Roland aktualisiert das Digitalpiano-Konzept in der Preisklasse unter 1.000 Euro. Das Roland FP-40 setzt mit WLAN-Anbindung und mit der App „Piano Sphere“ neue Akzente – das Smartphone oder Tablet soll eine zentrale Rolle spielen. Natürlich integriert das FP-40 auch eine bis zu 256-stimmige Klangerzeugung, eine gewichtete 88er Tastatur und ein Lautsprecher-System. Dies alles passt in ein kompaktes Gehäuse von etwa 130 x 33 cm bei einem akzeptablen Gewicht von 14 Kilogramm.

- Integriertes WLAN, USB-C und Bluetooth
- Sehr gute PHA4-4-Tastatur
- 305 interne Klänge von guter Qualität
- Layer und Split
- App Piano Sphere
- Kompakte Bauform
- Volle Funktionalität nur per App
- Einfaches Sustainpedal
- Piano Sphere Lektionen kostenpflichtig
Bislang habe ich sowohl im Studio als auch live überwiegend Pianos von Kawai, Yamaha und Korg gespielt und dabei schätzen gelernt. Umso gespannter bin ich darauf, ob mich insbesondere die Tastatur und die Klänge des neuen Digitalpianos von Roland ebenfalls überzeugen.
- Modellvarianten und Zubehör
- Oberfläche, Lautsprecher und Anschlüsse des Roland FP-40
- Was bietet die App „Piano Sphere“ für das Roland FP-40?
- Welche Zielgruppe spricht das FP-40 besonders an?
- Das Roland FP-40 in der Praxis – Lässt es sich einfach bedienen?
- So gut spielen sich die Tastatur und die Pedale
- Ersetzt die App Piano Sphere einen Klavierunterricht?
- Überzeugen die Piano-Klänge das Roland FP-40?
- Sind die weiteren Sounds das Roland FP-40 ebenso gut?
- Alternativen zum Roland FP-40
- Fazit

Modellvarianten und Zubehör
Das Roland FP-40 löst das 2022 vorgestellte Roland FP-30X ab und richtet sich vor allem an Hobby-Pianisten und Klavierschüler. Erhältlich in weiß (WH) und in schwarz (BK) lässt sich das Digitalpiano mit dem Keyboardstativ Roland KSF-40 stabil zuhause aufstellen. Wer diesen Ständer hinzukauft, kann auch die ebenfalls optional erhältliche Dreifach-Pedaleinheit Roland KPD-70 anschließen. Für den Transport sind der maßgefertigte Thon Keyboard Case Roland FP-40 und der Soundwear Stagebag 88 lieferbar. Wir haben das Roland FP-40 BK für diesen Test ohne Zubehör erhalten.

Oberfläche, Lautsprecher und Anschlüsse des Roland FP-40
Das Design ist eher modern und schlicht, besonders elegant finde ich es nicht. Auf der Oberfläche befinden sich die Power-Taste, fünf Buttons zur Klangwahl, drei Metronom-Tasten, zwei Funktionstasten und der Lautstärke-Regler. Eine bestehende WLAN- und Bluetooth-Verbindung bekommt man angezeigt. Die Verbindung zum hauseigenen WLAN konnte für diesen Test sehr schnell aufgebaut werden.

Auf der Rückseite finden sich die Netzteilbuchse, ein USB-C-Port zum Anschluss eines Computers oder Smartphones, ein USB-A für die üblichen Flash-Speicher, ein Stereo-Ausgang sowie zwei Pedal-Anschlüsse. Eine Miniklinken-Buchse für den Kopfhörer bekommt man auf der vorderen Seite.

Die integrierten Lautsprecher mit 2 x 12 Watt produzieren einen guten Sound mit ausreichender Lautstärke für größere Räume. Beim Kopfhörer kommt eine Ambience-Funktion für einen besseren räumlichen Eindruck zum Einsatz. Nur das Audio-Signal über den Stereo-Ausgang könnte ein wenig präsenter und manchmal rauschärmer sein.
Was bietet die App „Piano Sphere“ für das Roland FP-40?
Die neue, erstmals mit dem FP-40 vorgestellte App Piano Sphere ist ein klares Pro-Argument für den Erwerb des Instruments. Es handelt sich um eine interaktive Klavier-Lernplattform, die gemeinsam mit Skoove entwickelt worden ist. Damit kann man sich schrittweise ins Klavierspiel einführen lassen – inklusive Musiktheorie, Spieltechnik und Vom-Blatt-Spiel. Die App gibt persönliche Lernpläne vor und auch direktes Feedback beim Klavierspiel, wenn man etwa bei einer schwierigen Passage hängen bleibt.

Rund 100 Songs aus den Genres Pop, Rock und Klassik fürs Üben am FP-40 sind kostenfrei. Ansonsten hat dieser Service einen Preis. Roland ruft für ein jährliches Abo rund 150 Euro auf.

Welche Zielgruppe spricht das FP-40 besonders an?
In erster Linie profitieren alle, die das Klavierspiel mit Unterstützung einer App erlernen oder vorhandene Kenntnisse verbessern und theoretisches Wissen vertiefen möchten. Das Roland FP-40 ist zudem interessant für Musiker, die ihre Performance am Instrumente zur Veröffentlichung auf Social Media-Plattformen aufzeichnen oder Online-Unterricht erteilen möchten. Fürs Moderieren oder Singen kann ein Headset-Mikrofon angeschlossen werden.

































