Ibanez MDM1600 & Ibanez MDM1606 Test

Mit der Mode-Serie hat Ibanez Anfang 2026 eine neue Bassreihe vorgestellt, die das klassische Jazz-Bass-Konzept mit modernen Features verbindet. In den bisherigen Tests konnten bereits der MDM1305 und der günstigere MDM1000 überzeugen und zeigten, dass die Japaner das Thema alles andere als halbherzig angegangen sind. Heute schauen wir uns die Serien-Topmodelle aus indonesischer Fertigung an: den viersaitigen Ibanez MDM1600 und den sechssaitigen Ibanez MDM1606. Auch hier kommen u.a. die Delta-S-Pickups, die Sonitech-S-Elektronik mit Hexa-Mid-System, 24 Edelstahlbünde sowie die ultraleichten AeroLight-Mechaniken zum Einsatz. Das auffälligste Merkmal der 1600er-Serie ist jedoch die Decke aus Maserpappel, die den Instrumenten einen deutlich edleren Auftritt verleiht. Ob sich die Spitzenmodelle der regulären Mode-Serie auch in der Praxis an die Spitze der Baureihe setzen können, klären wir im Test.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Der Ibanez MDM1600 und der MDM1606 (hinten) im ausgiebigen Test

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Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • überzeugende Jazz-Bass-Sounds von „klassisch“ bis „modern“
  • extrem flexibler Preamp mit sechs wählbaren Mittenfrequenzen
  • Tonblende auch im aktiven Betrieb nutzbar
  • hochwertige Optik mit Maserpappel-Decke
  • sehr hoher Spielkomfort und gelungene Ergonomie
  • geringes Gewicht bei sehr guter Balance
  • sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • -/-

Ibanez MDM1600 & Ibanez MDM1606 – das Wichtigste in Kürze

  • moderner J-Style-Bass der Ibanez Mode-Serie
  • 34“-Mensur
  • Erlekorpus mit Maserpappeldecke
  • geschraubter Hals aus geröstetem Ahorn mit Palisandergriffbrett
  • 24 Edelstahlbünde und fluoreszierende Side-Dots
  • brummfreie Delta S J-Pickups im J-Style-Format
  • Sonictech-S-Preamp mit Dreiband-EQ und Hexa-Mid-System
  • sechs anwählbare Mittenfrequenzen (250 Hz – 1000 Hz)
  • Push/Pull-Funktion für Aktiv-/Passivbetrieb
  • MR5S Mono-Rail-Brücke und Aero-Light-Mechaniken
  • Lieferung inklusive Gigbag
  • gefertigt in Indonesien

Was bewirkt den edlen Eindruck der Ibanez MDM1600/1606-Modelle?

Maserpappel gehört mittlerweile nicht mehr unbedingt zu den exotischen Geheimtipps unter den Deckenhölzern. Gerade in den letzten Jahren ist das Holz auch bei Instrumenten in moderateren Preisregionen immer häufiger anzutreffen. Nichtsdestotrotz sind die Decken meiner beiden Testbässe wirklich schön gemasert und verleihen den 1600er-Modellen einen ausgesprochen edlen Look mit einer ordentlichen Portion Boutique-Flair.

Die Vier- und Fünfsaiter-Versionen sind wahlweise in den Finishes „Deep Twilight“ und „Natural Mocha Low Gloss“ erhältlich, während der Sechser ausschließlich in Letzterem angeboten wird. Mir persönlich gefällt die Mocha-Variante sogar noch einen Tick besser. Da mir der Viersaiter in „Deep Twilight“ vorliegt, können wir uns im Rahmen dieses Doppeltests gleich beide Lackierungen anschauen.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 2 Bilder Die schicken transparenten Lackierungen über den …

Bei welchen Ibanez-MDM-Komponenten wurde das klassische Jazz-Bass-Konzept modernisiert?

