Ob du Podcasts produzieren oder auf Instagram, YouTube, Twitch & Co. streamen willst: Ein hochwertiges, auf Content Creator abgestimmtes Audio-Interface erleichtert deine Tätigkeit und verbessert das Ergebnis. Hier bekommst du die passenden Tipps und Empfehlungen. (Artikel zuletzt aktualisiert am 14.9.2026)

Interfaces für Podcast & Streaming: Kaufempfehlungen
Einkanalig
All-in-one Interfaces / Mischer
- Interfaces für Podcast & Streaming: Kaufempfehlungen
- Wieviele Kanäle brauche ich?
- Welche Inputs brauche ich?
- Welche Ausgänge und Standards muss das Interface fürs Recording meines Podcasts / die Übertragung des Streams haben?
- Welchen Computer-Anschluss sollte ein Podcast- / Streaming-taugliches Interface haben?
- Was für Software sollte für mich als Podcaster / Streamer dabei sein?
- Rode, Shure, Yamaha und Zoom als Empfehlungen – wieso?
- Sonderlösung: Mikrofon mit eingebautem Interface
- Ich habe kein Equipment! Was ist mit Bundles?
- Gibt es Equipment-Empfehlungen anderer Marken?
- Was muss ich noch wissen zum Thema Podcasting & Streaming?

Vier Mikrofone sowie ein externer Gesprächsgast lassen sich mit dem Zoom PodTrak P4next verwalten. Dazu gibt es ein kompaktes Design, eine verbesserte Audioqualität und auch die Bedienung soll praxisgerecht ausfallen. Wie sich das Gerät im praktischen Podcaster-Alltag bewährt, haben wir im Test heraus gefunden.

Mit dem Rodecaster Pro II haben Rode den Nachfolger ihrer erfolgreichen All-In-One-Lösung fürs Podcasting in den Startlöchern.
Wieviele Kanäle brauche ich?
Wenn du allein zu deiner Hörerschaft sprichst, reicht ein einkanaliges Audio-Interface, zum Beispiel ein Mic-Plug-Interface mit integriertem Vorverstärker.

Ein großes Audio-Interface ist für Recordings manchmal gar nicht nötig: Oft reicht ein einkanaliges USB-Interface mit eingebautem Mic Pre!
Zwei oder mehr Kanäle brauchst du, wenn:
- du Talk-Gäste im Podcast oder Live-Stream hast
- du die Musik für deinen Podcast selbst komponierst, einspielst, aufnimmst
Eine Anmerkung dazu: Je mehr Kanäle das Interface hat, die du gleichzeitig mit unterschiedlichen Signalen bespeist, desto wichtiger sind ein übersichtliches Layout und eine intuitive Bedienbarkeit für den reibungslosen Workflow, besonders wenn du live gehst. Gute Audio-Interfaces für Podcast und Streaming sind oft All-in-one Lösungen. Sie ermöglichen das Routen, Mischen und Abhören der Signale in Echtzeit in einer kompakten Desktop-‘Kiste’, ohne, dass du direkt eine allzu steile Lernkurve meistern musst.

Es gibt einige Mikros, die besonders häufig für die Sprachübertragung benutzt werden. Hier sind diese Klassiker!
Welche Inputs brauche ich?
Du brauchst:
- USB- oder XLR-Eingänge für das Mikro/die Mikrofone
- Combo-Buchsen oder separate Klinken-Ins (6,3mm ‘DI’), wenn du Instrumente einspielst
- AUX-Eingänge eignen sich ebenfalls für Musikzuspielung, z.B. in Stereo für Synthies
- separate Kopfhörereingänge für alle Gesprächspartner
- eventuell: Headset-Eingänge (3,5mm TRRS)
Auch wenn USB-Mics populär im Consumer-Market sind: Bonedo empfiehlt Mics mit XLR-Buchsen, die Gründe erfährst du durch Klicken auf diesen Link. Entsprechend sollte dein neues Interface mit female-XLR-Ins ausgestattet sein. Alternativ kannst du Mikros nutzen, die beide Optionen haben, etwa das Rode Podmic USB.

Sicher sind USB-Mikrofone praktisch. Aber es gibt auch einen Haufen Nachteile gegenüber XLR-Mikros.

