AKAI Professional MPC XL Test

Die AKAI MPC XL richtet sich an Produzenten, die nach einer eigenständigen Produktionszentrale suchen und auf den Rechner verzichten wollen. Technisch legt die AKAI MPC XL deutlich zu: Sie hat mehr Power als ihre Vorgänger, MPCe-Pads für mehr Ausdrucksmöglichkeiten, einen Step Sequencer, Touchstrip und ein überarbeitetes Bedienlayout.

AKAI Professional MPC XL
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • leistungsstarke Hardware
  • vollwertige Stand-alone-Produktionsumgebung ohne Computer
  • umfangreiche Anschlussmöglichkeiten
  • viele Optionen zur Speichererweiterung
  • vertikale Q-Link-Encoder mit Displays für einfacheren Workflow
  • expressive Pads für zusätzliche MPE-Performance-Optionen
Contra
  • redundante Bedienoberfläche erschwert den Einstieg

Highlights MPC XLR

  • Neue MPCe-Pads mit 3D-Sensing für expressive Performance à la MPE
  • Step-Sequencer für direktes Pattern-Programming
  • Performance-Touchstrip für Echtzeit-Modulationen
  • 10-Zoll-Multi-Touch-Display mit Gestensteuerung
  • Umfangreiche I/O-Sektion und Audio-Interface
  • 8-Core-Prozessor, 16 GB RAM und 256 GB SSD-Speicher

DETAILS

Für wen eignet sich die MPC XL?

Die AKAI MPC XL ist eine eigenständige Produktionszentrale für Sampling, Sequencing und Mixing – ideal für Beatmaker, die ohne Computer arbeiten möchten.

Als eine der umfangreichsten Grooveboxen ersetzt sie in vielen Bereichen eine DAW und eignet sich besonders als Zentrale im Hardware-Setup. Komplettes Produzieren inklusive Aufnahme von Vocals, Instrumenten oder Synths ist problemlos möglich.

Durch ihren großen Funktionsumfang kommt sie eher für Fortgeschrittene in Frage. Wer also noch am Anfang steht oder in die Sampling-Welt eintauchen möchte, sollte sich auch die MPC Sample anschauen.

MPC XL – das neue Schlachtschiff von AKAI 

Groß, größer, MPC XL

Mit ihren Maßen von rund 54 × 49 × 9 cm und einem Gewicht von 7,2 kg ist die MPC XL als stationäre Studiozentrale konzipiert und nimmt noch mehr Platz ein als frühere MPC-Modelle. Dafür lässt ihre neue Baugröße aber auch mehr Platz für den Step-Sequencer.

MPC „XL“: Der Name ist Programm – ihr braucht wirklich Platz auf eurem Tisch!

Meine NI Maschine MK3 wirkt gegen die MPC XL geradezu winzig. Auf einem 150 cm breiten Schreibtisch bleibt neben der MPC XL noch genug Platz für ein 49-Tasten-Keyboard.

Lieferumfang: Display-Schutzabdeckung, vier Schrauben zum Verbauen einer SSD, USB-Kabel, Netzteil, Quicktstart Guide und Installationsanweisung.

Mit der MPC X hat AKAI das rot-schwarze Design eingeführt, das sich bis zur Live 3 durchgezogen hat. Die AKAI MPC XL setzt nun auf eine neue Kombination aus klassischem MPC-Grau und Schwarz.

Deutlich mehr Power als die Vorgänger

Im Vergleich zur MPC X und X SE hat die AKAI MPC XL deutlich mehr Leistung: Statt Quad-Core arbeitet hier ein neuer 8-Core-Prozessor, kombiniert mit 16 GB RAM (statt 2 GB bzw. 4 GB) und 256 GB SSD. 

In der Praxis bedeutet das: noch mehr Plugins gleichzeitig nutzen, größere Projekte anlegen und deutlich flüssiger arbeiten als mit den Vorgängern.

Ein altes Stresstest-Projekt, mit dem ich die MPC X an ihr Limit gebracht habe, läuft auf der MPC XL deutlich entspannter – und zwar mit gerade einmal 32 % CPU- und Speicherlast! 

