Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern Test

Spätestens seit Paul McCartney den Höfner Violin 500/1 Bass Anfang der 60er-Jahre bei den Beatles einsetzte, ist dieses markante Bassmodell untrennbar mit der Geschichte der Popmusik verbunden. Kein Wunder also, dass Höfner den kultigen Shortscale-Bass bis heute in zahlreichen Varianten baut und dabei auch ganz gezielt historische Modelle wieder aufleben lässt. Der H500/1-61-0 Violin Bass Cavern nimmt dabei eine ganz besondere Stellung ein: Er orientiert sich möglichst exakt an dem ersten Höfner, welchen „Sir“ Paul 1961 in Hamburg kaufte. Sein auffälligstes historisches Detail ist die halsnahe Positionierung der beiden Humbucker. Zusammen mit der kurzen Mensur und der Hollowbody-Konstruktion ergibt sich daraus die perfekte Rezeptur für tiefe, warm-holzige Vintage-Sounds, für die der Beatle Bass bekannt ist. Optisch ist der Cavern mit seiner violinenhaften Korpusform ohnehin kaum zu verwechseln. Aber wie authentisch fällt die Reproduktion des historischen Originals tatsächlich aus, und was hat der kleine Höfner klanglich zu bieten? Genau das wollen wir uns in diesem Test genauer anhören.

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern im ausgiebigen Test

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Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • schönes, authentisches Vintage-Design
  • klassischer Beatle-Bass-Sound
  • guter Spielkomfort
  • Flatwound-Saiten
  • tadellose Verarbeitung
  • schöner, stabiler Koffer
Contra
  • Handhabung anfangs gewöhnungsbedürftig

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern – das Wichtigste in Kürze

  • Replik des ersten Höfner Violin-Basses von Paul McCartney
  • Mensur: 30“/76 cm
  • Korpus aus geflammtem Ahorn mit Sunburst-Lackierung
  • Decke aus deutschem Fichtenholz
  • Ahorn-Buche-Ahorn-Hals mit original “Fat Neck“-Halsmaßen
  • Palisandergriffbrett mit 22 Bünden
  • 2 Höfner H510B “Diamond Humbucking”-Tonabnehmer
  • Höfner HA2-B-Elektronik
  • Inklusive Höfner-Formkoffer

Was sind wissenswerte Details zum Höfner Cavern Bass?

Wenn man nach Bildern von Paul McCartney googelt, sieht man den Beatles-Basser hauptsächlich mit seinem Höfner Violin-Bass von 1963, bei dem die Pickups weiter auseinanderliegen. Tatsächlich war sein erster Höfner aber das „Cavern“-Modell mit den in Richtung Hals verschobenen Pickups, und mit diesem Bass hat „Macca“ auch die ersten beiden Beatles-Alben und Hits wie „Love Me Do“, „She Loves You“ oder „Twist and Shout“ eingespielt.

Auf genau diesem Bass beruht unser heutiger Testkandidat, der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern. Die Position der beiden Pickups direkt am Griffbrettende ist dann auch das optische Hauptunterscheidungsmerkmal dieses Modells zu anderen Beatle-Bässen. Davon abgesehen besitzt er natürlich die typischen Merkmale der 500/1-Modelle: den charakteristischen, hohlen Korpus in Form einer Violine, eine kurze 30″-Mensur, sowie eine Lackierung im klassischen Sunburst.

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Fotostrecke: 4 Bilder Hier liegt das Schmuckstück …

Welche Hölzer kommen beim Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern zum Einsatz?

Boden und Zargen des H500/1-61-0 bestehen aus schick geflammtem Ahorn, während für die Decke ausgesuchtes Fichtenholz zum Einsatz kommt. Die Kanten ziert ein aufwändiges Binding in „Schwarz/Weiß/Schwarz“, und ein schickes Perloid-Pickguard macht den klassischen Look komplett.

Der Hals ist bis etwa zum 16. Bund in den Korpus eingeleimt und besteht aus drei Teilen: Zwei Streifen geflammten Ahorns wurden mit einem schmalen Streifen Buchenholz verleimt. Auf der Rückseite des klassischen Halsfußes sitzt eine kleine Platte aus Perloid – ein Detail, das man leicht übersieht, welches aber durchaus die Liebe zum Detail widerspiegelt, die Höfner bei der Fertigung seiner Modelle an den Tag legt. Bei manchen 500/1-Modellen findet sich hier auch ein Gurtpin, beim H500/1-61-0 Violin Bass Cavern verzichtet die Company allerdings darauf.

