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Welches ist das Beste Pink Floyd Album? Alle Pink Floyd Alben im Ranking

Pink Floyd ist eine Band, deren Musik man nicht einfach hört, sondern erlebt. Viele ihrer Alben begleiten Menschen durchs Leben, knüpfen sich an Erinnerungen, Orte und Lebensphasen. Dieses Ranking ist eine Rückschau mit Respekt und Haltung. Keine endgültige Wahrheit, sondern eine Einladung zum Wiederhören, Vergleichen und gelegentlichen Schmunzeln über die eigene Hörgeschichte.

Public domain, via Wikimedia Commons

15. Ist „The Endless River“ (2014) eher ein Abschied als ein echtes neues Album?

The Endless River ist ein stilles Spätwerk, weitgehend instrumental, getragen von Archivmaterial und Retroperspektive. Klanglich atmosphärisch, weich, schwebend, fast meditativ. Es fühlt sich weniger wie ein neues Statement an, sondern wie ein nachträglicher Epilog. Kritisch betrachtet bleibt es jedoch emotional distanziert, mehr Rückblick als Weiterentwicklung.

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14. The Final Cut (1983)

The Final Cut fühlt sich nicht wie ein klassisches Pink-Floyd-Album an, sondern wie ein sehr persönliches Roger Waters Werk unter dem Namen der Band. Es ist düster, politisch, introspektiv und stellenweise eher wie ein vertonter Monolog als wie ein Ensemble-Album. Die Musik wirkt oft reduziert, textgetrieben und emotional schwer, während die instrumentalen Akzente eher zurückhaltend bleiben.

The Final Cut ist wichtig als zeitgeschichtliche Momentaufnahme, aber weniger stark als Album im Gesamtgefüge der Band.

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13. A Momentary Lapse of Reason (1987)

Dieses Album markiert einen Neustart unter deutlich veränderten Bedingungen. Die Produktion trägt stark die Ästhetik der späten Achtziger: breite Synthesizer, studiozentrierter Klang, klarer Gilmour-Fokus. Handwerklich ist es hochwertig, atmosphärisch immer wieder überzeugend. Kritisch betrachtet fehlt hier jedoch spürbar das gemeinsame Bandgefühl. Vieles wirkt konstruiert, eher professionell als inspiriert. Es ist ein solides, aber deutlich zeitgebundenes Werk: interessant als Übergangsphase, weniger als Hauptereignis.

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12. The Division Bell (1994)

Mit The Division Bell wirkt die Band gelassener, reflektierter, fast versöhnt mit sich selbst. Die Themen drehen sich um Kommunikation, Sprachlosigkeit und emotionale Distanzen. Vieles klingt weit, ruhig und getragen. Die Musik verzichtet auf große Konflikte und findet ihre Stärke in Ruhe und Kontinuität.

Teile der Texte entstanden in Zusammenarbeit mit Gilmours Ehefrau Polly Samson, was man in der emotionalen tiefe merkt. Die Songs erzählen weniger in großen Bildern, sondern in leisen Beobachtungen. Man spürt Reife und Erfahrung. Kritisch betrachtet fehlt hier jedoch der Wagemut früherer Jahre. Das Album überrascht nicht, es konfrontiert nicht, es schont. Doch es ist ehrlich. Es ist ein Werk, das nicht um Relevanz kämpft, sondern sich in ein Spätwerk-Selbstverständnis fügt.

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11. Ummagumma (1969)

Ummagumma ist eines der radikalsten und zugleich widersprüchlichsten Alben der Band. Eine Hälfte dokumentiert Live-Energie: roh, intensiv, voller Raum und Dynamik. Die andere Hälfte besteht aus individuellen Studioexperimenten, die eher wie persönliche Versuchsanordnungen wirken als wie klassische Songs.

Man hört Mut, Neugier, künstlerische Unruhe, aber auch Orientierungslosigkeit nach einer Phase des Umbruchs. Es ist ein Album, das nicht gefallen möchte. Es fordert Geduld und Verständnis für den Zustand, den es dokumentiert: eine Band, die nach einer Identität sucht und alle Türen gleichzeitig öffnet.

Als Hörerlebnis ist es sperrig, fragmentarisch, manchmal anstrengend. Als historisches Dokument dagegen faszinierend, weil es den Prozess des Neu-Erfindens ungefiltert abbildet. Man sieht förmlich die Bewegung, bevor der Weg gefunden ist.

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10. More (1969)

More wirkt wie ein Notizbuch voller Ideen. Entstanden als Soundtrackarbeit, bewegt sich das Album zwischen akustischen Passagen, ruhigeren Momenten und härteren Bruchstellen. Vieles wirkt spontan, manches improvisiert, anderes unfertig, aber selten beliebig.

