vergrößerte Jogwheels
  • Multizone MPCe-Pads
  • 26 On-Board-Effekte plus Fader- und Touch-FX
  • sehr guter Klang
Contra
  • kein individuelles Jogwheel-Display-Layout

Quickfacts Denon DJ Prime 4 G2

  • Was ist der Denon DJ Prime 4 G2? Ein 4-Kanal-All in One-Stand Alone-DJ-Controller
  • Für welche Zielgruppe ist er? Für DJs, ob mobil, im Club oder auf Events gebucht.  
  • Was ist das Besondere des Denon DJ Prime 4 G2? Mit dem Controller lässt sich via Streaming ohne angeschlossenen Laptop, von Stick, SD-Card, Festplatte und auch mit Serato DJ Pro auflegen. Seine OmniSource-Architektur, on the fly zwischen den Quellen zu switchen. Besonderer Clou sind die neuen Multizone-MPCe-Pads für zinnovatives Effekt-Triggering.
  • Was sagt der Test? Denon DJ Prime 4 G2 hat es in sich: verbesserte Fader, dank einer viermal schnelleren CPU eine flüssigere Verarbeitung und Darstellung auf dem Display, dazu die völlige Freiheit beim Auflegen samt neuer Multizone-MPCes. Eine Investition, die sich lohnt!
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Was gehört zum Lieferumfang?

Zum Lieferumfang des Controllers gehört ein verriegelbares Netz- und USB-Kabel, die Schutzabdeckung und ein Reinigungstuch für das Display sowie die Schnellstartanleitung, Sticker und ein Flyer von SoundSwitch. Im Vergleich zum Vorgänger ist der Denon DJ Prime 4 G2 in der Breite gewachsen. Er misst jetzt 762 x 500 x 90 mm (Breite x Tiefe x Höhe). Sein Gewicht beziffert der Hersteller auf 9,9 kg.

Wie ist der Denon DJ Prime 4 G2 verarbeitet?

Der Denon DJ Prime 4 G2 wirkt mit seinem mattgebürsteten Finish sehr hochwertig. Die beiden champagnerfarbigen Elemente in den beiden oberen Ecken werten das Design zusätzlich auf. Trotz seines komplett aus Kunststoff gefertigten Gehäuses erweist sich der Controller als robust.

Welche Anschlüsse bietet der Denon DJ Prime 4 G2?

Der Denon DJ Prime 4 G2  kommt mit etlichen In- und Outputs für sämtliche Profiansprüche. Die Anschlussleiste beginnt mit einer verriegelbaren Kaltgerätebuchse, es folgen ein USB-C-Anschluss für den Rechner und ein USB-Anschluss für Medien oder SoundSwitch-Interface. Zur Lichtsteuerung mittels DMX gibt es eine dreipolige Buchse. Dazu kommen satte drei XLR-Ausgänge für Master, Booth und Zone-Out und ein zweiter separat regelbarer Master-Output beispielsweise für eine Delay-Line. Um die Sets aufzuzeichnen oder den Prime 4 G2 an einen Receiver beziehungsweise Vollverstärker anzuschließen, reserviert der Controller einen weiteren Master-Output via Cinch-Buchsen. 

Auch zwei Line-Quellen beziehungsweise Plattenspieler lassen sich über zwei dafür reservierte Cinch-Inputs nebst Ground-Schraube an den DJ-Controller anschließen. Die beiden Klinke/XLR-Kombibuchsen für die Mikrofone können auch per Schalter für Instrumente genutzt werden.  

Die verbesserte Fader-Sektion

Ein Pluspunkt des Denon DJ Prime G2 sind seine neuen Channelfader, die schön smooth über ihre 45 mm lange Bahn gleiten. Der austauschbare Crossfader ist dagegen deutlich leichtgängiger und damit flotter unterwegs. Über dem Crossfader befinden sich Taster für Fader-FX. Normalerweise befindet sich das Kurven-Management für jegliche Fader unterhalb des Crossfaders an der Gehäusefront. Um die Kurven anzupassen, muss ich beim Denon DJ Prime 4 G2 den Settings einen Besuch abstatten und die Einstellungen via Display vornehmen. 