Die Korpusform verrät ihre Jazz-Bass-Wurzeln zwar auf den ersten Blick, wurde von Ibanez aber an gleich mehreren Stellen modernisiert: Besonders auffällig ist das tief ausgeschnittene untere Korpushorn, das einen ungehinderten Zugang bis zum 24. Bund ermöglicht. Hinzu gesellt sich auch ein sehr flach gestalteter Halsübergang, der einem auch in den höchsten Lagen nicht den Weg versperrt.

Darüber hinaus gibt es großzügige Arm- und Bauchkonturen, sodass die Bässe überaus angenehm am Körper liegen und keinerlei Druckstellen verursachen. Bemerkenswert finde ich, dass Ibanez sowohl beim MDM1600 als auch beim deutlich breiteren MDM1606 im Wesentlichen auf die gleiche Korpusform setzt.

Gerade bei Sechssaitern ist das keine Selbstverständlichkeit, doch tatsächlich funktioniert das Konzept bei beiden Instrumenten erstaunlich gut: Der Vierer wirkt angenehm kompakt und handlich, während der Sechser trotz seiner zusätzlichen Saiten nicht unnötig wuchtig ausfällt. Dass Ibanez das Thema Ergonomie seit Jahrzehnten beherrscht, merkt man also auch den Topmodellen der Mode-Serie sofort an.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 8 Bilder Trotz ihrer eindeutigen …

Aus welchen Hölzern bestehen der Ibanez MDM1600 und der Ibanez MDM1606?

Bei der Holzauswahl setzt Ibanez bei den 1600er-Modellen auf die klassische Sixties-Kombination aus Erlekorpus, Ahornhals und Palisandergriffbrett, die gemeinhin für einen eher warmen und runden Grundcharakter steht. Der Hals besteht sowohl beim MDM1600 als auch beim MDM1606 aus geröstetem Maple und wurde ganz klassisch mithilfe von vier Schrauben am Korpus befestigt.

Im Palisandergriffbrett sitzen 24 Edelstahlbünde sowie schlichte weiße Dot-Inlays zur Orientierung. Ebenfalls mit an Bord sind die fluoreszierenden Side-Dots an der Griffbrettkante, die auf dunklen Bühnen tatsächlich sehr hilfreich sein können.

Die Halskrümmung wird über ein Trussrod-Wheel am Griffbrettende eingestellt. Das funktioniert schnell, unkompliziert und vor allem ohne die übliche Suchaktion nach dem passenden Werkzeug: Ein kleiner Metallstift zum Verstellen liegt den Bässen selbstverständlich bei.

Auch bei den Kopfplatten gibt es zwischen den beiden Testkandidaten keine nennenswerten Unterschiede. Form und Maße sind nahezu identisch – tatsächlich verwendet Ibanez bei Vier- und Sechssaiter annähernd dieselbe Headstock-Größe. Das Design selbst gefällt mir nach wie vor ausgesprochen gut, bewegt es sich doch gekonnt zwischen Tradition und Moderne. Es wirkt unterm Strich deutlich klassischer als viele andere Ibanez-Entwürfe, besitzt aber dennoch genügend Eigenständigkeit, um nicht beliebig zu erscheinen.

Bemerkenswert ist dabei, wie gut die Form bei beiden Instrumenten funktioniert. Dass dieselbe Kopfplatte sowohl auf einem Viersaiter als auch auf einem Sechssaiter stimmig wirkt, muss man erstmal hinbekommen.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 6 Bilder Unter der Maserpappeldecke der Bodies …

Über welche Hardware verfügen der Ibanez MDM1600 und der Ibanez MDM1606?

Bei der Bestückung der Kopfplatte gehen die beiden Modelle dann naturgemäß getrennte Wege – zumindest, was die Anzahl der Hardware-Komponenten betrifft: Beim MDM1600 kommen vier AeroLight-Mechaniken in klassischer Reihung zum Einsatz, während der MDM1606 dieselben Tuner in einer 3:3-Anordnung auf beiden Seiten der Kopfplatte beherbergt.