Es zeigt Pink Floyd in einer Phase, in der noch kein fixer Stil existiert. Stattdessen hört man Offenheit, Experiment, Richtungsversuche. Es ist kein Album, das man wegen seiner Geschlossenheit liebt. Man schätzt es, weil es einen Blick in die Werkstatt gewährt. In die Phase, in der noch nichts entschieden ist und genau das macht es interessant.

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9. Obscured by Clouds (1972)

Obscured by Clouds steht zwischen zwei großen Epochen und wirkt gerade deshalb so angenehm geerdet. Entstanden im Kontext von Filmmusikarbeit, ist es kompakter, direkter und stärker songorientiert als andere Floyd-Alben. Die Stücke sind zugänglich, warm, konzentriert, ohne große intellektuelle Überbau-Ebenen.

Es fehlt der monumentale Anspruch und das ist seine Stärke. Hier klingt die Band weniger konzeptionell, dafür persönlicher, spontaner, menschlicher. Es ist ein Album, das nicht als Hauptwerk gedacht war und doch viele Fans gerade durch seine Zurückhaltung gewinnt. Man hört eine Band in Bewegung, aber ohne Druck. Ein seltener Zustand in ihrer Diskographie.

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8. A Saucerful of Secrets (1968)

A Saucerful of Secrets steht ebenso spürbar im Übergang. Der psychedelische Überschwang der Frühphase wandelt sich in erste strukturierte Klangarchitekturen. Der Titeltrack wirkt schon wie eine Skizze dessen, was später zu großen, atmenden Formen reifen sollte.

Die Band verabschiedet sich hier schrittweise von Syd Barretts intuitiver Songwelt und bewegt sich in Richtung kollektiver Komposition. Nicht alles wirkt ausgereift, doch vieles wirkt bewusster als zuvor.

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7. War „Atom Heart Mother“ (1970) ein mutiger Schritt oder ein Risiko?

Atom Heart Mother ist der Moment, in dem Pink Floyd sich traut, größer zu denken. Orchester, Chor, monumentale Form: der Titeltrack ist ein ambitioniertes Experiment, das beeindruckt, auch wenn es nicht in jeder Passage vollständig überzeugt.

Außerhalb dieses Hauptwerks wirken die restlichen Stücke uneinheitlicher, experimenteller, eher als Versuchsfelder denn als abgeschlossene Kompositionen. Aber man hört etwas Entscheidendes: den Willen, Rockmusik als strukturell erweiterbare Kunstform zu begreifen. Alan’s Psychedelic Breakfast hat jedenfalls einen besonderen Platz in meinem Herzen.

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6. The Piper at the Gates of Dawn (1967)

The Piper at the Gates of Dawn ist ein Dokument reiner Kreativität. Es klingt jung, verspielt, fantasievoll, manchmal chaotisch. Die Songs sind eher Ideenexplosionen als streng komponierte Werke, und doch bleibt ihre Energie faszinierend. Syd Barrett prägt diese Psychedelic Phase wie kaum jemand. Sein Blick auf Welt und Klang ist eigenwillig, kindlich, surreal und gleichzeitig zerbrechlich. Man spürt, wie viel Potenzial hier steckt und wie unstabil die Konstellation war.

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5. Meddle (1971)

Meddle ist kein perfektes Album, aber eines der wichtigsten. Es klingt wie der Moment, in dem die Band ihre Richtung findet. Echoes ist nicht einfach ein langer Track, sondern eine musikalische Landschaft, in der Zeit keine Rolle spielt. Geduld ersetzt Prahlerei, Atmosphäre ersetzt Dramatik.

Die übrigen Stücke schwanken zwischen Experiment, Skizze und Entwicklungslinie. Doch das Entscheidende ist: Hier formt sich zum ersten Mal jener tonale Raum, in dem sich die Band später vollkommen zuhause fühlen wird. Es ist das Album, in dem Pink Floyd nicht mehr suchen, sondern anfangen zu bauen.

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4. The Wall (1979)

The Wall ist kein Album, das man einfach hört, es ist ein Werk, in das man hineingerät. Ein übergroßes Konzept, ein persönliches Psychogramm, ein Bühnenstück in Albumform. Es ist eines jener Projekte, bei denen man spürt, dass die Band sich nicht nur musikalisch, sondern existenziell an etwas abarbeitet. Und man merkt ebenso deutlich, dass es eine Phase war, in der Pink Floyd schon längst kein harmonisches Kollektiv mehr waren, sondern ein Gefüge voller Spannungen, das sich über dieses Album fast schon entlädt.