Dieses dynamische USB-Mikrofon besitzt einen zusätzlichen XLR-Output. Bei uns im Test.
Welche Ausgänge und Standards muss das Interface fürs Recording meines Podcasts / die Übertragung des Streams haben?
Für einen Live-Stream brauchst du:
- Kopfhörer- und/oder Monitorausgänge mit ‘Direct Monitoring’-Funktion
- separate und idealerweise separat regelbare Kopfhörerbuchsen für alle Talker
- LAN-Fähigkeit oder WiFi-Optionen für die drahtlose Übertragung (integrierter Funkempfänger)
- USB-Schnittstellen für die Computer-Verbindung
- eventuell eine weitere USB-Schnittstelle für Bus-Power
- eventuell Bluetooth für die Audio-Übertragung und das Zuschalten eines Gesprächspartners via Smartphone
Direct Monitoring erlaubt dir ein verzögerungsfreies Abhören. Wenn du live streamst und Gäste via Internet in den Stream eingebunden sind, wird es unweigerlich Latenzen (Verzögerungen) geben, die außerhalb deiner Kontrolle liegen. Auf deiner Seite der Kette solltest du sie daher so niedrig wie technisch möglich halten.
Welchen Computer-Anschluss sollte ein Podcast- / Streaming-taugliches Interface haben?
USB-C ist inzwischen Standard. Falls grundlegende Fragen zu Audio- und Computer-Anschlüssen bei dir offen geblieben sein sollten, lies einfach die entsprechenden Abschnitte in unserem Beitrag zu Audio-Interfaces für Gitarristen.

Du bist Gitarrist und suchst ein Audio-Interface? Wir haben die Informationen und Empfehlungen, die du brauchst!
Was für Software sollte für mich als Podcaster / Streamer dabei sein?
Für Streaming- und Podcasting-Software gilt das Gleiche wie in Abschnitt 2 angemerkt: Pragmatische Funktionalität und intuitive Einfachheit trumpfen komplexe Bearbeitungsmöglichkeiten.
Wenn du deinen Podcast-Content offline produzierst und anschließend online stellst, empfehlen sich:
- eine Digital Audio Workstation (DAW) mit guten Prozessoren für die Stimmbearbeitung, das heißt Plugins wie Kompressor und EQ/De-Esser sowie ein kurzer Studiohall (Plate)
- eventuell weitere Plugins zur Musik- und Soundbearbeitung (Multibandkompressor etc.)
- eventuell virtuelle Instrumente, wenn du selbst komponierst für die individuelle Note des Podcasts
Für Streaming und Live-Casting empfiehlt sich:
- Software mit Loopback-Funktion, die ein Zuspielen neuer Audio-Dateien ohne hörbare Unterbrechung erlaubt
- eine automatische Anpassung der Eingangslautstärke (Auto-Gain), wenn deine Gäste z.B. starke Dynamikschwankungen beim Sprechen aufweisen oder du keine Kopfbügelmikros verwendest und die Talker unmerklich die Distanz zum Mikrofon verändern
- ein Plugin, das ungewollte plötzliche Verzerrungen (Clipping) des Eingangssignals verhindert, also ein (smarter) Limiter
- eine Ducking-Funktion, die ein dazukommendes Signal hörbar macht, indem sie (ähnlich dem manuellen Gain-Riding am Mischpult) ein anderes Signal leiser zieht. Idealerweise kannst du Signale priorisieren
- beim Vidcast: Ein (intelligentes) Delay, das bei zeitverzögerter Übertragung von Bild und Ton die Lippenbewegungen wieder synchron erscheinen lässt
- wenn du aus unruhigen, akustisch suboptimalen Umgebungen überträgst, ein De-Noise-Plugin, das Lüfter- und andere Störgeräusche (Brummen, Autolärm…) unterdrückt und die Sprachverständlichkeit hoch hält
- wenn du auf Popschütze verzichtest: Ein Plugin mit ähnlicher Anti-Plosiv-Wirkung
Viele Audio-Interfaces, darunter unsere Empfehlungen, kommen mit abgestimmten Software-Bundles. Übrigens: Steinberg stellt dir mit der MixKey Streaming Software ein kostenloses Programm zur Verfügung, das auch mit anderen Core-fähigen Interfaces als denen des Mutterkonzerns Yamaha läuft.
Rode, Shure, Yamaha und Zoom als Empfehlungen – wieso?
Das australische Unternehmen Rode ist lange am Markt in diesem Segment und bringt seine Podcast- und Streaming-fähigen Interfaces regelmäßig auf den neuesten Stand. Beim Test des Rodecaster Pro II mit seiner Gain Range von 76 dB gefielen uns die WiFi- und Ethernet-Funktionalität, die Option zum “Feedback-freien Abmischen von Telefoninterviews für Podcasts und Vlogs”, die “Ausgangsleistung des Kopfhörerausgangs” und vieles mehr. Der Rodecaster Pro II kann Audiodateien über USB-C zeitgleich an zwei verschiedene Computer oder mobile Endgeräte streamen und seine Smart Pads sind konfigurierbar, zum Beispiel um eingehenden Signalen Effekte zu verpassen, Audiodateien abzuspielen oder Fades zu setzen. Den kompakteren, in den Features leicht abgespeckten Rode Rodecaster Duo empfehlen wir ebenfalls für Streamer und Content Creator aufgrund seiner überzeugenden “Technik, Benutzerfreundlichkeit und Klangqualität”.
Shures MVX2U haben wir in der ersten und zweiten Generation getestet: Im kleinen Formfaktor stecken guter Sound und ein Kopfhörerausgang für latenzfreies Monitoring, in den Motiv-Apps sinnvolle DSP-Funktionen. Empfehlenswert, wenn du allein unterwegs bist und über dein Smartphone oder Tablet live sendest. Kleineres Manko: Dein angeschlossenes Mic muss sich mit 60 dB Vorverstärkung zufrieden geben.
Die japanische Firma Zoom ist der Hauptkonkurrent von Rode im Bereich Podcasting und Streaming. Das PodTrak P4next-Interface glänzt mit 70 dB Vorverstärkung und lässt sich flexibel via USB-Bus, Powerbank oder Batterie mit Saft versorgen. Kanal Vier wird entweder mit Mikro genutzt oder du schaltest per Bluetooth-Adapter oder Mini-Klinke einen Talk-Gast am Smartphone dazu.
Auch Yamaha punktet mit dem für japanische Hersteller typisch hohen Qualitätsanspruch an die eigenen Produkte. Zum Konzern gehören die Hamburger DAW-Pioniere Steinberg, die neben Software Audio-Interfaces im Portfolio hatten, zum Beispiel das von uns getestete UR22 mk II. Yamahas URX-Serie baut auf der Erfahrung und dem Wissen Steinbergs auf und geht einen Schritt weiter: In kompakten Gehäusen mit Touch-Display bekommst du so ziemlich alles geboten, was für Podcast und Streaming wichtig ist: Das URX44 bietet vier Preamps mit 78 dB Gain, Abtastraten bis 32 Bit/192 kHz, flexible Routing-Optionen über zwei getrennte USB-Anschlüsse, mit denen du Audioquellen und Geräte in’s Setup integrierst, jede Menge Software (Cubase, Wavelab) und einen Szenenabruf, wie man ihn vom Workflow professioneller Studio-Mischpulte kennt. In das URX44V bindest du Videos per HDMI/USB ein.