In der Mitte der Channelfader siedelt sich die Kopfhörersektion an, bestehend aus Lautstärke- und Cue-Mix-Reglern. Die für den Kopfhörer erforderlichen Anschlussbuchsen mit 3,5 und 6,3 mm Durchmesser befinden sich an der Vorderseite des Geräts.  

Was hat es mit den multifunktionalen EQs des Denon DJ Prime 4 G2 auf sich?

Besonders die Drehregler der Mixer-Sektion profitieren von der großzügigen Benutzeroberfläche des Prime 4 G2. Zwischen allen Reglern haben meine Finger genügend Platz zum eifrigen Schrauben, ohne vom Nachbarn bedrängt zu werden. Die in der 12-Uhr-Position einrastenden, gummiert-geriffelten und damit sehr griffigen Drehregler besitzen für mich die optimale Dämpfung, um sowohl soft als auch hart die Frequenzen oder auch Stems-Spuren stufenlos zu killen. 

Denn neben der Isolation der Bässe, Mitten und Höhen übernehmen sie auch die Isolation der Drums-, Melody- und Vocal-Stems. Ergänzt werden die EQ-Knobs durch Gain-Regler und größere silberne Sweep-FX-Knobs für die per Taste wählbaren Preset-Effekte Filter, Noise, Wash und Reverb.  

Unterhalb des Touchscreens befindet sich die Navigationssektion, um im Display oder auf im Serato DJ Pro zwischen den Ordnern zu wechseln und ausgewählte Tracks in die Decks zu laden. Zur Kontrolle der Pegel aller Kanäle und des Stereo-Mastersignals verfügt die Mischsektion zudem über jeweils zehngliedrige, dreifarbige LED-Level-Meter. 

Redesign der Decksektionen 

Im Vergleich zum Vorgängermodell fallen beim Prime 4 G2 sofort die von sechs Zoll auf stattliche acht Zoll gewachsenen, beleuchteten Jogwheels auf. Kleiner Wermutstropfen: Die Displays können keine individuellen Logos mehr darstellen. Sie visualisieren den rotierenden Needle-Marker, die Spielzeit als ablaufender Ring und die momentan extrahierten Stems.

Der 10 cm lange und optimal gedämpfte Pitchfader nebst Pitch-Bend-, Reset- und Keylock-Taste befindet sich jetzt direkt neben den Performance-Pads und nimmt damit den Platz der dedizierten Beatgrid-Sektion ein, die sich jetzt mit dem Slip-Button samt Shift aufrufen lässt. Zudem wurde jedes Deck durch A-capella und Instrumental-Stems-Buttons beziehungsweise Stems-FX auf der zweiten Ebene ergänzt.

Zu den weiteren dedizierten Funktionen zählen die Beat-Loops und Jumps, Track-Skip, Censor und Vinyl, Sync, dazu die Anwahl des Decks (1/3 oder 2/4) sowie die Transportsektion mit Play/Pause und Cue.

Zu den Alleinstellungsmerkmalen des Prime 4 G2 gehören die neuen Multizonen-MPCe-Pads, die gleichzeitig in den Ecken unterschiedlich illuminieren können. Schließlich erlauben die Pads, in jeder Ecke einen Effekt zu modifizieren. Ich bin gespannt! Die 16 Pads können in der erster Reihe die Modi Hot-Cues, Loop, Roll und Stems aufrufen, in der zweiten Saved-Loops, Samples und Slicer.  

Effekte beim Denon DJ Prime 4 G2: Jetzt mit ikonischen Hebeln 

Dank der auffälligen champagnerfarbenen Blenden fällt die Effektsektion jetzt besonders ins Auge. Auffällig ist, dass erstmals auch die praktischen Lock/Tap-Paddel Einzug halten, allerdings aus Kunststoff gefertigt. Zu den Standards gehören die Buttons für die einzustellenden Beats sowie Regler für die Parameter und Intensität. 

