Das Cherry Audio Memorymode 2 Plug-in ist eine neue Version des legendären polyphon-analogen Moog Memorymoog Synthesizers.

- Cherry Audio Memorymode 2
- Stimmen, Layer und Multi-Voice für Memorymode 2
- Modulations-Setup des Memorymode 2
- Sequenzer, Arpeggiator und Touch Animator des Memorymode 2
- Effekte im Memorymode 2
- Presets für Memorymode 2
- Memorymoog Geschichte
- Cherry Audio Memorymode Version 1 (Juli 2021)
- Preis und Verfügbarkeit
- Cherry Audio Memorymode 2: Features
- Links
Cherry Audio Memorymode 2
Der Cherry Audio Memorymode ist bereits seit 2021 auf dem Markt. Mit der Version 2 präsentiert Cherry Audio nun eine deutlich verbesserte Version.
Hier geht es zum Cherry Audio Memorymode 1 Test
Selbstverständlich hat in all den Jahren das Analog Modeling Fortschritte gemacht, wovon der Memorymode profitiert. Das betrifft vor allem das Verhalten von Filter, Hüllkurven und Effekten. Das Filter wurde mit einem neuen 12-dB- und 24-dB-Modus ergänzt. Das bedeutet auch, dass Presets aus Version 1 anders klingen können. MPE profitiert auch, denn nun lassen sich vier Parameter pro Layer zuweisen.
Stimmen, Layer und Multi-Voice für Memorymode 2
Nach wie vor besitzt das Plug-in 16 Stimmen, allerdings verfügt Version 2 nun über zwei Layer, wodurch der Synthesizer bis zu 32 Stimmen erzeugen kann. Der neue Multi-Voice Modus erlaubt es, einzelnen Stimmen unterschiedliche Tonhöhen, Panorama-Positionen, Filter-Cutoff-Werte und unterschiedliche Hüllkurven-Einstellungen für Attack und Release zuzuweisen. Dadurch können sehr komplexe Sounds entstehen.

Modulations-Setup des Memorymode 2
Pro Layer stehen zwei Modulations-Setups zur Verfügung, die es erlauben, Sounds komplex zu gestalten, da vier LFOs gleichzeitig unterschiedliche Parameter kontrollieren dürfen. Um die Unterschiede zu betonen, wurden die LFOs mit unterschiedlichen Schwingungsformen ausgestattet.
Sequenzer, Arpeggiator und Touch Animator des Memorymode 2
Der Sequenzer profitiert auch von dem Update. Nun handelt es sich um einen polyphonen 16-Step-Sequencer. Es lassen sich pro Layer vier Patterns erzeugen und miteinander verknüpfen.
Auch der Arpeggiator profitiert von Verbesserungen. Dieser kann jetzt Patterns des Sequencers nutzen und verfügt über neue Abspielrichtungen.
Mit dem neuen Touch Animator lassen sich vier Modulationsspuren verwenden, die mithilfe von Steps programmiert werden. Das klingt nach sehr dynamischen Sounds!

Effekte im Memorymode 2
Bei dem Phaser und Rotary Speaker handelt es sich um neue Effekte. Außerdem können jetzt pro Layer unabhängige Effektketten erstellt werden. Zusätzlich steht noch eine globale Effektkette zur Verfügung, die auf beide Layer gleichzeitig angewendet werden darf.
Presets für Memorymode 2
Das Plug-in erhält 200 neue Presets und verfügt nun insgesamt über 800 Presets. Die Presets der ersten Version können in die neue Version importiert werden. Die Presets von Version 2 können dagegen nicht in Version 1 importiert werden.

Memorymoog Geschichte
Der Memory Moog gilt als wahres Klangmonster in der Historie des Synthesizerbaus Bob Moogs. Mit acht polyphonen Stimmen ist er ein echter Vintage-Klassiker, der Nachfahre des berühmten Minimoog und der Vorfahre des aktuellen Moog One. Der Memorymoog wurde 1982 vorgestellt und war die letzte Hoffnung Bob Moogs, den Niedergang der Traditionsfirma aufzuhalten, die er bereits in 1977 verließ.
Leider waren der Sequential Circuits Prophet-5, Oberheim OB-Xa und Roland Jupiter-8 bereits auf dem Markt und Moog hatte damit Jahre gegenüber der Konkurrenz verloren. Als schließlich 1983 der Yamaha DX-7 erschien, waren analoge Synthesizer nicht mehr gefragt. Die finanziellen Probleme von Moog waren schwerwiegend und um 1985 verschwand der Memorymoog und Moog erst mal vom Markt, bis Jahrzehnte später Bob Moog die Marke zu neuen Leben erweckte.
Hier geht es zum “Robert “Bob” Moog – Portrait eines legendären Entwicklers”

