Mit dem Nomad schickt Kala einen U-Bass ins Rennen, bei dem der Fokus kompromisslos auf das Wesentliche gerichtet ist. Als günstigstes Modell der U-Bass-Familie positioniert sich der Nomad als attraktiver Einstieg in die faszinierende Welt der Bass-Ukulelen, ohne dabei auf den typischen, erstaunlich voluminösen U-Bass-Sound verzichten zu müssen. Der in Fernost gefertigte Vertreter der Acoustic-Electric-Serie besteht vollständig aus Mahagoni und ist mit einem Piezo-Tonabnehmer samt aktiver Elektronik ausgestattet, die neben einem Dreiband-EQ auch ein integriertes Stimmgerät an Bord hat. Ob Kalas bewusst reduziertes No-Frills-Konzept in der Praxis aufgeht und wie sich der Nomad klanglich schlägt, klärt der folgende Test.

- voluminöser Sound mit akustischer Note
- integriertes Stimmgerät
- sehr leicht zu transportieren
- ordentliche Verarbeitung
- günstiger Preis
- inklusive Gigbag
- gewöhnungsbedürftige Handhabung

Kala U-Bass Nomad: leicht, schnörkellos, preisgünstig
Der Nomad versteht sich als preisgünstiges Einstiegsmodell der U-Bass-Serie, auf eine Gigbag muss man deswegen allerdings nicht verzichten. Die leicht gepolsterte Tasche ist mit Rucksackriemen und einer Fronttasche ausgestattet und bietet ausreichend Schutz für den Transport in den Proberaum oder zum Gig.
Optisch gibt sich der Nomad betont zurückhaltend und verzichtet konsequent auf jegliche dekorativen Spielereien. Keine Bindings oder dekorativen Intarsien – stattdessen ein nüchtern-funktionaler Auftritt, der den puristischen Ansatz unterstreicht.
Mit gerade einmal 1,2 kg kann man den Kala U-Bass durchaus als Fliegengewicht bezeichnen; entsprechend kompakt fallen auch seine Maße aus: Rund 75 cm Gesamtlänge inklusive Gurtpin und lediglich 26 cm Korpusbreite unterstreichen den extrem handlichen Charakter des Instruments. Die Mensur liegt denn auch bei gerade einmal 53 cm und damit deutlich unter den gewohnten Dimensionen eines klassischen E-Basses – eine Longscale-Mensur misst bekanntlich stolze 86,4 cm!
Aus welchen Hölzern besteht der Kala U-Bass Nomad?
Sowohl der Korpus als auch der Hals bestehen vollständig aus Mahagoni, dessen rötlich schimmernde Maserung durch das dezentes Satin-Finish gut zu erkennen ist. Als Griffbrettmaterial kommt Palisander um Einsatz, bestückt mit 16 sauber eingesetzten Bünden sowie runden Positionsmarkierungen.
Der Halspannstab sitzt am Griffbrettende und ist durch das Schalloch leicht zugänglich, falls die Krümmung mal korrigiert werden muss. Erwähnenswert ist zudem, dass Kala den Nomad ausschließlich in einer bundierten Ausführung anbietet – wer eine Fretless-Variante sucht, muss zum etwas teureren Scout-Modell der Mahagoni-U-Bass-Serie greifen.
Mit welcher Hardware ist der Kala U-Bass Nomad ausgestattet?
Für eine Bass-Ukulele ist per se keine opulente Hardware-Ausstattung erforderlich, und so setzt Kala beim Nomad auf zweckmäßige, ordentlich verarbeitete Komponenten. Auf der kompakten Kopfplatte verrichten vier Druckgussmechaniken aus eigener Fertigung zuverlässig ihren Dienst.
Die Saiten werden über einen NuBone-Sattel von Graph Tech geführt und am Korpusende in einem Palisandersteg mit Einlage aus Kunststoffmaterial gelagert.
Welche Saiten verwendet Kala beim U-Bass Nomad?
Bespannt ist der U-Bass mit Aquila Thunderblack Saiten aus dem eigens für Bass-Ukulelen entwickelten elastischen Thundergut-Material. Aufgezogen werden sie über eine Öffnung auf der Korpusrückseite, die durch eine verschraubte Abdeckung geschützt ist.
In der Praxis dürfte ein Saitenwechsel allerdings nur selten notwendig werden, da die flexiblen Saiten bei normalem Umgang äußerst reißfest sind und ihre klanglichen Eigenschaften über einen langen Zeitraum – in der Praxis reden wir hier durchaus von mehreren Jahren – hinweg bewahren.
Kala U-Bass Nomad: Pickupsystem und Elektronik
Für die elektrische Abnahme sind Piezo-Elemente in der Brücke und ein kleiner Preamp mit Dreiband-Equalizer zuständig. Der Preamp sitzt in der oberen Zarge, sodass alles Regler bequem zugänglich sind. Der Sound lässt sich über drei Regler zur Anpassung von Bass-, Mitten- und Höhen formen, und für die Lautstärke ist der Volume-Regler zuständig.
Ein sehr nützliches Feature ist zudem das zusätzlich integrierte chromatische Stimmgerät, das per separatem Schalter aktiviert wird und welches auf einem kleinen Display Tonname und Abweichung anzeigt.
Die Stromversorgung übernehmen zwei CR2032-Knopfzellen, die in einem eigenen Batteriefach an der unteren Zarge direkt neben der Klinkenbuchse untergebracht sind. Neigt sich die Batterieleistung dem Ende entgegen, macht eine LED im Bedienpanel rechtzeitig darauf aufmerksam.
Unterm Strich muss ich sagen: An der Verarbeitung des Kala Nomad FS gibt es rein gar nichts zu meckern. Hardware und Elektronik funktionieren einwandfrei und auch handwerklich ist bei meinem Testmodell alles in Ordnung – keinerlei ungenaue Spaltmaße, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge trüben hier den guten Eindruck!