Die von Ibanez entwickelten Mechaniken machen ihrem Namen alle Ehre. Sie fallen erstaunlich leicht aus und tragen damit ihren Teil zu einer guten Balance der Instrumente bei. In der Praxis gibt es an den Tunern nichts auszusetzen: Sie laufen angenehm geschmeidig, arbeiten präzise und halten die Stimmung zuverlässig. Natürlich dürfen auch die Saitenniederhalter nicht fehlen. Beim Viersaiter kümmert er sich um die D- und G-Saite, beim Sechssaiter kommt er für die A- und G-Saite zum Einsatz.

Am Korpus werden die Saiten von der hauseigenen MR5S Mono-Rail-Brücke gehalten. Statt einer durchgehenden Konstruktion setzt Ibanez also auf einzelne Brückenelemente, die eine möglichst saubere Schwingungsübertragung und Entkopplung der Saiten gewährleisten sollen. Einstellen lassen sich natürlich Saitenlage und Intonation, darüber hinaus kann auch der Saitenabstand geringfügig angepasst werden.

Ab Werk kommt der MDM1600 mit einem String-Spacing von 19 mm, der MDM1606 ist auf angenehme 18 mm justiert. Die Ballends werden einfach von hinten in die einzelnen Segmente eingehängt, sodass ein Saitenwechsel schnell erledigt ist und ohne unnötiges Gefummel vonstatten geht.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 6 Bilder Hier noch ein Blick …

Mit welchen Tonabnehmern sind der Ibanez MDM1600 und der Ibanez MDM1606 ausgestattet?

Für den verstärkten Sound sind auch bei den 1600er-Modellen die hauseigenen Delta-S-Pickups zuständig. Die Tonabnehmer sehen zwar aus wie klassische Singlecoils, arbeiten aber brummfrei. Die typischen Nebengeräusche J-Bass-Pickups sind bei den Mode-Bässen also kein Thema. Nett gemacht sind außerdem die geschwärzten Polepieces. Das ist natürlich nur ein Detail, passt aber hervorragend zur schwarzen Hardware-Ausstattung der beiden Testbässe.

Die Elektronik fällt spannend aus: Wer einen Blick auf das Reglerfeld wirft, ahnt bereits, dass hier deutlich mehr möglich ist als beim herkömmlichen Jazz Bass. Neben Lautstärke, Balance-Regler und einer passiven Tonblende, die praktischerweise auch im Aktivbetrieb funktioniert, stehen ein aktiver Dreiband-EQ sowie die umfangreiche Mittensektion der Sonictech-S-Elektronik zur Verfügung.

Das sogenannte Hexa-Mid-System funktioniert wie folgt: Über den Dreiwegschalter auf der Decke lassen sich zunächst Tiefmitten, Mitten oder Hochmitten anwählen, die man dann mit dem Mittenregler anheben oder absenken kann. Ein zusätzlicher Mini-Switch auf der Rückseite verschiebt diese Frequenzen anschließend noch einmal in einen tieferen Bereich. Dadurch stehen insgesamt sechs verschiedene Mittenfrequenzen zur Verfügung: 250 Hz, 450 Hz und 850 Hz in der einen sowie 350 Hz, 600 Hz und 1 kHz in der anderen Schalterstellung.

Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas komplex, eröffnet in der Praxis aber enorm viele Möglichkeiten zur Klanggestaltung. Ob und wie gut das Ganze funktioniert, schauen wir uns später im Praxisteil noch genauer an. Versorgt wird die Elektronik von einer 9-Volt-Batterie im separaten Batteriefach auf der Rückseite. Bei Bedarf lassen sich beide Bässe aber auch komplett passiv betreiben. Dazu zieht man einfach am Tonpoti und umgeht den aktiven EQ.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 10 Bilder So sehen die brummfreien …

Was gehört zum Lieferumfang des Ibanez MDM1600 und des Ibanez MDM1606?