Musikalisch bewegt sich The Wall zwischen leisen, verletzlichen Momenten und dramatischer Überinszenierung. Manche Songs wirken intim und nah, fast schon beängstigend privat, andere sind große, theatralische Szenenbilder, die bewusst überzeichnen. Es ist kein Album, das Gleichgewicht sucht, es will Kontrast, Bruch, Reibung. Manchmal führt das zu intensiven, emotional packenden Momenten, manchmal zu Passagen, die eher wie dramaturgische Pflichtteile innerhalb der Erzählung wirken.

The Wall ist weniger „schön“ oder „rund“, sondern eindringlich. Es ist bedeutend, aber nicht immer ausgewogen. Groß im Anspruch und manchmal schwer in der Wirkung. Ein Erlebniswerk, das man nicht nebenbei hört, und eines, das man nicht in jeder Lebensphase gleich erträgt.

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3. The Dark Side of the Moon (1973)

Bitte holt nicht direkt die Mistgabeln raus! The Dark Side of the Moon ist eines dieser Alben, die längst über ihre Musik hinausgewachsen sind. Man kennt das Cover, man kennt den Mythos und doch entfaltet sich die eigentliche Größe des Albums erst dann, wenn man ihm wieder bewusst zuhört. Es ist kein Album der spontanen Geste, sondern eines der sorgfältigen, präzisen Entscheidungen. Alles scheint an seinem Platz zu sein, nichts wirkt zufällig.

Die Band arbeitete hier mit einer Studioästhetik, die ihrer Zeit weit voraus war. Klangräume wurden gebaut, nicht nur aufgenommen. Stimmen, Geräusche, Synthesizer und akustische Instrumente verschmelzen zu einer Erzählform, die nicht in Worten, sondern im Klang funktioniert. Viele Motive entstanden aus Bandproben und experimentellen Sessions, wurden zerschnitten, neu zusammengesetzt und rhythmisch verdichtet. So entsteht ein Album, das einerseits technisch kühl wirkt, andererseits zutiefst menschliche Themen verhandelt.

Zeit, Verlust, Druck, das Gefühl, dass das Leben schneller wird, während man selbst langsamer reagiert: all das steckt in diesen Songs, ohne dass es plakativ ausgesprochen wird. Die Übergänge wirken wie gedankliche Brücken, jede Sekunde ist mit Bedacht gesetzt. Genau diese Perfektion ist aber auch ihr kritischer Kern. Das Album ist so geschlossen, so elegant, dass es mitunter Distanz erzeugt. Es überrascht selten spontan, sondern überzeugt durch Struktur.

Und dennoch geschieht beim Hören etwas Seltsames: Je vertrauter einem das Album scheint, desto stärker wirkt seine Tiefe. Die Musik altert nicht, sie wandert vom Ohr ins Gedächtnis, vom Klang in die eigene Biografie. Vielleicht liegt darin seine eigentliche Größe: Es begleitet einen, statt sich aufzudrängen.

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2. Animals (1977)

Animals ist das konsequenteste Konzeptalbum von Pink Floyd und das schärfste. Es ist nicht nostalgisch, nicht versöhnlich, nicht tröstend, sondern kühl, analytisch und politisch aufgeladen. In dieser Phase richtet die Band den Blick nicht nach innen, sondern nach außen: auf Machtstrukturen, soziale Spannungen und eine Gesellschaft, in der Menschen in Rollen gedrängt werden, die eher an Tiere erinnern als an Individuen.

Das Album greift lose Motive aus George Orwells „Farm der Tiere“ auf, doch hier wird die Metapher kompromissloser gedacht. Die „Dogs“, „Pigs“ und „Sheep“ sind keine literarischen Figuren, sie stehen für Klassen, Hierarchien und kapitalistische Funktionslogiken. Geschäftsmentalität, Konkurrenzdruck, Ausbeutung, Zynismus: all das schwingt in der Musik mit, ohne dass es platt ausgesprochen werden muss. Animals ist kein Protestalbum im klassischen Sinne, sondern eine schonungslose Diagnose.

Musikalisch ist es streng und fokussiert. Die Stücke sind lang, aber nie endlos. Sie folgen einer inneren Logik, in der Spannung nicht über Melodie, sondern über Struktur entsteht. Die Gitarren sind kantig, die Arrangements beinahe architektonisch. Emotionale Wärme taucht nur in kleinen Momenten auf und verschwindet schnell wieder. Diese Kälte ist Teil des Konzepts. Das Album will nicht trösten. Es will zeigen.

Man spürt, dass die Band zu dieser Zeit unter innerem Druck stand, und gleichzeitig erreicht Roger Waters hier vielleicht seine klarste analytische Stimme. Animals ist kein Album, das die Welt erklären möchte, es hält sie fest. Es liefert keine moralische Auflösung, keine Lösung, kein befreiendes Finale. Stattdessen bleibt am Ende ein Gefühl von Ernüchterung und Schärfe.

