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Mayer EMI MD850 Vibes Test: Synth-Powerhouse für die einsame Insel?

Vier dicke Synth-Parts, ein ausgewachsener Mixer, dazu jede Menge Sample-Drums und ein fetter Sequenzer: Mayer EMIs MD850 Vibes ist mehr als Desktop-Synthesizer oder Groovebox; aber für wen eigentlich genau !?

Highlights Mayer EMI MD850
Mayer EMI MD850 Vibes: Turbo-Linux für die einsame Insel im Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • Breiter, warmer und organischer Grundsound mit viel Bewegung im Stereofeld
  • Dickes Synth OS: Wavetable, VA und Resonator mit Dual-Filter
  • 24 Stereo-Stimmen, vierfach multitimbral, viele Effekte
  • umfangreicher Mixer mit zwei Bussen und External In
  • Clip-Matrix: programmierbar über WLAN, Browser, Ipad
  • 64 Step Arp mit drei CV-Lanes
Contra
  • Preset/Performance-Organisation nicht musikalisch/intuitiv

Highlights Mayer EMI MD850:

  • Was ist der Mayer EMI MD850 Vibes? Vieles! Vier Synth-Parts, Sample-Drums, Clip-Launcher und umfangreicher Effektmixer im Desktop-Format, umfangreiche 64-Step-Arpeggiatoren sowie Split- und Layer-Funktionen für Performer
  • Was zeichnet die Klangerzeugung aus? Bis zu 24-stimmige Wavetable-, virtuell-analoge und Resonator-Synthese. Von den Oszillatoren über die beiden Filter bis zu den Effekten ist der Synth konsequent Stereo
  • Wie wird der Vibes bedient? Über Touchscreen, farbcodierte Encoder und frei belegbare Makros. VibesConnect ergänzt die Hardware um eine Browser-Oberfläche für Mixer, Soundverwaltung und komfortables MIDI-Clip-Editing auf Laptop oder Tablet
  • Für wen ist der MD850 Vibes interessant? Für Keyboarder, Sounddesigner und Live-Performer

MD850: Vierfach multitimbral, konsequent Stereo, 24 Stimmen

Der Mayer EMI MD850 Vibes ist ein vierfach multi-timbraler und digitaler Synthesizer mit bis zu 24 Stimmen; das sind acht mehr als beim eingestellten großen MD900. Der Signalweg bleibt von den Oszillatoren über die Filter bis zu den Effekten konsequent in Stereo. Die Wandlung erfolgt mit 24 Bit bei 48 kHz sowohl rein als auch raus, Latenz ist nicht spürbar.

Voice-Übersicht

Pro Part stehen zwei Haupt-Oszillatoren mit aktuell Wavetable-, virtuell-analoger und Resonator-Synthese bereit, ergänzt um einen weiteren Noise bzw. Multi-Sample Oszillator. Synthese/Sample-Hybrid ist er also auch, da schau her.

Summiert durchlaufen diese drei Stereo-Quellen pro Part nun zwei parallele Multimode-Filter; dazu gibts individuelle Hüllkurven, Amps sowie Waveshaper und jede Menge weitere Effekte für die Klangformung.

Modulations wie beim Modular?!

Drei LFOs und die umfangreiche Mod-Matrix hauchen jedem Part dabei Leben ein. Bei homogener Stimmverteilung bleiben so sechs Voices pro Part. Supersaw gibt es nicht, dafür reichlich variable Wellenformen, FM und AM Optionen sowie umfangreiche Instabilität für´s analoge Feel! Mit über 200% Prozent artete das bereits lässig in Chorus-artiges aus.

Vintage gibt es von 0 bis 200% und mit allerlei Profilen.

