Evermix Evermixbox5 kommt mit deutlich größerem Dynamikumfang für bessere Aufnahmen, verbessertem 3,5-mm-Mikrofoneingang und erweiterter Funktionalität für Upload und Livestream. Was macht der neue DJ-Mix und Set-Recorder in der Praxis besser als seine Vorgänger und lohnt ein Kauf für Besitzer der Vorgängerversionen?

- Aufnahme und Streaming von Line- und Mikrofonsignalen auf Smartphones
- unkomplizierte Bedienung, keine Gain-Kontrolle notwendig
- kostenlose App fürs Aufnehmen und Sharen
- kompakt und stromunabhängig
- Stromzufuhr per iPhone oder USB
- iPhone wird bei externer USB-Versorgung mitgeladen
- Live-Streaming für YouTube, Instagram, Facebook Live
- robustes Aluminium-Gehäsue
- praktisches Transport-Case
- praktische neue App zum Aufnehmen, Editieren und Sharen
- fragile Multi-Pin-Verbindung
- Smartphone während der Aufnahme nicht für Fotos, Chats und Telefonate nutzbar
Die EvermixBox5 ist ein kompaktes, professionelles Audiointerface für DJs, Livestreamer und Content-Creator, das direkt an den Record-Out des DJ-Mixers oder ein Gerät mit Line-Ausgang angeschlossen wird und direkt aufs Smartphone aufnimmt oder streamt. Über einen zusätzlichen Mikrofon-Eingang kann ein Mikrofon angeschlossen werden, um das Publikum aufzunehmen („Crowd Capture“). Wie gut ist die Evermixbox5?

Zurück zur Old School, wegen der New School
Aber warum überhaupt ein externer Rekorder? Schließlich hat doch jede vernünftige DJ-Software mittlerweile eine interne Aufnahmefunktion. Interessanterweise bringen die neuesten technischen Entwicklungen gerade jetzt wieder die Notwendigkeit klassischer Lösungen zurück. Denn Streaming-Services wie Apple Music, Beatport und jetzt auch Spotify halten immer mehr Einzug in die DJ-Booth und DJs können komplette Sets via Streaming spielen. ABER: Der Rekorder in der DJ-Software lässt aus Lizensierungsgründen keine Aufnahmen des Sets zu, wenn Downstreaming genutzt wird.

Wer also sein DJ-Set aufnehmen oder gar upstreamen möchte, braucht wieder eine externe Lösung. Und hier kommt die Evermixbox5 gerade recht. Unkompliziertes Setup, funktioniert mit jedem Mixer, der einen Record-Ausgang hat und nimmt nicht nur eine Quelle auf, sondern alle Signale, die auf dem Mixer zusammengeführt werden (Hallo, Hybrid-DJs!).
Wer über sein Smartphone mit vernünftigem Sound streamen möchte, ob Audio oder Video, kommt erst recht nicht an einer Soundkarte vorbei. Das Gerät ist ein class-compliant USB-Audiointerface und wird vom iPhone oder iPad ohne zusätzliche Treiber erkannt und ist dadurch auch für andere Apps nutzbar.
Welche Anschlüsse bietet die Evermixbox5?
Die Evermixbox5 bietet nicht nur einen Cinch-Eingang an, man kann sogar ein Mikrofon anschließen und den Klang des Publikums mit in die Aufnahme mixen, euphorisches Kreischen im Break, bevor der Drop einsetzt inklusive. Dazu kommen ein Micro-USB-Anschluss und ein DIN-Port.
Evermixbox5 hat für das Mikro zwar nur einen Miniklinkenanschluss, dafür ist der aber im Gegensatz zur Evermixbox4 „phantom powered“ und zusätzlich sehr praxisnah mit einem 200 Hz Rumpelfilter ausgestattet, um störende tiefe Frequenzen gleich zu unterdrücken.


Eine Gain-Reglung für das Aufnahme-Level gibt es übrigens nicht: Die EvermixBox5 verfügt über viel Headroom und nimmt leise wie laute Signale präzise und verzerrungsfrei auf. Das hatte mich schon bei der EvermixBox4 verblüfft.
Lieferumfang der Evermixbox5
Im Lieferumfang befindet sich neben der Evermixbox5 ein Cinch-Audiokabel mit Metallsteckern, ein stabiles kleines Hardcase mit Reißverschluss sowie ein Multi-PIN-Verbindungskabel zum Smartphone, wahlweise mit USB-C oder Lightning-Stecker.

iOS und Android
Auch ohne die Evermix App funktioniert die Evermixbox5 Plug & Play als class-compliant Soundkarte für Instagram Live, YouTube, Mixcloud, TikTok und OBS auf iPhones und Android-Geräten.
Dabei wird die Box vom Smartphone mit Energie versorgt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bestromt die Evermixbox5 per zusätzlichem USB-Kabel und lädt das angeschlossene Smartphone gleich mit auf (nicht im Lieferumfang enthalten).
Eigentlich sehr praktisch, das Feature hat uns auch schon bei früheren Evermixboxes gefallen. Weniger gefällt, dass zum Laden nach wie vor ein micro-USB-Anschluss verbaut wird. Im Jahre 2025 darf man durchaus einen USB-C-Anschluss erwarten. Und so fällt bei genauerer Betrachtung auf, dass die Evermixbox5 sich äußerlich so fast gar nicht vom Vorgängermodell unterscheidet: Der Ring ums Logo ist blau statt grün, die übrigen technischen Veränderungen sind alle im gleichen eckigen Aluminiumgehäuse verbaut. Auch der Multi-Pin-Anschluss ist gleichgeblieben. Und die App wurde bislang nicht upgedatet. Evermix is back, aber viel hat sich nicht verändert.
