Das dunkelbraune Palisandergriffbrett ist mit 22 Bünden und einem Nullbund bestückt. Für die Orientierung auf dem Shorty sorgen runde Lagenmarkierungen aus Perlmutt. Aufgrund des Nullbundes dient der herkömmliche Sattel lediglich zur Saitenführung und hat keinerlei Einfluss auf den Klang. Er besteht aus drei Lagen Kunststoff und kommt passend zum Binding in einer „Weiß/Schwarz/Weiß“-Optik. Der Hals ist natürlich ebenfalls in Sunburst lackiert, wodurch die schöne Flammung des Ahorns besonders gut zur Geltung kommt.

Fotostrecke: 7 Bilder Die Verarbeitung unseres …

Welche Hardware besitzt der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern?

Wie es sich für ein Reissue-Modell gehört, ist der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern natürlich mit Flatwound-Saiten bespannt, die auf der schwarz lackierten, leicht nach hinten abgewinkelten Kopfplatte von vier Single Nickel „Rugby Ball“-Tunern aufgenommen werden. Dabei handelt es sich um offene Einzelmechaniken mit den charakteristischen „Rugby-Ball“-Flügeln aus Kunststoff, die dem Original von 1961 nachempfunden sind. Auf der Kopfplatte befindet sich natürlich auch – unter einer Plastikabdeckung – der Zugang zum Halsspannstab.

Am Korpus werden die Saiten von einer Stegkonstruktion aufgenommen, die im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht: Die Ballends sitzen in einem schwebenden, trapezförmigen Saitenhalter, der in einem an der Zarge befestigten Metallwinkel hängt. Auf dem Befestigungswinkel sitzt außerdem der hintere Gurtpin, der aus weißem Kunststoff besteht. Der eigentliche Steg wurde aus Ebenholz gefertigt und kann mit zwei Rändelschrauben in der Höhe justiert werden. Die Saiten laufen hier über kleine, in Rillen eingelassene Metallreiter, die versetzt angeordnet sind, um eine möglichst präzise Intonation zu gewährleisten.

Für den Sound sind natürlich zwei vernickelte Humbucker aus dem Hause Höfner zuständig, die im typischen 61er-Cavern-Spacing installiert wurden – sie sitzen also direkt am Griffbrettende mit einem Abstand von etwa 7 cm zueinander. Zum Einsatz kommen beim Cavern die historischen H510B „Diamond“-Mini-Humbucker, die sich von den später verwendeten Staple-Pickups vor allem durch ihre stärkere Wicklung unterscheiden und mit rund 12 kΩ einen deutlich höheren Gleichstromwiderstand aufweisen.

Geregelt wird der Sound über die traditionelle Höfner HA2-B-Elektronik, die für jeden der beiden Tonabnehmer einen eigenen Lautstärkeregler bereithält. Dazu kommen zwei Schalter, mit denen sich die Pickups jeweils einzeln in den Solobetrieb schalten lassen.

Die etwas ungewöhnliche Schalterlogik erschließt sich dabei recht schnell, wenn man die Bezeichnungen berücksichtigt: Mit dem Treble-Schalter auf „On“ wird ausschließlich der Stegtonabnehmer aktiviert, während der Bass-Schalter in der „On“-Position nur den Halstonabnehmer durchlässt. Etwas überraschend ist allerdings, dass bei beiden Schaltern in der „On“-Stellung überhaupt kein Ton mehr zu hören ist. Wer beide Pickups gleichzeitig nutzen möchte, muss deshalb beide Schalter in der Ausgangsstellung belassen und die gewünschte Mischung anschließend über die beiden Volume-Regler einstellen.

Für eine zusätzliche Lautstärkeanpassung sorgt der dritte Schalter mit der Bezeichnung „Rhythm/Solo“. In der Rhythm-Stellung ist das Signal laut Bedienungsanleitung rund 20% leiser und zudem werden die Höhen leicht abgesenkt, während der Solo-Modus das Signal entsprechend anhebt. Wie sich diese Unterschiede konkret bemerkbar machen, hören wir uns später in den Audiobeispielen an. Untergebracht ist die komplette Schalter- und Reglersektion auf einer schicken Kontrollplatte aus Perloid, die in Verbindung mit dem passenden Pickguard den klassischen 60er-Jahre-Look des Beatle-Basses bestens unterstreicht.