MPCe Pads mit 3D-Sensing

Die MPCe-Pads reagieren nicht nur auf Anschlagstärke und Aftertouch, sondern sie erfassen auch Berührungen auf der Oberfläche, sodass ihr Parameter über X/Y-Bewegungen steuern könnt. Ein Pad feuert außerdem bis zu vier unterschiedliche Samples oder Parameter ab, was euch deutlich mehr Ausdruck beim Spielen erlaubt. 

Die Features der MPCe Pads erfordern etwas Übung.

Die vielen Möglichkeiten erfordern allerdings etwas Einarbeitungszeit – selbst erfahrene MPC-Nutzer sollten dafür Zeit einplanen. Natürlich könnt ihr die Pads stattdessen auch „normal“ spielen und auf dieses Feature verzichten, wenn ihr euch eigene Kits baut.

Dank des Updates auf MPC OS 3.7.1 (Stand 31.03.26) könnt ihr MPE-Funktionen wie das Triggern von vier Samples pro Pad jetzt deutlich schneller zuweisen als bei früheren Versionen – zum Beispiel bei der Live 3 bzw. dem vorigen MPC OS.

Step-Sequencer und Performance-Touchstrip

Mit dabei sind 16 Step-Sequencer-Buttons mit Lauflicht, die (wie fast alle dedizierten Buttons) über die Shift-Taste doppelt belegt sind. Im klassischen Step-Mode programmiert ihr damit eure Noten. Je nach Modus lassen sich damit aber auch Steps und Pattern bearbeiten oder weitere Features bedienen. So triggert ihr vom Step Sequencer aus Clips aus der Clip-Matrix, ohne die Matrix selbst auf das Display holen zu müssen.

Nach der Live 3 hat nun auch die größte MPC einen Step Sequencer – es war nur eine Frage der Zeit. 

Der Step Sequencer ist nahezu identisch mit Live 3. Allerdings kommen bei XL noch zusätzliche Buttons hinzu, die zur Navigation, zum Vorhören und für Timing-Korrekturen im Step-Sequencer dienen und für einen direkteren Zugriff sorgen – ohne Umwege über das Display bzw. Editierung im Grid (Pianorolle). 

Ihr könnt aber auch weiterhin den klassischen Pad-basierten Step-Sequencer nutzen. Zusammen mit dem Touchstrip, der schon in die MPC Studio mk2 integriert war, gestaltet ihr euren Live-Workflow flexibel: Echtzeit-Effekte wie Filter oder Note Repeat und Funktionen wie Note Strumming, Sustain, Mod Wheel oder Pitch-Bend könnt ihr direkt einsetzen.

Der Touchstrip für Live-Performance-Effekte ist bereits aus der MPC Studio MK2 bekannt.

Die AKAI MPC XL bietet 16 Q-Link-Encoder mit angewinkelten OLED-Displays, sodass ihr immer direkt seht, welchen Parameter ihr gerade steuert. Mit dem dedizierten Button könnt ihr auswählen, was ihr mit den Q-Links steuert – darunter Plugin-Parameter, Volume, Pan, Sends, Step-Velocity und mehr.

Endlich sind die Q-Links einer MPC horizontal angeordnet!

Die Q-Link-Encoder sind schon ab Werk sinnvoll gemappt, wodurch viele Funktionen sofort greifbar sind. Die Mappings könnt ihr auch frei anpassen und projektbezogen abspeichern – globale Q-Link-Mappings lassen sich leider nicht anlegen. Stattdessen kann man sich aber auch ein eigenes Start-Template mit eigenen Q-Link-Zuweisungen einrichten.

Neu ist die horizontale Anordnung der Encoder. Durch die waagerechte Ausrichtung wirkt sie übersichtlicher und ist zum Beispiel im Mixer deutlich intuitiver. Im Vergleich zur MPC Live III habt ihr hier doppelt so viele Encoder, die ihr direkt bedienen könnt, ohne ständig zwischen Q-Link-Seiten wechseln zu müssen.

