Der Roland Go:Mixer Studio ist mobiler digitaler Kleinmixer und Recording-Interface zugleich.
Musiker und Content-Creator wünschen sich für Recording und Streaming eine möglichst große Anzahl von Ein- und Ausgängen, hohe Klangqualität und praktische Features wie Loopback. Der Go:Mixer Studio will all das liefern und bringt noch dazu integrierte DSP-Effekte und unkomplizierte Kompatibilität mit iPhone, iPad, macOS und Windows inklusive App-Steuerung mit. Unser Test klärt, ob der Go:Mixer Studio diese Versprechen in der Praxis einlöst.

- 16 Eingangskanäle (inkl. USB)
- 14 Ausgangskanäle (inkl. USB)
- 16 Szenen-Presets
- Wandlung mit bis zu 24 Bit / 192 kHz
- integrierte DSP-Effekte
- zahlreiche Anschlüsse
- kompakte Abmessungen
- Loopback-Funktion
- App-Steuerung
- Betrieb mit 192 kHz schränkt DSP-Effekte und Anzahl der USB-Kanäle ein
- kein Bluetooth
Was ist im Lieferumfang enthalten?
Der Lieferumfang des Roland Go:Mixer Studio beschränkt sich auf das Wesentliche, hat aber alles dabei, was Nutzer benötigen, um sofort loslegen zu können. Denn neben dem Go:Mixer Studio liegt lediglich ein 1,5 m langes, stoffummanteltes USB-C-auf-USB-C-Kabel bei. Soll das Gerät per Netzteil betrieben werden, muss es hinzugekauft werden.

Gehäuse des Roland Go:Mixer Studio
Der Roland Go:Mixer Studio misst kaum mehr als 11 mal 15 cm und passt in nahezu jeden Rucksack. Dazu ist er mit 440 Gramm leicht genug, um beim Transport unterwegs nicht zur Last zu fallen. Eine keilförmige Aussparung an seiner Unterseite kommt dem Handling zugute. Wer den Go:Mixer Studio sicher auf einem Stativ anbringen möchte, kann dazu das auf der Unterseite eingelassene Gewinde nutzen.
Sein farbiges LC-Display vereinfacht die Bedienung. Darunter sind drei Endlos-Regler mit Button-Funktion untergebracht. Sie steuern die Parameter und Auswahlen der jeweils angezeigten Ein- und Ausgänge sowie die USB-Returns. Der rechte Drehregler dient auch zur Menü-Navigation und wird von Buttons flankiert. Zwei weitere Drehregler justieren die Lautstärke der Kopfhörer- und Lineausgänge.

Dadurch, dass das Gehäuse des Roland Go:Mixer Studio aus Plastik ist, und weder ein kleines Case noch ein Schutzbeutel dazu gehören, sind seine Drehknöpfe und sein Display beim Transport ungeschützt äußeren Kräften ausgesetzt. Hier empfiehlt es sich deshalb, sich einen Transportbeutel zuzulegen, damit zumindest das Display vor Kratzern geschützt wird.
Anschlüsse des Roland Go:Mixer Studio
Auf der Rückseite wird das USB-C-Kabel für eine externe Stromversorgung eingesteckt. Eine weitere USB-C-Buchse dient zum Anschluss an Smartphone, Tablet, Laptop oder PC. Mikrofon- und Line-Signale können per XLR-Buchsen eingespeist werden. Zwei weitere Linesignale werden hier per großen Klinkenbuchsen ausgegeben. Außerdem lassen sich MIDI-Daten per 3,5mm-TRS-Buchsen empfangen und senden.



An der rechten Seite des Roland Go:Mixer Studio sind zwei weitere Line-Eingänge in Form großer Klinkenbuchsen untergebracht sowie eine Miniklinkenbuchse zum Aufgreifen von Stereosignalen. Ein Instrumenteneingang für Gitarren und E-Bässe steht auf der linken Seite bereit, ebenso wie ein Kopfhörerausgang und ein Eingang für ein Headsetmikrofon.
Kräftige Preamps, zahlreiche Input-Signale
Mit ihrer bis zu 75dB starken Vorverstärkung sind die Preamps der Mikrofoneingänge des Roland Go:Mixer Studio stark aufgestellt. Sie sollten auch Signale von Mikrofonen wie dem Shure SM7B mit gutem, brauchbarem Arbeitspegel verarbeiten können. Wird das Gerät nicht USB-powered genutzt, kann für Kondensatormikrofone eine 48V starke Phantomspannung aktiviert werden.
Neben der Möglichkeit drei Mono-Kanäle mit Mikrofon-, Line- oder Instrumentensignalen zu belegen, können ein Stereo-Line- und ein Stereo-Aux-Kanal sowie ein Monokanal für ein Headsetmikrofon hinzugemischt werden. Dazu kommen sechs USB-Playback-Kanäle in Form dreier Stereo-Sets … und selbstverständlich gibt es für den Gesamtmix auch einen unabhängig regelbaren USB-Masterchannel.

Ob nun als Hardware oder als Software in der DAW: Mischpultfunktionen sollte man kennen. Hier wird das Basiswissen über Funktion und Bedienung verständlich erklärt!
Extra-Features des Go:Mixer Studio
Die Loopback-Funktion des Go:Mixer Studio ermöglicht es euch, vom Recording-Device ausgegebene Audiosignale simultan ebendort wieder zu nutzen, angereichert um weitere eingehenden Signale. Das ist beim Aufzeichnen von Playthroughs mit Audiokommentaren praktisch. Außerdem kann damit beispielsweise beim Streaming Backgroundmusik hinzugemischt werden, die vom Recording-Device selbst kommt.
Die Software Go:Mixer Editor kann den Roland Go:Mixer Studio von einem Laptop aus remote steuern. In der Mixerübersicht des Editors lassen sich so auch alle Ein- und Ausgangskanäle komfortabel regeln und ihre Pegel auf einen Blick überwachen. Wer auf iOS setzt, kann seine Videos für Streaming oder Recording mit dem Mehrkanal-Audio des Go:Mixer Studio versehen, indem er die App Go:Mixer Cam nutzt.