Die Onboard-Effektbatterie enthält:

Echo, Echo Out, Swell Verb, Delay, Flanger, Phaser, Hold Echo, Ping Pong, Recycle, Roll, Stutter Out, Riser, Pitch Down, Scale Down, Reverb, LFO Verb, Reverb Drop, Reverse Verb, Reverb Rise, Flanger (-), Flex Gate, Beatbreak, LFO Filter, Backspin, Brake, Crush   

Um nicht den Überblick zu verlieren, können erfreulicherweise favorisierte Effekte auf jeweils zwei Slots pro Deck gespeichert werden. Etwas verwirrend empfinde ich, dass bis auf die FX-Paddel die Anordnung der Funktionen auf beiden Decks weder gespiegelt noch in der gleichen Reihenfolge ist. Daran muss man sich gewöhnen. 

Oberhalb der Effektsektion befindet sich auf dem linken Deck die Mikrofoneinheit für zwei hinsichtlich Lautstärke, Höhen und Bässen getrennt regelbare Mikros, dazu ein zuschaltbares Talk-Over und aktivierbare Effekte. Neu ist die Playlist-Bank, in der drei abgespeicherte Listen abgerufen werden können.   

Das Master- und das Zone-Signal einschließlich EQ-Zuschaltung, Booth-Level und Anti-Feedback-Funktion wird auf dem rechten oberen Deck geregelt. Obendrein befinden sich daneben die Slots für die Quellen, USB-B beziehungsweise USB-C und SD-Card.  Am Boden des Prime 4 G2 versteckt sich die Mulde für die optionale Festplatte.

Das Touch-Display  

In der Mitte des Denon Prime 4 G2 befindet sich das imposante 10,1 Zoll große und um reichlich 50 Grad neigbare Touch-Display, um völlig unabhängig von einem angeschlossenen Laptop nebst DJ-Software oder mittels Streaming bzw. von Speichermedien aufzulegen. Es liefert eine große Übersicht über sämtliche Funktionsoptionen und Track-Infos nebst Wellenformen. Zum Suchen und Scrollen in der Library lädt das Display förmlich ein. 

Mit EngineDJ flexibel bei der Wahl der Musikquelle

EngineDJ 5.x liefert das bereits bewährte Betriebssystem der neuesten Generation. Es organisiert und steuert Musik, die auf USB-Sticks, Festplatten oder SD-Cards gespeichert ist. Alternativ lassen sich Titel über Spotify (ab Anfang 2027), Apple Music, Beatport, Tidal, Soundcloud Go+, DropBox oder Amazon Music per Wi-Fi oder Bluetooth direkt streamen. 

Über Source/Browse und das Menü kann ich während des Auflegens jederzeit und ohne Unterbrechung zwischen den unterschiedlichen Quellen wechseln. Wer hingegen bevorzugt mit Laptop und einer DJ-Software wie Serato DJ Pro arbeitet, kann den Denon DJ Prime 4 G2 ebenfalls demnächst mit dem entsprechenden Update nutzen. Der Controller schaltet die Vollversion in Verbindung mit einem Laptop frei.


Denon DJ Prime 4 G2 im Praxischeck

Nach dem ersten Einschalten verbinde ich das Gerät zunächst über WiFi mit dem lokalen Netzwerk, damit mögliche Software-Updates direkt heruntergeladen werden können. Denon DJ empfiehlt auch das Aufspielen der aktuellen Firmware. Zudem ist eine Registrierung bei EngineDJ erforderlich. Am einfachsten geht das, indem ihr den eingeblendeten QR-Code mit dem Smartphone scannt und darüber euer Profil erstellt.

Die Anmeldung wird auch für das Streaming benötigt, unter anderem, um die Metadaten der Songs abzurufen beziehungsweise zu überprüfen. Sollte der Speicherplatz von USB-Sticks oder SD-Card für die monströse Musiksammlung nicht ausreichen, lässt sich über den Slot auf der Unterseite eine handelsübliche 2,5-Zoll-SATA 3.0-Festplatte, am besten eine SSD, einbauen. 