Die generelle Qualitätsanmutung und die Verarbeitung unseres Testmodells sind übrigens über jeden Zweifel erhaben. Der Bass wirkt extrem hochwertig und leistet sich weder bei der Lackierung noch bei der Holzkonstruktion oder der Bundierung irgendwelche Patzer – alles bewegt sich hier auf höchstem Niveau. Klar, das darf man aber natürlich auch erwarten, wenn man dafür 3000,- Euro über die Ladentheke schiebt.

Schön ist zudem der Formkoffer, in welchem der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern ausgeliefert wird. Er kommt mit einer eleganten Gewebeoptik und bietet etwas Stauraum für Kleinkram wie Kabel oder einen Clip-Tuner. Als Case-Candy gibt es ein Poliertuch, etliche Sticker, einen Inbusschlüssel für Einstellarbeiten und einen zweiten Gurtpin, den man nach Belieben am Bass anbringen kann. Außerdem liegt eine kleine Mappe bei, in der sich das Zertifikat samt Unterschrift des Erbauers, einige Fotos zur Geschichte von Höfner, und eine Anleitung zum Umgang mit der Elektronik befinden.

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Fotostrecke: 8 Bilder Dieses Bassmodell ist schon …

Wie ist das Handling des Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern?

Wer vom klassischen Longscale-E-Bass kommt, wird beim Höfner zunächst vor allem die ungewöhnlichen Dimensionen bemerken. Der Violin Bass ist extrem kompakt und leicht, was eine gewisse Kopflastigkeit praktisch unvermeidbar macht. Paul McCartney hat dieses Problem bei seinem Original übrigens auf ganz eigene Weise gelöst und den Gurt nicht am Halsfuß, sondern direkt an der Kopfplatte befestigt, wodurch der Bass deutlich stabiler in Spielposition hängt.

Wer dagegen den vorgesehenen Gurtpin am Halsfuß montiert, muss mit einer gewissen Kopflastigkeit leben und den Hals gegebenenfalls mit der Spielhand oder etwas Druck auf den Korpus in Position halten. Wirklich wild ist das Ganze allerdings nicht, denn mit seinen gerade einmal etwa 2,2 kg bringt der Cavern so wenig Gewicht auf die Waage, dass die leichte Dysbalance kaum ins Gewicht fällt.

Deutlicher bemerkbar machen sich dagegen die 30″-Mensur und das enge Stringspacing von 14 mm an der Brücke. Die kurze Mensur empfinde ich dabei als ausgesprochen angenehm: Die kurzen Abstände zwischen den Bünden machen Lagenwechsel sehr komfortabel und auch komplexere Läufe gehen entsprechend leicht von der Hand. An das enge Saiten-Spacing muss man sich dagegen erst einmal gewöhnen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit passt sich die Spieltechnik aber erstaunlich schnell an, und die ungewohnten Dimensionen geraten beim Spielen in Vergessenheit.

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
An die kurze Mensur und das geringe Gewicht gewöhnt man sich im Handumdrehen!

Die Halsmaße werden in den Spezifikationen als „Fat Neck” bezeichnet und in der Tat besitzt der Hals etwas mehr “Fleisch” als die meisten anderen Violin-Bässe. Wirklich fett oder gar klobig ist er jedoch keinesfalls – er liegt immer noch sehr angenehm in der Hand und ist super leicht spielbar! Positiv fällt zudem die Saitenspannung auf: Trotz der kurzen Mensur fühlt sich der Cavern dank der werksseitig aufgezogenen Flatwound-Saiten erfreulich straff an – genau so, wie ich es bei einem Shortscale-Bass eigentlich auch gerne habe.

Am Werkssetup gibt es überhaupt nichts zu meckern – der Bass kam mit einer angenehm flachen, sehr leicht zu spielenden Saitenlage bei mir an, sodass ich erfreulicherweise nicht selbst Hand anlegen musste. Spielt man den Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern rein akustisch, so wirkt der Sound deutlich mittiger und eine Spur topfiger als bei meinem Höfner HCT 500/1 CV aus fernöstlicher Fertigung.