Bei Pads, mäandernden Flächen und knorrigen Texturen spielt das Zusammenspiel aus Kontrolle und gezielt provoziertem Chaos seine Stärken besonders aus. Auch die Auswahl an Filtern nach analogem Vorbild ist riesig: Zwischen Moog und Oberheim ist reichlich vertreten – für mich ohnehin die einzig relevanten Filtercharaktere. Alles andere ist vernachlässigbar. Noch geiler wären echte analoge Filter – selbst wenn dafür die Auswahl schrumpfen müsste. Aktuell schaut’s so aus:

  • LP24: Stereo Butterworth Tiefpass Filter 24dB
  • MG LD12: Moog-Style Transistor Ladder Tiefpass 12dB
  • MG LD24: Moog-Style Transistor-Leiter-Tiefpass 24dB
  • MG_VCF_LP: Moog-Style VCF Tiefpass 12dB
  • MG_VCF_BP: Moog-Style VCF Bandpass 12dB
  • MG_VCF_HP: Moog-Style VCF Hochpass 12dB
  • SEM_LP12: Curtis-Style Tiefpass 12dB
  • SEM_BP12: Curtis-Style Bandpass 12dB
  • SEM_HP12: Curtis-Style Hochpass 12dB
  • SEM_NS12: Curtis-Stil Notch 12dB
  • KG35_LP: legendärer Korg 35 (MS20)-style Filter Tiefpass 12db

Parts A–D: Makros, Filter und viel Spielraum

Das Umschalten und Performen der Parts steht im Mittelpunkt der edlen Bedienoberfläche. Seitenteile aus Vollholz unterstreichen den hochwertigen Eindruck, die Tasten klicken angenehm, und das Gehäuse wirkt solide – ohne das hohle Klappern, das mir bei Elektron-Geräten öfter begegnet.

Parts & Macros

Der Touchscreen wirkt mit seinen technisch-nüchternen Visualisierungen etwas spröde – gefälliger dürfte das schon sein, aber das ist Geschmackssache. Immerhin lässt er sich auch mit dicken Fingern gut bedienen! Für Übersicht sorgen die farbcodierten LED-Kränze der hochwertigen Push-Encoder: Blau, Grün, Rot und Türkis kennzeichnen die Parts A bis D.

Die Parts sind über die Part-Auswahl direkt erreichbar. Drei Makros sowie Amount, Resonanz und Cutoff erlauben unmittelbare Eingriffe in den Sound; Type und Abfall erreicht ihr per Druck auf die jeweiligen Encoder. Ein Druck auf den Cutoff-Encoder wechselt zwischen den beiden Filtern. Auch die Hüllkurven lassen sich über das Display aufrufen und mit den Encodern darunter bearbeiten. Wert antippen, unten drehen, easy.

Jeder Part lässt sich so detailliert gestalten und einer eigenen musikalischen Rolle zuweisen, ohne dass CPU-Limits die Kreativität unnötig bremsen. Superkomplexe Hüllkurven à la Waldorf fehlen allerdings auch mit Update 5.0 noch. Und echte FM-Operatoren lassen ebenfalls weiter auf sich warten.

Mixer

Die Makros werden übrigens über die Modulationsmatrix belegt, in der aktuell pro Part 26 Quellen auf 58 Ziele treffen. Die übergreifende One-Knob-Sektion steuert mehrere Parameter innerhalb definierter Regelbereiche gleichzeitig – auch über den aktiven Part hinaus! Split-Zonen, Layer und die Einbindung externer MIDI-Controller erweitern die Performance-Möglichkeiten zusätzlich.

Dank USB-Host lassen sich etwa ein Launchpad, Launch Control oder das Akai Fire direkt anschließen, um Clips und Mixer komfortabler zu steuern. Selbst Hubs werden unterstützt. Das Konzept reicht dabei erstaunlich weit: Theoretisch könnte eine ganze Band sich mit unterschiedlichen Controllern einstöpseln und je einen Part übernehmen, während der Mix-Engineer das Ganze per Browser mischt.

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Diese Kombination aus dicken Synths, Performance-Zentrale und fernsteuerbarem Mixer samt Audio/MIDI-Hub ist schlicht einmalig. Die Erfahrung der Firmeninhaber in der Industrieautomatisierung scheint deutlich durch.

Solide Bedienung mit doppelter Shift-Logik

Touchscreen, Encoder und die zahlreich-mehrfach belegten Taster greifen gut ineinander. Nach kurzer Eingewöhnung kommt man schnell voran. Erklärungsbedürftig ist nur die “Doppel-Logik” der Menütaster unterhalb von Display und Encoder: Möchte man zu OSC 1 drückt man zweimal auf OSC, möchte man zu OSC 2 drückt man erst auf OSC, dann auf Filter bzw. die “2”. Ergibt aber Sinn.