Schick, hochwertig, robust und noch besser

Beim Hochfahren des Prime 4 G2 erstrahlen die Taster und Jogwheels in Blau. Um zu unterscheiden, ob ich die Decks der ersten oder zweiten Reihe in der Mache habe, leuchten dann die Decks grün. Das ist aber nicht in Stein gemeißelt, denn ihr könnt zwischen acht Farben wählen. Von den Maßen ein Koloss, vom Gewicht aber kein Schwergewicht: Die knapp 10 kg lassen sich noch recht gut händeln. Trotz des Plastikgehäuses traue ich dem Prime 4 G2 eine gehörige Robustheit zu, um sich dem harten Profi-DJ-Alltag zu stellen. 

Die nun größeren 8-Zoll-Jogwheels liegen haptisch richtig gut beim Dropping in der Hand und das große Display zeigt die aktuelle „Nadelposition“ an. Allerdings fällt der Marker mit zwei Frames des Kreises recht breit aus, zumal ich die Übersetzung zwischen Bewegung des Jogwheels und Needle-Marker als etwas schwammig und minimal zeitverzögert empfinde. 

Beim herkömmlichen Droppen fällt das einem kaum auf, beim Scratching schon eher, aber für Turntablisten ist das Gerät ja nicht konzipiert. Dagegen lobe ich mir die schnelle Reaktion des Touch-Displays auf meine Aktivitäten am Jogwheel.

Denon DJ kokettiert auch zu Recht mit den verbesserten Fadern, die sich beim Auflegen besser anfühlen. Auch dem Crossfader gelingen flotte Cuts im Zusammenspiel mit den Jogwheels, sofern in den Settings deren Crossfader-Kurve auf steil gestellt wurde.  Die Pads wurden ebenfalls erneuert, allen voran die Performance-Pads, die an allen vier Kanten rundum beleuchtet werden. Was es damit auf sich hat, dazu komme ich gleich. Generell laden sie mit ihrer 3 x 2,5 cm großen, leicht gummierten Oberfläche und ohne nachgebenden Hub zu schnellem rhythmischen Triggering ein. Auch die Transporttasten unterstreichen von der Haptik den Workflow. 

Das flüssigere Display 

Der Touchscreen entspricht schon fast dem eines Laptops, sodass ich beim Suchen, Scrollen und Navigieren gar nicht mehr das Laptop-Keyboard vermisse, da mit der Suchfunktion eine große und flüssig reagierende Bildschirmtastatur erscheint. 

Richtig überzeugen kann mich die hohe Auflösung des Displays in Verbindung mit der sehr flüssigen Darstellung. Hier zahlt sich der gegenüber dem Vorgängermodell viermal so schnelle Prozessor aus. Selbst die laufenden Wellenformen werden ohne sichtbares Ruckeln dargestellt. Für spontanes Needle-Search innerhalb der Wellenform oder zum Zoomen des aktuell dargestellten Wellenformausschnitts nutze ich direkt die Touch-Funktion des Displays. Auch der Wechsel zwischen den verschiedenen Medien geht ohne Verzögerung und nachvollziehbar über die Bühne. Für die Darstellung stehen im Setup drei unterschiedliche Layouts zur Auswahl, wobei ich den Split-Screen mit der gleichzeitigen Darstellung der Wellenform und Library favorisiere.

Musikvorbereitung mit dem Denon DJ Prime 4 G2

Die Übertragung der Musik auf USB-Sticks, SD-Cards oder Festplatten erfolgt über die EngineDJ Desktop-Software auf einem Computer. Bereits vorhandene Librarys aus Serato DJ Pro, rekordbox oder Traktor lassen sich dabei wahlweise teilweise oder vollständig über den Import-Assistenten einlesen. Neben den Tracks werden auch Informationen wie Crates, Hotcues und Loops übernommen. Anschließend dient EngineDJ als zentrale Oberfläche zum Organisieren und Bearbeiten sämtlicher auf den Speichermedien abgelegter oder per Streaming verfügbarer Tracks. 

Wer die Stems-Funktion einsetzen möchte, muss der EngineDJ etwas Zeit gewähren. Die Stems können zwar ohne Laptop analysiert werden, aber es dauert ein wenig. Daher empfiehlt es sich, entsprechende Titel zunächst vorher zu rendern. Beatgrids setze und bearbeite ich entweder in der EngineDJ-App auf dem Laptop oder ich öffne den Beatgrid-Editor am Controller.