Der Grund ist glasklar: Mein eigener Beatle Bass besitzt im Gegensatz zu unserem Testkandidaten einen Tonblock im Korpus, der deutliche Auswirkungen auf das Schwingungsverhalten und damit auch auf den Sound hat. Der Ton wird dadurch deutlich hörbar ebenmäßiger und straffer. Das ist weder ein Vor- noch ein Nachteil, sondern lediglich Geschmacksache. Die komplett hohle 61er Cavern Replika ist aufgrund des fehlenden Tonblocks zudem auch etwas leichter – die Differenz zu meinem preisgünstigen Cavern macht immerhin ganze 600g aus.

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Fotostrecke: 3 Bilder Man kann es drehen und wenden, wie man will: Der …

Sound: Wie klingt der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern?

Aber wie auch immer, jetzt hören wir uns anhand der folgenden Audiobeispiele an, wie der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern verstärkt klingt. Wir starten mit beiden Tonabnehmern und im Rhythm-Modus. Da der Treble-Pickup beim Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern ziemlich weit vorne sitzt, kann er logischerweise nicht so viele Hochmitten und Höhen übertragen wie ein Violin-Bass mit herkömmlichem Spacing. Mit beiden Tonabnehmern auf gleicher Lautstärke klingt er dementsprechend wunderbar solide und etwas sonorer als ein Beatle-Bass mit herkömmlichem Spacing. Ich bin genau deshalb ein Fan der Cavern-Modelle – und weil der Solo-Sound des Treble-Pickups viel praxistauglicher ist, dazu aber gleich noch mehr.

Der Soundunterschied zu meinem eigenen Cavern mit Tonblock relativiert sich beim verstärkten Sound tatsächlich etwas. Ja, der komplett hohle 61er klingt vielleicht etwas offener und luftiger, der Unterschied ist aber keineswegs riesig.

Audio Samples
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Beide PU, Rhythm

Nun kommt der versprochene Solo-Sound mit dem Treble-Pickup – abermals im Rhythm-Modus. Der Beatle-Bass klingt nun eine Spur straffer und weniger voluminös als mit beiden Pickups, was ich als schöne und absolut praxistaugliche Variante empfinde. Dieser Sound funktioniert natürlich auch wunderbar mit Plektrum, wie ihr im zweiten Beispiel hören könnt: Der stärkere Attack sorgt hier für eine noch bessere Durchsetzungskraft.

Audio Samples
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Treble-PU, Rhythm Treble-PU, Solo, Pick
Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern

Setzt man nur den Bass-Pickup am Hals ein, so klingt der Vioin-Bass noch etwas hohler und sonorer, weil hier die Mitten des Treble-Pickups fehlen.

Audio Samples
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Bass-PU, Rhythm

Laut Höfner liefert die Solo-Stellung neben dem Lautstärke-Boost auch etwas mehr Höhen als die Rhythm-Stellung. Dieser Unterschied ist für mich allerdings vernachlässigbar und nichts, was man im Bandkontext noch wahrnehmen würde. Cool klingt der H500/1-61-0 Violin Bass Cavern im Solo-Modus aber trotzdem: Hier ein Sound mit 100% Bass-Pickup und 50% Treble-Pickup im Solo-Modus:

Audio Samples
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Bass-PU: 100&, Treble-PU: 50%, Solo
Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern

Im letzten Beispiel habe ich die Saiten mit dem Daumen angeschlagen, wie es „Sir“ Paul ja ebenfalls gerne macht. Hier sind beide Pickups aktiv und die Elektronik steht abermals im Solo-Modus. Heraus kommt ein wunderbar voller und runder Basssound mit akustischen Vibes, der auch heutzutage noch – oder vielleicht wieder? – total modern klingt, wie ich finde.