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Mayer Vibes Praxis: mehr Synthesizer als Groovebox

Mayer bezeichnet den Vibes als „SynthStation“: Im Zentrum stehen vier vollwertige Synth-Parts, die sich gleichzeitig spielen, layern und extern sequenzieren lassen.

Drums, Arps, Clips, externe MIDI-Spuren und der umfangreiche Mixer erweitern das Konzept zum Performance-System, ohne den Vibes zur klassischen Groovebox oder Workstation zu machen.

Clip View mit Mixer, rechts starten die Szenen.

Der Clip Launcher erinnert an Ableton Live oder Bitwig und umfasst sieben Tracks: vier Synth-Parts, die Drum-Sektion und zwei weitere Spuren zur Ansteuerung externer Klangerzeuger. Die Session-Ansicht verwaltet MIDI-Clips samt Automationen, kann aber tatsächlich nur von außerhalb programmiert werden! Fair enough, wäre an dem “kleinen Display” aber auch keine Freude geworden.

Ferner lassen sich die Drums sogar mit einem 64-Step-Sequenzer am Gerät programmieren. Für die Drums stehen indes 14 einfache Mono-Sample-Instrumente bereit, die sich auch einzeln mischen sowie über einen gemeinsamen (VCA-)Pegelregler zum restlichen Mix hinzufügen lassen. Zwei Sends mit zugehörigen Returns ergänzen die Effektanbindung, HP-Pre liefert HP-Mixe, der 1/2 Bus ggfls. Splits.

Drum Sequenzer

Der Arpeggiator ist eigentlich schon ein Sequenzer

Der Arpeggiator gehört für mich zu den gelungensten Bereichen des Vibes, wobei die Bezeichnung seine Möglichkeiten untertreibt. Jeder Synth-Part besitzt einen 64-Step-Arp, pro Schritt mit anderer Velocity, Oktavlage, Legato und Hold.

Hinzu kommen drei “CV-Lanes”, deren Werte über die Modulationsmatrix auf Syntheseparameter geroutet werden. Damit beispielsweise Filterfahrten oder Veränderungen von Effekten entstehen. Funktional bewegen wir uns so näher an einem analogen Step-Sequenzer als klassischen Up/Down-Arpeggiator.

Besonders praktisch: Über eingespielte Akkorde lässt sich die Sequenz live transponieren. Trotz Tiefe bleibt das Ganze spielbar und eignet sich besonders für Blubber-Performances. Für traditionelle Keyboarder dürfte der Bereich zu den spannendsten Funktionen des Vibes gehören.

VibesConnect: Großer Bildschirm, ohne Computer-Zwang

VibesConnect ergänzt die Hardware über WLAN oder Ethernet um eine zusätzliche Browser-Oberfläche – ganz ohne zusätzliche Softwareinstallation: IP eingeben fertig. So finden sich Mixer und Live-Ansicht sowie die Verwaltung von Patterns, Presets und Performances. Neue Packs und FW-Updates gibt es hier auch relativ unkompliziert installiert.

Die Mixer-View für die vier Synths, den “HD-Pre”/Cue sowie die beiden Sends “FX1 & FX2”

Die Synth-Engines werden indes ausschließlich am Gerät bedient. Der Sequenzer wurde indes weitergehend in den Browser ausgelagert. Nur so lassen sich die MIDI-Noten der Clips komfortabel und präzise bearbeiten, am besten am Tablett aber auch am großen Browser-Bildschirm.

Sounds entstehen am Synth, während Mixer, Organisation und Clip-Editing bei Bedarf eben auf Laptop oder Tablet auswandern. Bei Push, Maschine oder MPC muss man für vergleichbare Aufgaben häufig auch den Arbeitsmodus wechseln.

Frühere Workstations boten teilweise schon eigene Bildschirm- und Mausanschlüsse – VibesConnect greift diese Idee deutlich eleganter über den Browser wieder auf. Ich sehe VibesConnect eher als Werkzeug zur Vorbereitung. Touchscreen und Hardwarebedienung reichen für die eigentliche Performance aus.