10-Zoll-Touchscreen Display mit Multitouch-Gesten

Das zentrale Bedienelement ist ein 10-Zoll-HD-Touchscreen mit Multi-Touch-Gesten wie Zoomen, Doppeltippen oder Halten für Kontextmenüs. Er reagiert präzise, sodass alles flüssig von der Hand geht. 

Das Display ist in etwa so groß wie ein iPad 9, wodurch auch längere Sessions problemlos machbar sind.

Das 10-Zoll-HD-Display ist großzügig und der Touchscreen reagiert einwandfrei.

Dedizierte, umfangreiche Bedienoberfläche

Auch ohne Touchscreen hat man dank zahlreicher dedizierter Hardware-Buttons nahezu jede Funktion im Blick. Die Bedienoberfläche erlaubt es euch, viele Arbeitsschritte direkt auszuführen, ohne dass ihr euch durch verschachtelte Menüstrukturen kämpfen müsst.

Die viele Bedienelemente werden vor allem Neulinge erschlagen.

Zu viel des Guten ist auch nicht gut!

Durch die vielen kleinen Buttons ist die Bedienoberfläche aber auch sehr umfangreich. Wer bereits mit einer MPC gearbeitet hat, wird sich schnell zurechtfinden. Wer hingegen neu in der MPC-Welt ist, wird erst einmal Zeit zum Studieren der Bedienoberfläche einplanen müssen.

Kein Bock auf Touchscreen?

Wer nicht auf Touchscreens steht, kann per USB oder Bluetooth auch eine Maus anschließen. So läuft das Editing zwar etwas präziser, dafür fühlt sich der MPC-Workflow aber eher fremd an. In der Praxis arbeitet ihr mit Touchscreen und Buttons schneller.

Zahlreiche Audioanschlüsse

Über USB-C lassen sich bis zu 24 Audio- und 32 MIDI-Kanäle übertragen, wodurch die MPC XL auch als Audio-Interface fungiert. Die Signale könnt ihr so direkt in der DAW aufnehmen.

Vorne sitzen USB, SD-Slot, zwei Instrumenteneingänge, zwei Kopfhörerausgänge, Pedalanschlüsse und ein Output-Mix-Regler fürs flexible Monitoring.

SD-Karten-Slot und USB-Anschluss an der Vorderseite.
Audio- und Footswitch-Anschlüsse auf der Vorderseite.

Hinten gibt es zwei XLR/TRS-Inputs mit Phantomspeisung, zwei Instrumenten- und Phono-Eingänge sowie acht separat routbare Line-Ausgänge für Multi-Out-Setups.

Anschlüsse an der Rückseite
An Anschlussmöglichkeiten mangelt es gewiss nicht!

MIDI- und CV-Konnektivität

Mit zwei MIDI-Ins, vier MIDI-Outs, USB-MIDI und acht CV/Gate-Ausgängen steuert die AKAI MPC XL zahlreiche externe modulare Geräte gleichzeitig. Über die interne Routing-Matrix konfiguriert ihr Signale flexibel. 

Das Routing ist in Anbetracht der vielen Möglichkeiten recht übersichtlich umgesetzt. Auch class-compliant USB/MIDI-Controller könnt ihr hier problemlos integrieren.

Noch mehr Speicher mit zusätzlicher SSD

Intern könnt ihr mit einer 2,5”-SATA-SSD nachrüsten. Dadurch seid ihr weniger auf externe USB-Laufwerke oder SD-Karten angewiesen.


PRAXIS

Auspacken und loslegen

Die MPC XL ist eine Stand-alone-Groovebox, mit der ihr sofort loslegen könnt. Optional richtet ihr WLAN für Updates, Splice-Integration, Content-Aktivierung und Ableton Link ein. 

Ein QR-Code führt euch zum Manual, während ihr die MPC-Software sowie weitere AIR-Instrumente und Effekte über das Software-Center installiert.

MPC-Workflow bleibt MPC-Workflow

Alles wie gehabt: Programs werden auf Pads gelegt und Beats in Sequenzen gebaut – live oder per Step-Sequencer. Mehrere Sequenzen für verschiedene Songteile wie Intro, Hook oder Verse arrangiert ihr im Song Mode mit den Pads oder aber im Arrangement zu einem vollständigen Track. Alternativ geht das per Clip-Matrix auch live, was den bisherigen MPC-Workflow deutlich moderner und schneller gestaltet.