Audio Samples
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Beide PU, Solo, Palm Muting

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern – das sind die Alternativen

FeaturesHöfner H500/1-61-0 Violin Bass CavernHöfner Vintage 500/1 62 MerseyHöfner H500/1-64-RLC-0 Violin Bass
Historisches Vorbild1961, McCartneys erster Höfner1962, zweiter Höfner von McCartney1964, Relic-Version des Violin Basses
Mensur30“30“30“
Elektronikpassiv, HA2-B, 2 × Volume, 2 × On/Off, Rhythm/Solopassiv, HA2-B, 2 × Volume, 2 × On/Off, Rhythm/Solopassiv, HA2-B, 2 × Volume, 2 × On/Off, Rhythm/Solo
Tonabnehmer2 × Höfner H510B „Diamond” Cavern Spacing2 × Höfner H511B „Staple Humbucking“2 × Höfner Staple Nickel Humbucker
KorpusGeflammter Ahorn, FichtendeckeRiegelahorn, FichtendeckeFichtendecke, Riegelahorn-Boden/-zargen, kein Pickguard, gealtertes Sunburst Finish
Halsdreiteilig Ahorn/Buche/Ahorn, Palisandergriffbrettzweiteilig Ahorn, Palisandergriffbrettdreiteilig Ahorn, Palisandergriffbrett
Kofferjajaja
Preis2999,- Euro2990,- Euro3490,- Euro
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Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Die klassischen Teacup-Regler sind absolut stylisch.

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern – Fazit

Der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern ist schon ein ziemlich faszinierendes Stück Bassgeschichte. Natürlich ist dieses Modell kein Instrument für jede Gelegenheit, dafür ist sein Konzept einfach zu speziell. Die kurze Mensur, das geringe Gewicht und die engen Saitenabstände sorgen für ein Spielgefühl, das sich deutlich von einem normalen E-Bass unterscheidet. Nach kurzer Eingewöhnung macht genau das aber richtig Spaß – der kleine Höfner lässt sich ausgesprochen leicht und flink spielen.

Seine eigentliche Stärke ist aber natürlich der Sound: Der 61er Cavern liefert wunderbar warm-holzige und leicht akustisch wirkende Vintage-Sounds, die sehr viel Charakter besitzen. Das spezielle Cavern-Spacing trägt seinen Teil dazu bei: Mit beiden Pickups klingt der Bass etwas sonorer und „körperhafter“ als seine Kollegen mit herkömmlicher Pickup-Anordnung. Außerdem liefert der Treble-Pickup im Solo-Betrieb einen absolut praxistauglichen Sound, der erstaunlich vielseitig einsetzbar ist.

Dazu gesellen sich eine Verarbeitung, die dem Preis absolut angemessen ist, ein hervorragendes Setup und ein hochwertiger Formkoffer mit passendem Case-Candy. Mit 2999,- Euro ist der Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern sicherlich für die meisten von uns kein Spontankauf. Wer aber genau diesen Sound und die historische Authentizität des ersten McCartney-Höfners sucht, bekommt hier eine ausgesprochen liebevoll gemachte Reproduktion. Und mal ehrlich: Einen Bass mit mehr Beatles-DNA dürfte man nur schwer finden – außer man kann eines der seltenen Originale ergattern (und bezahlen).

Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
Im Lieferumfang unseres Testbasses ist dieser schicke und stabile Koffer inbegriffen.
  • Technische Spezifikationen:
  • Hersteller: Höfner
  • Herstellungsland: Deutschland
  • Modell: Höfner H500/1-61-0 Violin Bass Cavern
  • Mensur: 30“
  • Korpus: hohl, Fichtendecke, Zarge und Boden aus geflammtem Ahorn, schwarz/weiß/schwarz-Binding, Sunburst Lackierung, White Pearl Pickguard
  • Hals: Set Neck-Knstruktion, Ahorn-Buche-Ahorn mit original “Fat Neck”-Halsmaße, Palisander-Griffbrett, 22 Bünde + Nullbund, 42mm am Sattel, Flatwound-Saiten
  • Hardware: Single Nickel “Rugby Ball“ Tuner, Kunststoffsattel, Saitenaufhängung Trapez Nickel, Ebenholz-Steg, Gurtpins aus Kunststoff
  • Tonabnehmer: 2 x Höfner H510B “Diamond Humbucking”-Tonabnehmer
  • Elektronik: Höfner HA2-B, 2 x Volume, Rhythm/Solo, Bass Solo, Treble Solo
  • Gewicht: ca. 2,2kg
  • Zubehör: Höfner-Formkoffer, Zertifikat, Putztuch, Sticker, Inbusschlüssel, Anleitung für Elektronik
  • Ladenpreis: 2.999,- Euro (Ladenpreis im Oktober 2026)
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