Aurora 5.0 baut die Plattform deutlich aus

Mit Aurora 5.0 wurde der Vibes bei Sounds, Sampling, Effekten und externer Steuerung nochmals erweitert. Neue Soundbänke wie Analog, Aurora Factory, Chameleon, Ethnic, FM Legacy, Keys & Synths und die Mayer Collection vergrößern das Klangangebot.

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Wavetable-Scanning und SFZ-Multisample-Import samt Editor öffnen den Synth zusätzlich für eigenes Material. Hinzu kommen herrlich dichter Cloud-Reverb mit getrennten Early und Late Reflections, sowie ein sehr umfangreicher Vintage Mode mit verschiedenen Analog-Profilen sowie weitere Ziele innerhalb der Modulationsmatrix.

Presets, Performances und Multis

Der Vibes unterscheidet zwischen Sound-Presets und Performances. Sounds lassen sich einzeln in jeden der vier Synth-Parts laden und frei miteinander kombinieren, inklusive Effekten. Eine weitere Verwaltung von Multi-Layer-Sounds gibt es nicht.

Die nächsthöhere Instanz sind schon die Performances. Sie enthalten das komplette Setup: alle vier Parts, Split- und Layer-Zonen, Arps, Drums, Mixer, alle Effekten und sämtliche MIDI-Einstellungen. So weit, so logisch.

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Unbequemer wird es, wenn man lediglich unterschiedliche Sound-Kombinationen flink abrufen möchte. Dafür muss im Grunde die komplette Performance geladen werden. Auf der Bühne ist das aufgrund der Ladezeiten nicht ideal, auch wenn sie flott sind. Im Studio zu umständlich: grundlegende Setup-Änderungen müssen anschließend in mehreren Performances nachgezogen werden müssen.

Mal schnell verschiedene Combos durchballern flutscht nur bedingt beziehungsweise erst nach entsprechender Vorbereitung und bei genügend Disziplin im Alltag. Der Workaround ist wie so oft, sich ein sauberes Default-Setup anzulegen und neue Performance von hier raus zu speichern.

Vier Parts wollen gespielt werden

Als multitimbraler Expander funktioniert der Vibes besonders gut mit einem ordentlichen Masterkeyboard. Mein Fatar kann beispielsweise Zonen und Layer direkt schalten, sodass jeder der vier Parts einfach seinen eigenen MIDI-Kanal erhält. Auch zusätzliche Controller erweitern das Konzept erheblich. Launchpads und andere USB-MIDI-Geräte lassen sich direkt anschließen und können Aufgaben wie Clip-Launch und Fader übernehmen.

Audio Samples
0:00
01 Overture 02 Filter Envelope Gen 03 Weird Feelings 04 Cheap Raver 05 – No Analog Drifts 05 – 160% unstable

Beim Sounddesign funktioniert das Umschalten zwischen den vier Parts am Gerät schnell, bei der schnellen Zuweisung von MIDI, Audio-Mix bzw. Layern gibt es auch Verbesserungsbedarf. Eine MIDI-Keyboard-Follow-Funktion würde den Workflow verbessern: gerade am Vibes gewählte Part könnte automatisch die eingehenden MIDI-Noten empfangen, Layer durch Mehrfachauswahl spontan definiert werden. Groove Synthesis hat das gut vorgemacht: auch beim Sounddesign sollten sich die Parts schneller vom externen Keyboard aus schalten lassen.

Modernen Ideen treffen auf konventionelle Anschlüsse

Die USB-Buchsen arbeiten ausschließlich als Hosts. USB/MIDI-Keyboards und Controller lassen sich so direkt anschließen, ein Rechner dagegen nicht einfach per USB als Zuspieler nutzen. Ethernet und WLAN ermöglichen VibesConnect, übertragen aber bislang weder MIDI noch Audio.

Hier würde ich mir einen klassischen USB-Device-Port, ipMIDI oder Bluetooth-MIDI wünschen. Gerade mit Blick auf die ansonsten so dicke Browser-Architektur wäre eine Verbindung zur DAW nur konsequent. Die Plugin-Anbindung inklusive Audioübertragung würde den Vibes endgültig zum modernen Expander par excellence machen.

