Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Disturbed: „Shout“

Die US-amerikanische Hardrock-Band Disturbed ist seit ihrem Debütalbum „The Sickness“ fester Bestandteil der Szene. Allein fünf Alben der Gruppe standen mittlerweile hoch oben auf der Spitze der amerikanischen Charts – das schafften wahrlich nicht viele Bands aus diesem Genre! Ihr erfolgreichstes Werk ist jedoch immer noch ihr Debüt. Nachdem wir daraus in einem früheren Workshop bereits die Single „Down With The Sickness“ analysiert haben, widmen wir uns heute dem Song „Shout“. Dieser ist eine Coverversion des gleichnamigen Hits der britischen Band Tears For Fears aus dem Jahre 1984. „Typisch Disturbed“ werden hier jedoch nur die Akkorde und die Melodie beibehalten. Der Rest wird ordentlich durch die Mangel gedreht, bis der spezielle Sound der Band entsteht: Fette und enorm tighte Grooves mit diversen Sechzehntel-Rhythmen. Bassist Steve Kmak doppelt dabei die Rhythmik der Gitarren und im späteren Verlauf vor allem der Bassdrum. So macht „Shout“ nicht nur Spaß zu spielen, sondern ist auch eine hervorragende Timing-Übung.

Shout Bass-Workshop Disturbed
In diesem Workshop erlernst du die Bassline zum Song “Shout” von Disturbed
Inhalte
  1. Shout“ – Video
  2. „Shout“ – Rhythmik
  3. „Shout“ – Tonmaterial
  4. „Shout“ – Basssound
  5. „Shout“ – Transkription

Shout“ – Video

Hier das oiginale Video zum Song:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

„Shout“ – Rhythmik

Der Chorus von „Shout“ basiert auf einem eintaktigen rhythmischen Pattern, welches permanent ohne Variationen wiederholt wird. Dieses Pattern besteht wiederum aus drei unterschiedlichen Sechzehntel-Figuren, welche aber allesamt ihren Startpunkt auf den Viertel-Pulsschlägen haben. Wir müssen uns also zunächst nicht mit Synkopen herumärgern. Vielmehr liegt hier die Herausforderung darin, das eintaktige Pattern super tight und mit hoher Energie zu wiederholen.

Im Vers beruhigt sich die Sache dann etwas – lediglich der zweite Takt überrascht uns mit einer kurzen rhythmischen Überlagerung.

Die größte Herausforderung erwartet uns sicherlich in der zweiten Bridge: Hier doppeln wir beinhart die Akzente der Bassdrum, welche jede Menge Synkopen – also Akzente abseits der Pulsschläge – beinhaltet. Das Ganze klingt auf diese Weise regelrecht „maschinell“ bzw. stark quantisiert – sicherlich wurde hier im Studio der Tightness etwas auf die Sprünge geholfen. Für uns kann dieser Anspruch aber eine gute Übung darstellen!

„Shout“ – Tonmaterial

„Shout“ befindet sich in der Tonart G#-Moll (Töne G#, A#, B, C#, D#, E, F#) und es kommen ausschließlich Stufenakkorde aus dieser Tonart zum Einsatz. Steve Kmak orientiert sich mit seiner Bassline stets an den Grundtönen der jeweiligen Akkorde.

Einzige Ausnahme ist die Bridge 2, in der es etwas melodischer zugeht und die G#-Moll-Pentatonik (G#, B, C#, D#, F#) ins Spiel kommt. Mehr gibt’s heute aus dieser Abteilung aber auch nicht zu berichten.

„Shout“ – Basssound

Das Wichtigste gleich vorweg: „Shout“ reicht bis zum tiefen H eines Fünfsaiters. Man benötigt also einen solchen, oder aber einen „tiefergelegten“ Viersaiter in H-E-A-D-Stimmung. Wer beides nicht im Regal stehen hat, kann bzw. muss die betroffenen Töne um eine Oktave transponieren.

Steve Kmak wurde bis zu seinem Ausscheiden bei Disturbed (2004) meist mit Bässen von BC Rich oder Music Man Stingrays gesehen. Beide weisen jedoch sehr ähnliche Pickup-Konfigurationen sowie aktive Elektroniken auf. Insofern sind auch die zu erwartenden Sounds sehr ähnlich. Wie so häufig dient der Bass auch bei Disturbed dazu, die Gitarren nach unten hin anzudicken. Daher ist das verwendete Instrument oder weiteres Equipment nicht allzu entscheidend.

Definitiv im Spiel ist aber auch eine ordentliche Portion Overdrive und vor allem etwas Kompression, um die immer auf „volle Pulle“ getrimmte Dynamik und die Tightness maximal zu unterstützen.