Zum Lieferumfang gehören neben den beiden Bässen eine Ibanez-Gigbag, das notwendige Einstellwerkzeug, sowie eine Ramp aus schwarzem Holz. Letztere kann bei Bedarf zwischen den Pickups montiert werden und sorgt dafür, dass sich der Abstand zu den Saiten über den gesamten Spielbereich zwischen Hals- und Steg-Pickup gleichmäßiger anfühlt. Eine nette Dreingabe, die man in dieser Preisklasse nicht unbedingt erwarten würde.

Die Gigbag selbst bietet mit zwei großzügigen Außentaschen reichlich Platz für Kabel, Noten und sonstiges Zubehör. Für den normalen Musikeralltag reicht sie absolut aus. Wer seinen Bass allerdings regelmäßig Gepäckabfertigungen, Tourbussen oder anderen Härteprüfungen aussetzt, dürfte mit einer stärker gepolsterten Gigbag oder einem stabilen Case ruhiger schlafen.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 3 Bilder Alle MDM-Bässe der Serie werden …

Wie unterscheidet sich das Handling des Ibanez MDM1606 vom Ibanez MDM1600?

Eigentlich sollte man meinen, dass zwischen dem Viersaiter und dem Sechssaiter ein deutlich größerer Gewichtsunterschied liegt, bringt doch der MDM1606 einen breiteren Hals, mehr Hardware und einen größeren Korpus mit. Bei meinen Testbässen fällt die Differenz allerdings überraschend gering aus: Gerade einmal 400 Gramm trennen die beiden Instrumente. Der Ibanez MDM1600 bringt lediglich 3,6 kg auf die Waage, der MDM1606 kommt auf glatte 4 kg. Beide Kandidaten gehören damit definitiv zur leichteren Fraktion, was schon einmal eine gute Basis für hohen Spielkomfort schafft.

Noch wichtiger als das Gewicht ist allerdings die Balance – schließlich nützt der leichteste Bass wenig, wenn die Kopfplatte ständig Richtung Boden strebt. Zum Glück gibt es auch hier nur Positives zu berichten: Der MDM1600 hängt perfekt ausbalanciert am Gurt und steht ebenso stabil auf dem Oberschenkel. Beim MDM1606 zeigt sich zwar eine minimale Tendenz zur Kopflastigkeit, diese fällt in der Praxis jedoch kaum ins Gewicht. Die AeroLight-Mechaniken scheinen ihren Job also bestens zu machen.

Die grundsätzliche Ergonomie der Mode-Serie habe ich bereits in den vorangegangenen Tests gelobt, und das gilt auch für die beiden 1600er-Modelle. Natürlich wirkt der MDM1606 durch den größeren Korpus etwas ausladender als der extrem kompakte und agile MDM1600, und auch der Hals des Sechssaiters ist logischerweise deutlich breiter. Dank des String-Spacings von 18 mm hat man aber auch hier nicht Gefühl, ein Surfbrett unter den Fingern zu haben, zumal das Halsprofil erfreulich flach ausfällt.

Bei beiden Instrumenten sind sowohl die tiefsten als auch die höchsten Lagen problemlos erreichbar. Das weit ausgeschnittene untere Korpushorn und der extrem flach gestaltete Halsansatz machen sich hier deutlich bemerkbar. Akkorde, Doublestops oder schnelle Sololicks gehen dank der modernen Griffbrettradien von 12 beziehungsweise 20 Zoll angenehm leicht von der Hand. Dazu kommt die wunderbar glatte Haptik der matt lackierten Halsrückseiten – echte Handschmeichler!

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 3 Bilder Geringes Gewicht und …

Wie ist das Werks-Setup des Ibanez MDM1600 und des Ibanez MDM1606?

Die Setups meiner Testbässe waren allerdings leider nicht perfekt. Da es sich um Vorführinstrumente handelte, die bereits durch einige Hände gegangen sind, lässt sich schwer sagen, ob hier bereits nachjustiert und ggf. „verschlimmbessert“ wurde. Was zählt, ist: Ich konnte bereits mit wenigen Handgriffen Halskrümmung und Saitenlage problemlos nach meinen Vorstellungen einstellen. Eine bequeme, flache Saitenlage war bei beiden Bässen ohne Probleme realisierbar.