Schneller Workflow
Da es für so ziemlich jede Funktion einen dedizierten Button gibt, ist der Workflow sehr direkt.

Abgemischt wird direkt auf der MPC über den integrierten Mixer mit Lautstärke, Panorama, Inserts und Effekten. Grundlegende Mixes lassen sich auch in der Box umsetzen. Natürlich könnt ihr über das umfangreiche Audio I/O auch einen Hardware-Kompressor oder ähnliches einbinden.

Anschließend könnt ihr den fertigen Mix oder einzelne Audio-Stems exportieren, um den Track in einer DAW final abzumischen.

Stem-Separation und Super-Time-Stretching

Mit der Stem-Separation zerlegt ihr Audiomaterial direkt in Drums, Bass, Vocals und Other, um so direkt auf der AKAI MPC XL Remixe zu erstellen. Dazu verfügt die MPC XL über einen dedizierten STEM-Button, der euch wahlweise alle vier Stems oder auch nur die Vocals ausgibt.

Von hier aus wendet ihr direkt alle weiteren Sampling-Funktionen wie Normalize, Pitch-Shift oder Time -Stretch an. Der neue FFT-basierte „Super“-Algorithmus (Fast Fourier Transform) ist für das saubere und präzise Time-Stretching zuständig.

Audio-Recording besser über Direct-Monitoring

Beim Recording könnt ihr Direct-Monitoring (latenzfrei) und bearbeitetes Signal mit Effekten überblenden. Letzteres hat jedoch spürbare Latenzen zur Folge.

In einem Vocal-Recording-Test mit Mikrofon und nur einem einzigen Kompressor-Plugin war die Verzögerung so groß, dass ich in der Praxis eher das direkte Signal abhören würde. Vielleicht bin ich aber auch einfach von meinem latenzarmen UAD Apollo Audio-Interface verwöhnt.

Die neuen Channelstrip-Controls verschaffen euch schnellen Zugriff auf zentrale Mixer-Parameter und lassen euch Tracks, Outputs und Submixes direkt steuern. Über Die Audio Level Section behaltet ihr Ein- und Ausgangspegel außerdem jederzeit im Blick.

Drittanbieter-Plugins im Controller Mode möglich

Im Controller-Mode arbeitet die AKAI MPC XL mit der Leistung eures Rechners und läuft mit der MPC-Software entweder Plugin oder stand-alone. Dadurch könnt ihr auch Drittanbieter-Plugins einbinden, müsst für Setup und Feintuning jedoch meist auf den Rechner zurückgreifen.

Wie klingt die MPC XL?

Die AKAI MPC XL liefert druckvolle, moderne Samples und gut abgestimmte Kits – wenngleich auch in gefühlt jedem Kit Melodie-Loops mit dabei sind, auf die ich hätte verzichten können. Der Fokus liegt klar auf Hip-Hop, Trap und House. Zusätzliche Sounds für andere Genres könnt ihr im MPC-Store über Expansions nachrüsten.

Audio Samples
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1.LoFi: LoFi Boom  2.House: Electronic Horizon 3.Drill: Drill Kit 9 4.Classic Drum Machines: 808-Kit 5.Classic Drum Machines: 909-Kit 6.Trap: Perculator-Kit 7.RnB: For You B 8.Hip-Hop: Nuclear Am

Sounds nachladen

Neue Sounds könnt ihr sowohl über offizielle AKAI Expansions als auch über Drittanbieter wie Splice oder eigene Sample-Libraries hinzufügen.

Rund 30 GB Samples sind auf der SSD ab Werk dabei. Dazu gehören 15 Expansion Packs, zahlreiche Demo-Projekte, über 20 integrierte Plugin-Instrumente und über 100 Effekte. Von den internen Synths wie Mellotron, ARP Odyssey, OPx-4, Tube Synth und Co. haben mir vor allem die Emulationen gefallen. 