OmniSource für Auflegen on-the-run

Beim Prime G2 verzichtet Denon DJ auf einen zweiten Laptop-Anschluss, dennoch steht einem Back-to-back-Set meiner Meinung nach nichts im Weg. Möglich macht dies die OmniSource-Architektur, durch die alle vier Decks gleichzeitig auf unterschiedliche Medien zugreifen können. Spiele ich beispielsweise auf dem linken Deck einen Track von der Festplatte, lässt sich für das rechte Deck parallel Musik von USB-Stick oder SD-Card zuspielen.

Die Bluetooth-Schnittstelle arbeitet als Audioeingang und zudem zur kabellosen Anbindung externer Hardware, beispielsweise einer Laptop-Tastatur. Für einen besonders schnellen Zugriff kann ich meine drei am häufigsten verwendeten Playlists direkt auf den dafür vorgesehenen Buttons hinterlegen und bei Bedarf unmittelbar aufrufen – eine weitere Neuerung des G2-Modells. 

Darüber hinaus unterstützt der Denon DJ Prime 4 G2 Ableton Link und ermöglicht damit die kreative Synchronisation und das Zusammenspiel mit weiteren Apps und Tools. Da zahlt sich auch der Anschluss von zusätzlichen Instrumenten an den beiden Mikrofonbuchsen aus, um der Kreativität einen zusätzlichen Boost zu verpassen.

Auflegen mit Stems beim Denon DJ Prime 4 G2

Beim Denon DJ Prime G2 gibt‘s gleich drei Möglichkeiten, um die Stems eines Tracks zu extrahieren. Der klassische Weg führt über die Performance-Pads und bei eingeschaltetem Stems-Mode. Hinzu kommt die dedizierte Stems-Sektion für A-capella und Instrumental. Neu ist die Möglichkeit, den beiden dafür vorgesehenen Tasten per Shift-Funktion oder über das Menü einen Effekt zuzuweisen, um die jeweils ausgeblendete Spur softer aus dem Mix zu nehmen.

Als dritte Variante können die drei EQ-Knobs zur individuellen Pegelsteuerung der Stems Drums, Melody und Vocals eingesetzt werden. Der Bass bleibt leider aufgrund des fehlenden vierten EQ-Reglers außen vor.

Je nachdem, von welchem Dienst man streamt oder ob man die Musik nur von EngineDJ verwalten lässt, funktioniert ein spontanes Stems-Extrahieren leider noch nicht generell. Sie müssen im Vorfeld gerendert werden.

Üppige Effektsektion – jetzt mit Paddel

Als All-in-One-Controller kommt der Prime 4 G2 natürlich nicht ohne integrierte Effekte aus, die jetzt auch mit den beliebten Hebeln temporär oder einrastend das Effektfeuerwerk starten. Mit insgesamt 26 Hardware-Effekten hält das G2-Modell das Niveau des Vorgängers. Sechs bevorzugte Effekte lassen sich direkt auf den Tasten hinterlegen und bei Bedarf gegen andere austauschen. Die komplette Auswahl wird dabei übersichtlich in einer eigenen Ansicht auf dem Display dargestellt. Auch die jeweiligen Parameter-Einstellungen können gespeichert und später wieder aufgerufen werden.

Im Zusammenspiel mit den Sweep-Effekten ergeben sich unzählige Kombinationen für modulierte spannungsgeladene Build-ups zu sorgen. Vom großen Display profitiert die Effektsektion mitsamt den angezeigten Parametern, was die Bedienung und den Workflow deutlich erleichtert. Dazu stehen zehn TouchFX zur Verfügung, die direkt über das Display gesteuert werden können.

Ebenfalls mehr als eine bloße Spielerei sind die FaderFX. Sie reagieren auf die Bewegungen der Channelfader beziehungsweise des Crossfaders und eignen sich besonders gut, um Blenden mit einem zusätzlichen Effekt wirkungsvoll abzuschließen.