Die Bundierungen beider Bässe wurden insgesamt ordentlich ausgeführt, erreichen allerdings nicht ganz das enorm beeindruckende Niveau meines zuvor getesteten Ibanez MDM1305. Wie bei industriell gefertigten Instrumenten üblich, scheint es also auch hier durchaus gewisse Streuungen innerhalb der Fertigungsqualität zu geben. Abgesehen davon hinterlassen beide 1600er-Modelle aber immer noch einen sehr ordentlichen Eindruck: Verarbeitung, Passungen und Hardware bewegen sich auf einem Niveau, das dem aufgerufenen Preis absolut angemessen ist. Rein spieltechnisch machen beide Bässe also eine ausgezeichnete Figur!

Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 2 Bilder Auch wenn es kleinere Streuungen innerhalb der Fertigung gibt – das Verarbeitungsniveau ist …

Sound: Wie klingen der Ibanez MDM1600 und der Ibanez MDM1606?

Akustisch hinterlassen beide Bässe im „Trockenmodus“ ohne Amp einen guten Eindruck: Beide sprechen schnell an, schwingen gleichmäßig aus und zeigen keine auffälligen Deadspots. Beste Voraussetzungen also für die nun folgenden Audiobeispiele.

Leider waren die Saiten auf meinen Testbässen nicht mehr ganz frisch – ich hatte ja bereits erwähnt, dass es sich um Vorführinstrumente handelt. Das sind natürlich nicht die idealen Voraussetzungen, um den Sound und das volle Klangpotenzial zu beurteilen. Dennoch lässt sich schon gut erkennen, wohin die klangliche Reise bei den 1600er-Modellen geht, denn aus der Grundausrichtung machen die Bässe nun wahrlich keinen Hehl: klassischer 60’s Jazz Bass mit einem dezenten modernen Einschlag ist hier angesagt!

Beide Instrumente liefern einen wunderbar runden, warmen und ausgewogenen Ton mit kräftigem Fundament und guter Durchsetzungskraft. Im oberen Bereich klingen sie erwartungsgemäß nicht ganz so offen und glasig wie ein traditioneller Jazz Bass mit echten Singlecoils, was sicherlich auch auf die brummfreien Delta-S-Pickups zurückzuführen ist.

Der Ibanez MDM1600 wirkt dabei insgesamt etwas lebendiger und spricht einen Tick direkter an als der sechssaitige MDM1606. Das überrascht angesichts der größeren Masse des Sechssaiters allerdings nicht wirklich. Im folgenden Beispiel hört ihr beide Bässe nacheinander im Passivbetrieb, mit voll geöffneter Tonblende und dem Balance-Regler in Mittelstellung.

Audio Samples
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1600 passiv, beide PU, Ton: 100% 1606 passiv, beide PU, Ton: 100%
Ibanez MDM1600/MDM1606
Fotostrecke: 2 Bilder Ibanez MDM1606

Wir belassen den Balance-Regler einfach mal in der Mittelstellung und hören uns an, was mit dem üppigen Preamp der Mode-Bässe so alles möglich ist. Im nächsten Clip habe ich den Sechssaiter mit einem deutlichen Bass- und Höhenboost aufgenommen. Der Sound wirkt dadurch spürbar breiter und brillanter. Gleichzeitig lässt sich mit dem Höhenregler auch ein Teil des Höhenverlusts der nicht mehr ganz frischen Saiten kompensieren, wie man recht gut hören kann.

Im darauffolgenden Beispiel fallen die Anhebungen bei Bässen und Höhen etwas moderater aus: Hier habe ich die Mitten bei 1 kHz ordentlich geboostet, um dem Fingerstyle-Sound mehr Biss und Durchsetzungskraft zu verleihen – funktioniert 1a!