Audio Samples
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9.OP-x4: Evolution 10.Mellotron: Fat Boys 11.Hype: Almighty

Weitere Instrumente und Effekte von AIR Music und Native Instruments (MPC Editions) könnt ihr euch separat dazu kaufen. Zusätzliche Plugins werden über das AKAI-Software-Center am Rechner installiert.

Clip-Matrix für Ableton-Workflow

Die Clip Matrix erinnert stark an die Session View von Ableton Live: Ihr könnt Loops live aufnehmen, abspielen und kombinieren, um Songs live zu performen oder zu arrangieren.

Die Clip-Matrix zeigt einen 8×8-Ausschnitt auf dem Display.

Acht Reihen für Szenen und bis zu 128 Spalten für Tracks sind möglich. Dabei sieht man allerdings jeweils nur einen 8×8-Ausschnitt auf dem Display, durch den man navigieren muss. Dadurch wirkt das Ganze nicht so übersichtlich wie in Ableton, erfüllt aber seinen Zweck. 

Praktisch ist, dass man BPM, Länge, Live-Quantisierung und Benennung der Clips hier direkt ändern kann. Und auch auf Audio- und MIDI-Zuweisungen könnt ihr zugreifen, um beispielsweise Hardware-Synths mit den Clips anzusteuern.

Viele Wege führen nach Rom

Die Bedienoberfläche ist logisch aufgebaut, kann durch die vielen Buttons aber zunächst überfordern. Viele Funktionen sind hier nämlich mehrfach erreichbar – über Touchscreen, Hardware-Buttons, Q-Links oder Step-Sequencer. Das ist zwar flexibel, doch werden bestimmte Abläufe dadurch doppelt und dreifach abgebildet.

Die Bedienoberfläche ist in einigen Punkten redundant.

Beispiel: Einen Track „record ready“ zu schalten geht entweder über das Touchscreen, den REC-ARM-Button im Channel-Strip-Bereich (dann nochmals über Q-Links) oder den „Track Arm“-Button im Step-Sequencer.

Das sind insgesamt ein bisschen viele Optionen, um ein und dieselbe Sache zu erledigen. Dadurch wirkt die MPC XL komplizierter, als sie eigentlich ist.

Für wen lohnt sich die AKAI MPC XL?

Die MPC XL ermöglicht Produktionsschritte ohne Rechner umzusetzen und dient als leistungsstarke Zentrale für ein Hardware-Setup. Eine klassische DAW hat beim komplexen Editing, dem detaillierten Mixing mit Dritthersteller-Plugins und dem Vocal-Recording aber immer noch die Nase vorn.

Das Music Production Center in XL-Größe richtet sich vor allem an Producer, die bewusst ohne Computer arbeiten und sich ein autarkes „All-in-one“-Studio aufbauen möchten. Für DAW-User bietet sie hingegen weniger Vorteile, sodass sie insgesamt eher als leistungsfähige Beatmaking-Workstation, denn als vollständiger Ersatz für ein Rechner-Setup zu verstehen ist.

Es ist und bleibt eine MPC!

Native Instruments Maschine+

Die Native Instruments Maschine+ ist eine Stand-alone-Groovebox mit Fokus auf Beatmaking, Sampling und integrierte Instrumente/FX im typischen NI-Workflow. Sie eignet sich vor allem für Producer, die schnell Ideen entwickeln und patternbasiert arbeiten wollen.

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Native Instruments Maschine +
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Die MPC XL bietet als Produktionszentrale und als DAW-Ersatz im direkten Vergleich deutlich mehr Möglichkeiten – insbesondere durch ihre vielen Anschlussmöglichkeiten.

Elektron Octatrack MKII

Der Elektron Octatrack MKII ist ein Performance-Sampler, der sich auf Live-Sampling, Resampling und kreatives Sounddesign spezialisiert. Er richtet sich primär an Live-Performer und experimentelle Producer mit Fokus auf Echtzeitmanipulation.

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Elektron Octatrack MKII Black
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Wenn es um Songaufbau und vollwertige Produktions-Workflows geht, ist die MPC XL hier klar überlegen.

Ableton Push 3 (Stand-alone)

Ableton Push 3 überträgt den Ableton-Live-Workflow direkt in eine Stand-alone-Hardware und ist ideal für clipbasiertes Produzieren, Sounddesign und Performance. Besonders sinnvoll ist er für Nutzer, die bereits mit Ableton arbeiten und den Live-Worklfow gewohnt sind.