Auch die Audio-I/Os sind eigenwillig. Vibes stellt einen Stereo-Line-Out sowie einen separat adressierbaren Kopfhörerausgang bereit, der als zweiter Line-Out verwendet werden kann. Faktisch gibt es zwei Mixer. Insgesamt stehen aber nur zwei Stereos zur Verfügung – für die konsequent stereophonen vier Synth-Parts zu wenig, wenn jeder Part einzeln ausgegeben werden soll.

Rückseite

Und weil der Vibes bereits erstaunlich komplett ohne DAW agiert, entsteht der nächste Wunsch: Master-Recording via Streaming oder USB-Datenträger. Performance starten, spielen und die Stereosumme mitnehmen – fertig. Oida, wie leiwand wär’ des bitte!

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FAZIT: Mayer EMI MD850 Vibes

Wie schwierig es ist, eine DAW in eigenständige Hardware zu übersetzen, zeigen die großen Hersteller: Ableton mit Push, Native Instruments mit Maschine oder Akai mit der MPC haben dafür viele Jahre Entwicklungsarbeit gebraucht – und längst nicht jede Hürde ist genommen. Was das kleine Team um Horst Mayer auf die Beine gestellt hat, ist deshalb umso bemerkenswerter.

Dennoch verliert das Konzept beim Versuch, möglichst viele Wünsche zu erfüllen, stellenweise an Kontur. Der Vibes ist aktuell kein Mainstream-Synth zum schnellen Preset-Ballern, auch auf der Bühne verlangt er etwas Disziplin. Für mich bietet er vor allem eine vielseitige Grundlage für absolute Individualisten, die ihre eigene Workflows bauen wollen – und hiermit einen extrem fähigen Kollegen finden. Am wichtigsten jedoch: der Sound ist fett, extrem breit und hat Soundesign-technisch allerlei Optionen zu bieten. Auch die mitgelieferten Effekte sind stark, das Cloud Reverb überzeugt mich besonders!

Die Anpassungsmöglichkeiten sind enorm, der Browser-Editor per WLAN ist elegant. Bei alltäglichen Dingen wie Content-Browsing und Multi-Sound-Verwaltung bleibt dagegen Luft nach oben. Anderswo prescht die Firmware wiederum so weit vor, dass der Vibes wie eine Machbarkeitsstudie wirkt. Der Ehrgeiz gefällt – Audio und MIDI per Netzwerk sowie eine unkomplizierte Plugin-Anbindung wären da nur konsequent.

Schon jetzt ist der Vibes aber ein ausgesprochen potentes Zentrum für kompakte Setups, denn er allein ist Setup genug: Grundlegend ist alles an Bord. Per Line-In lässt es sich gut ergänzen, per MIDI steuern und bei passendem Strombedarf über USB versorgen. Auch der Vibes selbst läuft bei Bedarf über eine Powerbank.

Kurzum: ein sexy Stück Linux-Hardware mit mächtigen, proprietären Betriebssystem, das umfangreich VA-Klangerzeugung und jede Menge Potenzial mitbringt – dazu ist das Ganze hochwertig verarbeitet und flink zu bedienen. Der Preis ist für soviel Boutique wirklich mehr als fair!

Hier geht es zum Hersteller!

Features

  • Vier multitimbrale Synth-Parts mit bis zu 24 Stereo-Stimmen
  • Wavetable-, virtuell-analoge und Resonator-Synthese
  • Durchgehend Stereo: Oszillatoren, Filter und Effekte
  • Zwei Multimode-Filter pro Part, drei LFOs und umfangreiche Modulationsmatrix
  • Sample-Drum-Sektion und Clip-Launcher mit sieben Tracks
  • Mixer mit Effekten, zwei Sends und zwei Returns
  • Touchscreen, Push-Encoder und Performance-Makros
  • Split- und Layer-Funktionen sowie externe MIDI-Spuren
  • Browser-Oberfläche für große Bildschirme und Tablets
  • Entwickelt und gefertigt in Österreich
  • PREIS: 1899 € Straßenpreis am 6.Oktober 2026

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Profilbild von ZHUeNT

ZHUeNT sagt:

#1 - 06.10.2026 um 16:06 Uhr

0

Wird das Ding von Clavia gebaut, oder hat der Typ nur ihr Teilelager geplündert?

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