Im dritten Clip hört ihr schließlich den Viersaiter im Slap-Einsatz. Für den knackigen Sound habe ich erneut Bässe und Höhen angehoben. Zusätzlich kommen die Hochmitten ins Spiel – diesmal allerdings bei 850 Hz abgesenkt, um den Scoop-Charakter noch etwas stärker herauszuarbeiten.

Audio Samples
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1606, beide PU, Bass-Boost: 50%, Treble-Boost: 40% 1606, beide PU, Bass-Boost: 40%, Mid-Boost @ 1 kHz: 60%, Treble-Boost: 20% 1600, beide PU, Bass-Boost: 60%, HiMid-Cut @ 850Hz: 20%, Treble-Boost: 40%

Der Ibanez MDM1600 kommt zwar mit einer schicken Boutique-Optik daher, kann bei Bedarf aber durchaus auch die Rock-Keule schwingen. Für das nächste Beispiel habe ich auf den Halstonabnehmer geblendet und den hervorragend abgestimmten EQ bemüht, um dem Sound etwas mehr Präsenz und Durchsetzungskraft zu verleihen. Die Bässe sind dezent angehoben, die Mitten bei 450 Hz um etwa 30% geboostet, und die Höhen schließlich auf rund 70% aufgedreht. Das Ergebnis ist ein sehr direkter und durchsetzungsfähiger Sound, der sich im Bandgefüge sicher nicht verstecken muss.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Was für ein tolles Holz!

Danach wird es deutlich entspannter: Verpasst man dem Ibanez MDM1600 eine ordentliche Portion Tiefmitten und dreht die Tonblende komplett zu, so erhält man einen wunderbar soften und warmen Vintage-Sound. Dass die Tonblende auch im Aktivbetrieb funktioniert, ist für mich ein echtes Plus. Hinzu kommt, dass sie hervorragend abgestimmt ist: Die Höhen lassen sich sehr feinfühlig dosieren und ganz zugedreht sorgt ein dezenter Mitten-Boost für zusätzlichen Charakter.

Im dritten Clip hört ihr schließlich den Halstonabnehmer des MDM1606 mit kräftigem Bass-Boost und halb zugedrehter Tonblende. Auch hier zeigt sich, wie flexibel sich die Mode-Bässe mit wenigen Handgriffen an unterschiedliche musikalische Situationen anpassen lassen.

Audio Samples
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1600, Neck-PU, Bass-Boost: 10%, Mid-Boost @ 450Hz: 30%, Treble-Boost: 70% 1600, Neck-PU, Mid-Boost @ 250Hz, Tonblende: geschlossen 1606, Neck-PU, Bass-Boost: 70%, Tonblende: 50%

In den beiden letzten Beispielen hören wir uns einmal an, wie man die Stegtonabnehmer-Sounds mit dem flexiblen Sonictech-EQ aufmöbeln kann. Beim Viersaiter habe ich die Bässe für ein satteres Fundament deutlich angehoben und die Höhen komplett aufgedreht.

Das Ergebnis ist ein extrem direkter Sound für Situationen, in denen der Bass auch mal im Vordergrund stehen darf. Beim Ibanez MDM1606 habe ich die Höhen etwas zurückhaltender dosiert, dafür aber die Mitten bei 600 Hz angehoben, um den „Knurrfaktor“ zu erhöhen – funktioniert bestens!

Audio Samples
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1600, Bridge-PU, Bass-Boost: 80%, Treble-Boost: 100% 1606, Bridge-PU, Bass-Boost: 80%, Mid-Boost @ 600Hz: 40%, Tonblende: 70%
Ibanez MDM1600/MDM1606
Ibanez MDM1606