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Ableton Push 3
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(12)

Die MPC XL bietet hingegen mehr Anschlussmöglichkeiten und funktioniert als komplette Studiozentrale unabhängiger.

FAZIT – MPC XL Test

Die AKAI MPC XL ist als leistungsstarke Zentrale fürs Beatmaking konzipiert. Dank starker Hardware erlaubt sie deutlich komplexere Projekte als frühere Modelle. Workflow-Verbesserungen wie Step-Sequencer, Touchstrip, eine neue Q-Link-Anordnung und umfangreiche Anschlüsse erweitern die Möglichkeiten, auch wenn einige Features im Studio weniger relevant sind und die Bedienung teils redundant wirkt.

Die MPC XL richtet sich vor allem an Beat Maker, die bewusst ohne Rechner arbeiten und sich ein leistungsstarkes All-in-one-Hardware-Setup aufbauen möchten.

Wer ein autarkes System sucht, das Sampling, Recording, Beat Making und Mixing in einem Gerät vereint, findet hier eine der umfangreichsten und leistungsstärksten Lösungen im Hardware-Bereich!

Features

  • Hardware & Performance
  • 8-Core-CPU der zweiten Generation
  • 16 GB RAM
  • 256 GB interne SSD
  • erweiterbarer Speicher über SATA-Laufwerksschacht
  • Unterstützung für SD-Karten und USB-Speicher
  • Pads & Performance-Controller
  • 16 MPCe Pads
  • Velocity-sensitiv
  • Aftertouch-fähig
  • 3D-Sensing / multidimensionale Pad-Gesten
  • RGB-Pad-Beleuchtung
  • Sequencing & Arrangement
  • 16-Button Step-Sequencer
  • klassische MPC-Sequencer-Engine
  • Pattern- und Clip-basierter Workflow
  • bis zu 256 Stimmen Polyphonie
  • bis zu 32 Plugin-Instrumente gleichzeitig
  • bis zu 16 Audiotracks gleichzeitig
  • Display & Bedienung
  • 10-Zoll-Multi-Touch-Display
  • HD-Auflösung
  • Multi-Touch-Gesten (Zoom, Swipe, Doppeltippen etc.)
  • viele dedizierte Hardware-Buttons für Direktzugriff
  • Controller & Parametersteuerung
  • 16 Q-Link-Encoder, jeweils mit eigenem OLED-Display
  • frei zuweisbare Parametersteuerung
  • mehrere Q-Link-Bänke
  • Performance-Tools
  • Performance-Touchstrip zur Echtzeit-Effekt-Modulation (Pitch, Filter etc.)
  • Beat-Repeat-Steuerung
  • Audio-Funktionen
  • Stem-Separation direkt in der Hardware
  • FFT-basiertes „Super“-Time-Stretching
  • klassischer Repitch-Mode
  • integrierter Sampler
  • umfangreiche Effektsektion
  • Display-basierte Produktionsfunktionen
  • Sample-Editing
  • Clip-Editing
  • Arrangement-Ansicht
  • Mixer-Ansicht
  • Audio-Interface & I/O
  • USB-C Audio-Interface
  • bis zu 24 Audiokanäle
  • 32 MIDI-Kanäle
  • Audio-Inputs
  • Zweimal XLR/TRS Mic/Line-Inputs
  • Phantomspeisung
  • Instrument-Inputs
  • Phono-Inputs (für Plattenspieler)
  • Audio-Outputs
  • 8 Line-Outputs
  • Kopfhörerausgang
  • MIDI
  • 2 MIDI-In-, 4 MIDI-Out-Ports
  • USB-MIDI
  • Modular-Integration
  • 8 CV/Gate-Ausgänge für Modular-Synthesizer
  • Datenspeicher & Erweiterung
  • interner SSD-Speicher
  • SATA-Slot für zusätzliche SSD
  • SD-Kartenslot
  • USB-Speicherunterstützung
  • PREISE: € 2639 (Straßenpreis am 3.04.26)
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