Was leisten die neuen MPCe-Performance-Pads?

Der 16er-Pad-Matrix gönnt Denon DJ zwar nur eine recht übersichtliche Anzahl von Modi, die sich auf zwei Ebenen verteilen (damit bleibt es übersichtlich und ist im Eifer des Auflegegefechts nicht verwirrend). Aber mit der neuen Multizone-Aufteilung ergeben sich komplett neue Möglichkeiten. In den Settings wähle ich zwischen dem herkömmlichen Pad- und dem MPCe-Mode.

Letztgenannter kombiniert zum Beispiel Hotcues gleichzeitig mit Effekten oder Stems. Dabei liegt der Roll-Effekt mit vier verschiedenen Beat-Längen auf den jeweiligen Ecken an. Die linke Hälfte extrahiert die Vocals, die rechte das Instrumental. Der MPCe-Mode bietet zudem Filter Roll, Auto Loop Stems, XYFX und RollFX. Das nenne ich innovativ!     

Integriertes SoundSwitch und Lighting Control

Auch die Lichtsteuerung per SoundSwitch profitiert von den MPCe-Pads, indem ich über die Pads jeweils die einzelnen Licht-  und  Loop-Effekte ansteuere oder über einen weiteren Mode zwischen acht Farben individuell auswähle. Die Verbindung klappt kabellos mit Smart-Beleuchtung von Philips Hue und Nanoleaf. Für professionelle Lichtinstallationen besitzt der Prime 4 G2 ein integriertes DMX-Lighting-Interface zur Lichtsteuerung.

Master-Feinschliff mittels parametrischen Equalizers 

Bezüglich der Signalverarbeitung gibt Denon DJ Preis, dass eine ESS Sabre HiFi-Soundkarte mit 32-Bit-DAC verbaut ist. Der ohnehin druckvolle und detailreiche Klang lässt sich über einen digitalen parametrischen 10-Band-Equalizer im Menü zusätzlich an die jeweilige Beschallungssituation anpassen. Damit können beispielsweise kleinere klangliche Defizite einer PA oder der Booth-Monitore gezielt ausgeglichen werden.

Für professionelle Moderationen gerüstet

Die beiden Mikrofoneingänge bieten mit ihrer separaten Höhen- und Bassregelung die Möglichkeit, den Klang gezielt abzustimmen und eine sehr gute Sprachverständlichkeit zu erzielen. Zusätzlich lässt sich in den Settings eine Rückkopplungsunterdrückung aktivieren.

Eine Talkover-Funktion steht ausschließlich für den ersten Mikrofonkanal zur Verfügung. Das Ansprechverhalten kann über die Empfindlichkeit individuell angepasst werden. Für eine zusätzliche klangliche Veredelung des Mikrofonsignals lassen sich außerdem per FX-Taste wahlweise Echo oder Reverb beimischen.

Denon DJ Prime 4 G2 – mögliche Alternativen

 Denon DJ Prime 4 G2Rane System ONEAlphaTheta XDJ-AZ
Kanäle422
MedienUSB-Stick, SD-Card,HD, Serato DJ Pro, StreamingUSB-Stick, SD-Card,HD, Serato DJ Pro, djay, Bluetooth, StreamingUSB-Stick,HD, Serato DJ Pro, rekordbox, Bluetooth, Streaming
Analoge Audio-Inputs412
On Board-Effekte262514
Verschleißfreier und von der Tension einstellbarer Crossfaderneinjanein
Touch-HD-Display10“ 7“ 10“
Motorisierte Jog Wheels / Größe / Display nein /8“/ja ja/7“/nein nein/8“/ja
Mikrofon222
Besondere MerkmaleOmni-Source-Struktur,dezidierte Stems-Sektion,OnBoard-Stems-Processing,MultiZone-MPCe-PadsOmni-Source-Strukturdezidierte Stems-Sektion,OnBoard-Stems-Processing  SonicLink
Preis2699,- Euro2499,- Euro3399,- Euro