Ibanez MDM1600/1606 – das sind die Alternativen

FeaturesIbanez MDM1606-NMLMarcus Miller F10-6 NTSadowsky MetroExpress 24-Fret 6 RM OW
Mensur34“34“34“
ElektronikSonitech S Preamp, 3-band EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System mit sechs anwählbaren Mittenfrequenzen, passive TonblendeMarcus Heritage-3 Preamp mit Mittenfrequenzregler2-Band-EQ
TonabehmerDelta S6JMarcus Pure-H Revolution Humbucker (Hals und Steg)passive, brummfreie Sadowsky J-Style Singlecoils
KorpusErle mitMaserpappeldeckeSumpfesche mit MaserpappeldeckeOkoume
Halsgeschraubt, gerösteter Ahorn, PalisandergriffbrettDurchgehend Ahorn/Mahagoni, Ebenholzgriffbrettgerösteter Ahorn geschraubt, Griffbrett aus geröstetem Ahorn
inklusive Gigbag/Kofferja, Gigbagja, Kofferja, Sadowsky Portabag
Preis1.499,- Euro1.699,- Euro1.169,- Euro
Ibanez MDM1606 – Alternativen
Affiliate Links
Ibanez MDM1606-NML
Ibanez MDM1606-NML
Kundenbewertung:
(1)
Marcus Miller F10-6 NT
Marcus Miller F10-6 NT
Kundenbewertung:
(6)
Sadowsky MetroExpress 24-Fret 6 RM OW
Sadowsky MetroExpress 24-Fret 6 RM OW Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Ibanez MDM1600/MDM1606
Ibanez MDM1606
FeaturesIbanez MDM1600-NMLMarcus Miller V10DX-4 TSSadowsky MetroExpress 22-Will Lee BL
Mensur34“34“34“
ElektronikSonitech S Preamp, 3-band EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System mit sechs anwählbaren Mittenfrequenzen, passive TonblendeMarcus Heritage-3 Preamp mit Mittenfrequenzregler2-Band-EQ
TonabehmerDelta S4JMarcus Premium J-Revolution Singlecoilspassive, Sadowsky J-Style Singlecoils
KorpusErle mit MaserpappeldeckeSumpfesche mit RiegelahorndeckeOkoume
Halsgeschraubt, gerösteter Ahorn, Palisandergriffbrettgeschraubt, gerösteter Ahorn, Riegelahorngriffbrettgerösteter Ahorn geschraubt, Moradogriffbrett
inklusive Gigbag/Kofferja, Gigbagja, Kofferja, Sadowsky Portabag
Preis1.299,- Euro1.329,- Euro1.249,- Euro
Ibanez MDM1600 – Alternativen
Affiliate Links
Ibanez MDM1600-CTL
Ibanez MDM1600-CTL Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Marcus Miller V10DX-4 TS
Marcus Miller V10DX-4 TS
Kundenbewertung:
(2)
Sadowsky MetroExpress 22-Will Lee BL
Sadowsky MetroExpress 22-Will Lee BL Bisher keine Kundenbewertung verfügbar
Ibanez MDM1600/MDM1606
Ibanez MDM1600

Ibanez MDM1600 & Ibanez MDM1606 – Fazit

Auch die beiden Topmodelle der Ibanez Mode-Serie verbinden erwartungsgemäß klassische Jazz-Bass-Tugenden mit modernen Features, hohem Spielkomfort und einer extrem flexiblen Elektronik, die in dieser Form nicht allzu oft anzutreffen ist. Dazu kommt die edle Maserpappel-Decke, die den Instrumenten einen hochwertigen Boutique-Look verleiht – das Auge isst ja schließlich mit!

Besonders beeindruckt hat mich der Spielkomfort beider Instrumente: Der Ibanez MDM1600 spielt sich nahezu von selbst und zählt ohne Frage zu den bequemsten Viersaitern seiner Preisklasse. Noch bemerkenswerter ist allerdings der MDM1606: Sechssaiter gelten nicht gerade als ergonomische Musterknaben, doch Ibanez hat hier einen Bass geschaffen, der trotz seiner sechs Saiten erstaunlich leicht ausfällt und sich deutlich unkomplizierter spielt, als man es von vielen Vertretern dieser Gattung gewohnt ist. Tatsächlich gehört der Ibanez MDM1606 zu den komfortabelsten Sechssaitern, die ich bislang testen durfte!