Die besten Ergebnisse wird man sicherlich mit einem Bass wie oben beschrieben und einem modernen Preamp (Darkglass, Tech21, Ampeg SGT D.I. etc.) erreichen. Ein Overdrive- und ein Kompressor-Pedal sollten den Job aber ebenfalls gut erledigen. Hier eine kleine Auswahl an passendem Equipment:

Affiliate Links
Ampeg SGT-DI
Ampeg SGT-DI
Kundenbewertung:
(17)
Darkglass Microtubes B7K Ultra v2 Aux
Darkglass Microtubes B7K Ultra v2 Aux
Kundenbewertung:
(25)

„Shout“ – Transkription

Audio Samples
0:00
“Shout” – Bassline Chorus/Vers – WAV “Shout” – Bassline Bridge 1 – WAV “Shout” – Bassline Bridge 2 – WAV

Viel Spaß mit diesem Disturbed-Kracher und bis zum nächsten Mal, euer Thomas Meinlschmidt

Hot or Not
?
Shout Bass-Workshop Disturbed

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Für dich ausgesucht
Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Rolling Stones: „Bite My Head Off“
Workshop

Ex-Beatle Paul McCartney spielte Bass auf dem Track "Bite My Head Off" von The Rolling Stones. Gab es jemals einen besseren Grund für einen Bass-Workshop?

Die besten Bass Riffs in Noten und Tabs – Rolling Stones: „Bite My Head Off“ Artikelbild

Gab es jemals einen besseren Grund für einen Workshop als die Tatsache, dass „Sir“ Paul McCartney Bass bei The Rolling Stones spielt? Mit ihrem aktuellen Album „Hackney Diamonds“ haben die Stones noch einmal so richtig einen rausgehauen und alle Kritiker Lügen gestraft, die ihnen schon lange zur Rente geraten haben. Schon seit 1998 fehlt mit Bill Wyman der Bassist der ersten Stunde. Und so kam es, dass die Stones sowohl im Studio wie auch live immer wieder auf die Hilfe von renommierten Tieftönern zurückgriff - allen voran natürlich den selbst längst zur Legende gewordenen Darryl Jones. Für den Song „Bite My Head Off“ aus dem neuen Album kam es zur Kooperation mit Sir Paul McCartney. Der auch unter seinem Spitznamen „Macca“ bekannte Ex-Beatle lieferte zu dem rockigen Song eine stilechte und treibende Basslinie, die zum einen zwar bewusst auf typische Beatles-Merkmale verzichtet, dennoch aber Pauls unverkennbare Handschrift trägt.

Die besten Bass Riffs in Tabs und Noten – King’s X: „Dogman“
Workshop

Der Track "Dogman" steht exemplarisch für die enorme Power und Energie des texanischen Trios King's X. Wir präsentieren euch den Song mit seinen brettharten Riffs!

Die besten Bass Riffs in Tabs und Noten – King’s X: „Dogman“ Artikelbild

Ich kenne zwei Gruppen von Musikliebhaber:innen: Eine, die die Band King's X (noch) nicht kennen und eine andere, welche King's X in tief empfundener Bewunderung verehren! Ich gehörte lange Zeit der ersten Sorte an, nach dem Hören von zwei Takten des Songs "Dogman" allerdings unmittelbar zur zweiten. Viele Jahre und viele King's-X-CDs später besitzt diese Musik für mich immer noch einen ganz besonderen Reiz. Das ungewöhnliche Trio aus Texas liefert seit über 40 Jahren eine beeindruckende Mischung aus hartem Rock, eingängigen Hooks, tollem Satzgesang und intelligenten Lyrics fernab des üblichen Chart-Einheitsbreis. Leider hatte die Band nie den kommerziellen Erfolg, den man ihr wünschen würde, und stand deshalb schon mehrfach vor dem finanziellen Aus. Das ist wohl bedauerlicherweise der hohe Preis für solch kompromisslose künstlerische Authentizität!

Play-Alike Bass-Edition - Bass Workshop
Workshop

Die große Online Bass-Masterclass-Serie: Erlerne die Signature-Licks und -Riffs deiner Bass-Stars: Fingerstyle, Plektrum-Spiel, Slapping & Popping, Tapping, Grooven ...

Play-Alike Bass-Edition - Bass Workshop Artikelbild

Fingerstyle, Plektrum-Spiel, Slapping, Tapping, Grooven ... Hier gibt es die besten Play-Alike Workshops für E-Bass! Wer als Nachwuchs-Bassist von den berühmten Bass-Stars der Szene lernen möchte, der kann zum Beispiel eine Bass Master Class, einen Bass-Workshop oder ein Seminar für Bassisten in einem Musikgeschäft besuchen. Doch nicht immer sind die angesagten Basser auch gerade auf Clinic-Tour in hiesigen Breitengraden unterwegs, um ihre besten Patterns und Grooves, Licks und Tricks unter das tieftönende Volk zu bringen.

Bonedo YouTube
  • Thomann 70th Anniversary Limited Edition Basses: Cort A5 70th Anniversary
  • Thomann 70th Anniversary Limited Edition Basses: Fodera Emperor Standard Primavera Special Run
  • Thomann 70th Anniversary Limited Edition Basses: Sandberg California TM SL