Fazit zum Denon DJ Prime 4 G2 Test

Der Denon DJ Prime 4 G2 präsentiert sich als leistungsstarker All-in-One-DJ-Controller mit zahlreichen Neuerungen. Größere Jogwheels, verbesserte Fader und das hochauflösende 10,1-Zoll-Touchdisplay sorgen zusammen mit dem deutlich schnelleren Prozessor für einen flüssigen Workflow. EngineDJ verwaltet Musik von USB, SD-Card, Festplatte und Streaming-Diensten, während OmniSource den parallelen Zugriff auf verschiedene Quellen ermöglicht. Kreativ punktet der Prime 4 G2 mit Stems-Steuerung, 26 Hardware-Effekten, Touch- und Fader-FX sowie den innovativen Multizone MPCe-Pads, die Performance-Funktionen und Effekte kombinieren. 

SoundSwitch samt DMX-Anbindung erweitert das Setup um eine flexible Lichtsteuerung. Ein parametrischer 10-Band-EQ, umfangreiche Anschlüsse und zwei Mikrofoneingänge unterstreichen zudem den professionellen Anspruch. 2.699,- Euro sind zwar kein Pappenstiel, aber angesichts der umfangreichen Ausstattung, der All-in-One Stand-alone-Funktionalität und der zahlreichen kreativen Möglichkeiten dürfte der Preis dennoch für professionelle und ambitionierte DJs gerechtfertigt sein.

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Denon DJ Prime 4 G2 Features

  • All-in-One standalone 4-Kanal-Controller
  • WiFi-Streaming
  • 10,1″-Touch-Display
  • Engine-OS
  • OmniSource-Architektur zum fließenden Auflegen zwischen den Medien
  • 8-Zoll-Jogwheels mit Display
  • ESS Sabre HiFi-Soundkarte mit 32-Bit-DAC
  • Streaming per Apple Music, Tidal, SoundCloud, Beatport, Beatsource, Amazon Music, Dropbox, Spotify (ab Anfang 2027)
  • Onboard-Stem-Processing; Echtzeit-Trennung von A-capella- und Instrumentalspuren
  • Stem-Pad-Mode und Stem-Level-Kontrolle per EQ
  • dedizierte Stems-Control (A-capella/Instrumental)
  • Recording: direkte Audioaufnahme auf USB-Stick, SD-Karte, Festplatte
  • Lighting Control: Smart-Lighting via Philips Hue oder Nanoleaf, steuerbar über Touch-Display oder via DMX mit SoundSwitch-Interface 
  • 5.4-Bluetooth-Streaming
  • Effektsektion mit 2 FX-Paddels 
  • 3-Band-EQ/Stem-Level
  • Sweep-FX pro Kanal
  • Fader-FX und Touch-FX
  • 2 Mikrofoneingänge mit Klangregelung (high/low) und Effekt
  • 3 Playlist-Hot-Buttons
  • dedizierte Loop-Section
  • Multizone MPCe-Performance-Pads: pro Deck 8 anschlagsdynamische, mehrfarbig hintergrundbeleuchtete Pads)
  • Sampler-Volume-Regler
  • Serato DJ Pro-Lizenz freigeschaltet
  • Steckplatz für interne Festplatte 
  • Abmessungen: (B x T x H): 762 x 500 x 90 mm
  • Gewicht: 9,9 kg

Eingänge

  • 2 x Line/Phono (RCA)
  • 2 x TRS/XLR-Mikrofon (mit Reverb- und Echo-FX-Hardware-Effekt)
  • 1 x USB Typ A (Media)
  • 1 x USB Typ A (Lighting)
  • 1 x USB-C (Media)
  • 1 x USB-C (Computer)
  • SD-Karte

Ausgänge

  • 3 x XLR (Master, Booth, Zone)
  • 2 x RCA-Master

Preis: 2.699 Euro (UVP)

Denon DJ – Website des Herstellers

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Profilbild von PeterBrauchtWhatsApp

PeterBrauchtWhatsApp sagt:

#1 - 03.09.2026 um 14:08 Uhr

0

Guter Test! Ein paar kleinere Fehler sind mir vorallem in der Vergleichstabelle aufgefallen... bitte nochmal gründlicher recherieren... ansonsten aber schön geschrieben.

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