Sonderlösung: Mikrofon mit eingebautem Interface
Das ist praktisch, aber natürlich in seinen Möglichkeiten begrenzter als spezielle Desktop-Interfaces. Immerhin: Das Shure MV7i ist ein zweikanaliges USB-Mic-mit-Interface, das mit DSP-Funktionen wie Auto-Gain und der Verringerung von Plosivlauten gekoppelt kommt. Über den XLR-Anschluss lässt du das zweite Mic laufen.

Das dynamische Mikrofon Shure MV7i möchte Musiker und Sprecher mit integriertem zweikanaligen Audio-Interface, DSP und Touchbedienung begeistern. Im Praxis-Check schauen wir, inwiefern ihm das gelingt.
Ich habe kein Equipment! Was ist mit Bundles?
Na klar, Bundles (Sets) machen Sinn für Einsteiger! Wie wär’s denn mit dem Rode Podcast und Streamer Bundle? (Affiliate-Link) In den Empfehlungen unseres Podcast-Kaufberaters sind weitere Bundles gelistet.

Hier findet ihr das richtige Equipment für eigene Podcasts. Und statt Bundles zu kaufen, könnt ihr euch auch passende Einzelteile zulegen.
Gibt es Equipment-Empfehlungen anderer Marken?
Jede Menge, denn Streaming und Podcast sind blühende Märkte! Empfehlen können wir dir auch die folgenden Audio-Interfaces. In unseren Tests erfährst du, welche Vorzüge sie haben und ob sie zu deinem Vorhaben passen.

Der Focusrite Vocaster Two kann Podcastern als einfach zu bedienendes USB-Audio-Interface gute, schnelle Ergebnisse liefern.

Tascams Mixcast 4 richtet sich primär an Podcast- und Streaming-Anwender. Welche Features bietet das Teil und wie schlägt sich die Podcast Recording Console im Test?

Beim Mackie DLZ Creator XS im Test: Digitalmixer mit integriertem USB-Audio-Interface, speziell für Podcasts und YouTube-Videos.

Das Mackie DLZ Creator ist ein Digitalmischpult für Content Creator, das mit großem Touchscreen und einfacher Bedienung überzeugen möchte. Was wirft es im Praxis-Check noch in die Waagschale?
Was muss ich noch wissen zum Thema Podcasting & Streaming?

Hier findet ihr das richtige Equipment für eigene Podcasts. Und statt Bundles zu kaufen, könnt ihr euch auch passende Einzelteile zulegen.

Sicher sind USB-Mikrofone praktisch. Aber es gibt auch einen Haufen Nachteile gegenüber XLR-Mikros.

Eigene Stimme aufnehmen mit dem Computer – diese Anleitung erklärt, worauf zu achten ist.

RE20, SM7B, BCM 705, AT2040, PD-70, BC 500, Procaster, Podcaster Pro und MV7X im Vergleich mit Sprache.

In unserem Kaufberater findet ihr In-Ear-Monitoring (IEM) Systeme für jedes Budget, für Performer wie auch Tonverantwortliche, egal ob ihr Einsteiger, Umsteiger oder IEM-Profis seid. Das passende IEM Für für Bühne, Streaming, Live und Studio.