Gerade deshalb wirkt das Album heute fast moderner als damals. Themen wie Leistungslogik, gesellschaftlicher Wettbewerb, Entfremdung, haben nichts an Relevanz verloren. In diesem Ranking t ist Animals nicht nur ein musikalisches Werk, sondern ein Kommentar zur Struktur des Kapitalismus, in dem Menschen zu Funktionen werden und Menschlichkeit zum Störfaktor. Es ist unbequem. Aber genau das macht es stark.

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1. Warum gilt „Wish You Were Here“ (1975) als emotionalstes Pink-Floyd-Album?

Wish You Were Here ist kein Album der großen Gesten, sondern eines der stillen Erinnerungen und Syd Barrett ist darin der unsichtbare Mittelpunkt. Auch wenn er kaum direkt genannt wird, liegt seine Abwesenheit wie ein Nachhall über dem gesamten Werk. Es ist ein Album über Verlust, Nähe, Distanz und darüber, wie eine Band mit jemandem weiterleben muss, der zwar Teil der Geschichte bleibt, aber nicht mehr Teil der Gegenwart ist.

Der berühmte Moment, als Barrett während der Studioaufnahmen plötzlich im Raum stand, verändert, still und kaum wiederzuerkennen, ist oft erzählt worden. Doch wichtiger als die Anekdote ist das Gefühl dahinter: die Konfrontation mit einer Vergangenheit, die gleichzeitig vertraut und unerreichbar geworden ist. Dieses Spannungsfeld hört man in Shine On You Crazy Diamond nicht als reine Widmung, sondern als Mischung aus Trauer, Zuneigung und unsicherer Dankbarkeit.

Wish You Were Here klingt reifer als Dark Side und zurückhaltender als Animals. Die Band wirkt hier nicht zornig und nicht überwältigt, sondern nachdenklich. Das Album sucht keine Katharsis, sondern einen Umgang. Die Musik ist warm, weit und dennoch zurückgenommen, fast so, als würde sie sich bewusst weigern, die Tragik zu dramatisieren. Der Schmerz liegt nicht in lauten Momenten, sondern im Zwischenton.

Gleichzeitig reflektiert das Album nicht nur Barrett, sondern auch die Entfremdung innerhalb der Band und den Druck des Musikgeschäfts. Welcome to the Machine und Have a Cigar klingen weniger wie Anklagen als wie ernüchterte Beobachtungen. Die Welt, die sie beschreiben, ist funktional, kalkuliert und wenig menschlich: ein scharfer Kontrast zu dem verletzlichen Kern des Albums.

Der Titelsong wirkt beinahe schlicht und ist doch alles andere als einfach. Er klingt wie ein Gespräch, das man nicht mehr führen kann und doch nie loswird. Gerade diese Zurückhaltung macht das Album so beständig. Es will nichts beweisen, setzt kein Denkmal und versucht, mit etwas zu leben, das sich nicht auflösen lässt.

In diesem Ranking ist Wish You Were Here kein nostalgischer Rückblick auf Syd Barrett, sondern ein ehrlicher Umgang mit Verlust und Verantwortung. Es ist nicht das lauteste oder spektakulärste Pink-Floyd-Album, aber das menschlichste.

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Eine Band, die mit ihren Hörern mitgewachsen ist

Dieses Ranking ist keine endgültige Wahrheit, sondern mein ganz persönlicher Zugang zu Pink Floyd und ihrer langen, wechselhaften Geschichte. Jeder Hörer entdeckt in diesen Alben etwas anderes, je nach Lebensphase, Erinnerung und eigener Verbindung zur Musik. Manche Werke wirken hier stärker, weil sie reifer, konzentrierter oder menschlicher erscheinen, andere stehen niedriger, obwohl sie kulturell größer oder berühmter sind. Genau das macht diese Diskographie so spannend: Sie lässt sich nicht auf eine feste Reihenfolge reduzieren, sondern bleibt offen für neue Perspektiven. In meinem Ranking steht Wish You Were Here deshalb nicht „über allen anderen“, sondern an dem Punkt, an dem mich die Band bis heute am unmittelbarsten erreicht.

Wie sieht dein Pink-Floyd-Ranking aus? Teile es gern in den Kommentaren.

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BadTicket from liquid orange sagt:

#1 - 26.01.2026 um 09:01 Uhr

1

Ein ganz hervorragender Blick auf die Alben von Pink Floyd! Jedes Album treffend beschrieben und präzise analysiert. Gratulation! Eine eigene Reihenfolge kann ich nicht machen, das ändert sich laufend. Aber klar, es bleiben immer in etwa die gleichen Alben in den vorderen Rängen und sie unterscheidet sich nicht gross von Deiner Rangliste.

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