Klanglich orientieren sich beide Instrumente klar am klassischen 60’s-Jazz-Bass-Sound, liefern dank der gelungenen Delta-S-Pickups aber gleichzeitig genügend Eigenständigkeit und moderne Alltagstauglichkeit. Die hervorragend abgestimmte Sonictech-S-Elektronik erweitert das Spektrum noch einmal erheblich und macht aus beiden Bässen echte Allzweckwaffen, die sich problemlos an unterschiedlichste musikalische Anforderungen anpassen lassen. Natürlich gibt es auch hier kleinere Schwankungen bei Setup und Bundierung, wie sie bei industriell gefertigten Instrumenten nun einmal üblich sind. Abgesehen davon leisten sich die beiden Testkandidaten jedoch keinerlei echte Schwächen.

Bleibt noch der Preis: Gemessen an Ausstattung, Spielkomfort, Klangqualität und Verarbeitungsniveau halte ich die MDM1600-Modelle von Ibanez für ausgesprochen attraktiv kalkuliert. So viel Bass bekommt man heutzutage nicht allzu oft für sein Geld. Wer einen modernen Jazz Bass mit enormer klanglicher Bandbreite, hervorragender Ergonomie und schicker Boutique-Bass-Optik sucht, sollte die Topmodelle der Mode-Serie daher unbedingt auf seine Anspielliste setzen.

Ibanez MDM1600/MDM1606
Ibanez MDM1600 & Ibanez MDM1606
  • Technische Spezifikationen:
  • Ibanez MDM1600 DTW
  • Hersteller: Ibanez
  • Modell: MDM1600 DTW
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Mensur: 34“
  • Korpus: Erle, Maserpappeldecke
  • Hals: geschraubt, gerösteter Ahorn, Griffbrett aus Palisander, 24 Stainless-Steel Bünde, fluoreszierende Side-Dots
  • Hardware: MR5S Mono-Rail Brücke, 19mm, Aero-Light Stimmmechaniken
  • Tonabnehmer: Zwei Delta S4J Pickups
  • Elektronik: Ibanez Sonitech S Preamp, 3-band EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System mit sechs anwählbaren Mittenfrequenzen, passive Tonblende
  • Saiten: D’Addario® EXL165
  • Gewicht: 3,6 kg
  • Zubehör: Gigbag, Einstellwerkzeug, Ramp
  • Ladenpreis: 1279,- Euro (Ladenpreis im August 2026)
  • Ibanez MDM1606 NML
  • Hersteller: Ibanez
  • Modell: MDM1606 NML
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Mensur: 34“
  • Korpus: Erle, Maserpappeldecke
  • Hals: geschraubt, gerösteter Ahorn, Griffbrett aus Palisander, 24 Stainless-Steel Bünde, fluoreszierende Side-Dots
  • Hardware: MR5S Mono-Rail Brücke, 19mm, Aero-Light Stimmmechaniken
  • Tonabnehmer: Zwei Delta S6J Pickups
  • Elektronik: Ibanez Sonitech S Preamp, 3-band EQ mit Bypass Switch (Push/Pull), Hexa Mid System mit sechs anwählbaren Mittenfrequenzen, passive Tonblende
  • Saiten: D’Addario® EXL165 +0,32/.130
  • Gewicht: 4 kg
  • Zubehör: Gigbag, Einstellwerkzeug, Ramp
  • Ladenpreis: 1499,- Euro (Ladenpreis im August 2026)

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  • Ibanez MDM1600 and MDM1606: Perfect modern bassguitars! #shorts #bass #ibanez #ibanezmdm #jazzbass
  • Ibanez MDM1600 & MDM1606 - Sound Demo (no talking)
  • Harley Benton MV-4JB BassTheWorld: Crazy cheap (yet killer!) Jazz Bass! #harleybenton #basstheworld