Cherry Audio Memorymode Version 1 (Juli 2021)

Cherry Audio präsentiert mit dem Memorymode Plug-in eine Emulation des legendären polyphon-analogen Moog Memorymoog Synthesizers mit MPE-Support und weiteren Verbesserungen.
Memorymode basiert laut Cherry Audio auf dem legendärenMoog Memorymoog Synthesizer aus 1982. Technisch wird jedes Detail per Modeling reproduziert, womit Memorymode auf Samples verzichtet. Schon wie das Original verfügt auch Memorymode über eine Drei-Oszillator-Voice-Architektur mit einem präzise nachgebildeten Ladder-Filtermit wählbaren Flanken von 12 und 24 dB/Oktave. Cherry Audio hat deren Emulation zusätzliche Stimmen spendiert, womit jetzt 16 anstatt der ursprünglichen sechs Stimmen zum Spielen zur Verfügung stehen. Auch gibt es einen verstimmbaren Unison-Modus, mit dem man bis zu 48 Oszillatoren pro Taste spielen kann. Für zusätzlichen analogen Realismus ist auch eine Driftkontrolle enthalten.
Um möglichst nah am Original zu bleiben, bilden zwei Hüllkurven und ein LFO die Modulationssektion, welche der Zeit geschuldet modernisiert wurde, indem der Voice-Mod-Bereich um bis zu sechs gleichzeitige Ziele erweitert wurde und das LFO-Tempo jetzt synchronisierbar ist. Der Memorymode bietet auch eine umfassende MPE-Unterstützung sowie neue Effekte in Studioqualität. Darüber hinaus bietet Memorymode einen verbesserten Einzeltasten-Akkordspeichermodus. Cherry Audio hat all dies in eine sehr authentisch aussehende GUI verpackt, die auch auf hochauflösenden Bildschirmen funktioniert. Das Plug-in bietet zudem eine volle MIDI- und DAW-Automatisierung für alle Bedienelemente. Ausgeliefert wird das Plug-in mit über 600 Sounds von J3PO und Venus Theory.
Preis und Verfügbarkeit
Das Cherry Audio Memorymode 2 Plug-in ist ab sofort für 69,00 Euro erhältlich und läuft unter MacOS und Windows als VST-, VST3-, AU- und AAX-Plugin.
Cherry Audio Memorymode 2: Features
- Software-Synthesizer
- inspiriert vom klassischen Memorymoog-Synthesizer
- komplett überarbeitete Klangerzeugung mit erweitertem Analog-Modelling
- Dual-Layer-Architektur mit zwei unabhängigen Synthesizer-Layern
- 16-stimmige Polyphonie pro Layer
- 3 Oszillatoren pro Stimme
- Wellenformen: Ramp, Triangle und Puls mit variabler Pulsbreite
- Oszillator-Sync
- Analog Drift für zusätzliche analoge Lebendigkeit
- Rauschgenerator
- wählbarer Ladder-Filter mit 12 dB oder 24 dB Flankensteilheit
- Modern-Modus für erweiterten Frequenzumfang
- Kompensation von Pegel- und Bassverlusten bei hoher Resonanz
- 2 ADSR-Hüllkurven pro Layer
- 2 synchronisierbare LFOs pro Layer mit 7 Wellenformen
- umfangreiche Modulationsmatrix mit 52 Zielen
- 4 Touch-Modulationsslots
- 3 unabhängige Effektketten für Upper- und Lower-Layer und Global-Signal mit 22 integrierten Effekten
- Multi-Voice-Modus mit variierbaren Stimmenparametern
- Mono-, Poly- und Unison-Modi
- bis zu 48 Unison-Stimmen pro Layer
- Chord-Memory-Funktion
- Arpeggiator mit mehreren Betriebsarten
- polyphoner 16×4-Step-Sequenzer pro Layer
- Touch Animator für sequenzierte Modulationsabläufe
- Keyboard-Split- und Layer-Modi
- polyphoner Aftertouch
- MPE-Unterstützung
- unterstützt Import von V1-Presets, originalen Memorymoog-SysEx-Daten sowie Memorymoog-Kassetten-Backups
- enthält über 800 Presets inklusive 100 rekonstruierte Memorymoog-Werkspresets
Links
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