Metallica-Gitarrist Kirk Hammett sorgt erneut für Gesprächsstoff in der Musikwelt. Erst vor kurzem trug er bei einem Auftritt ein Shirt mit der Aufschrift: “Taylor Swift is a CIA Psyop“. Nun äußerte er in einem neuen Interview klare Kritik an heutiger Musik, insbesondere in Bezug auf Popmusik. Hammett erklärte hier, dass Musikproduktion “zu perfekt” werde, wodurch die Lieder an Charakter verlieren würden.

In dem brandneuen Interview mit der Irish Times reflektierte Hammett seine musikalischen Anfänge als junger Gitarrist. Musiker und Musikerinnen mussten damals einzelne Lieder selbst entschlüsseln und mühsam erlernen. Dieser aufwendige Prozess war jedoch genau das, was den Künstlern eine Identität und eigene Spielweise verlieh. Mit modernen Tutorials, Videos und Tabs im Internet würde dieser kreative Charakter verloren gehen.
„Ich habe angefangen, von Schallplatten zu lernen. Einfach, indem ich versucht habe, mein Gehör zu schulen und Songs sowie Gitarrensoli zu lernen, indem ich Platten immer und immer wieder abgespielt habe … Und das war eine echte Herausforderung, denn wenn du drei verschiedene Gitarristen zusammengebracht und gesagt hättest: Okay, spielt mal I’m the One vom ersten Van-Halen-Album, dann hätten alle drei Gitarristen es unterschiedlich gespielt. Das hatte einen gewissen Charme.”
Weiter erklärte er: “Ich vermisse diese Zeiten irgendwie, in denen die Leute sich wirklich anstrengen mussten, um etwas zu lernen, denn in diesem Kampf steckt alles. Es sind genau dieser Ehrgeiz und diese Inspiration zugleich, die einen dazu bringen, eigene Ideen zu entwickeln und schließlich den eigenen Sound und Stil zu finden. Ich mache mir einfach Sorgen darüber, dass heutzutage musikalisch alles so perfekt geworden ist. Es ist großartig, dass all diese Gitarristen dieses enorme technische Wissen jederzeit zur Verfügung haben. Ich frage mich nur, wohin das führt.“
Kritik an Popmusik und Taylor Swift
Auch über die moderne Popmusik teilte Kirk Hammett klare Ansichten. Durch technische Hilfsmittel und hohe Produktion würden Lieder an Authentizität verlieren. Er erklärte:
“Ich hoffe, es führt zu einer besseren Qualität von Popmusik, populärer Musik und einfach zu einer besseren Qualität beim Songwriting. Denn im Moment ist das Songwriting und die Popmusik einfach Scheiße. Ich hoffe, dass all diese großartigen Musiker, die sich alles selbst über das Internet beibringen können, die Initiative ergreifen und all dieses großartige Wissen und diese großartige Inspiration in die Erschaffung von neuem Zeug stecken. In neue Songs, die Zukunft der Musik, und das auf einem höheren Niveau als jetzt. Denn ich sage es noch einmal: S-C-H-E-I-ß-E. Scheiße. Tut mir leid für all die Pop-Fans da draußen.“
Der Zeitpunkt seiner Aussagen sorgt zusätzlich für Aufmerksamkeit. Erst vor wenigen Tagen trug Hammett bei einem Konzert ein T-Shirt mit der Aufschrift “Taylor Swift Is a CIA Psyop“. Psyop (kurz für Psychological Operation) bezeichnet die gezielte, inszenierte Manipulation einer Bevölkerung. Hammett scheint also zu implizieren, dass Taylor Swift ein Werkzeug des Geheimdienstes sei, um die breite Masse psychologisch zu beeinflussen.
Zwar erwähnt der Metallica-Gitarrist die Sängerin nicht direkt im Interview, dennoch wirken seine Aussagen für viele als eine Fortsetzung dieser Debatte gegen die moderne Musikindustrie. Entsprechend sorgen Hammetts Aussagen für viel Diskussion auf den sozialen Netzwerken. Viele Fans stimmen ihm zu und teilen die Ansicht, dass moderne (Pop-)Musik zunehmend an Charakter verliert. Andere kritisieren den Gitarristen jedoch auch und behaupten, er würde selbst nicht dazu beitragen, dass sich die Musikwelt weiterentwickelt.

MartY ATARI sagt:
#1 - 26.06.2026 um 11:48 Uhr
er hat schon Recht (das mit psyop bin ich unsicher:) immer autotune, gewisse Akkorde und Melodien die zu Tode recyclet werden. einige wenige grosse Produzenten die Gefühlt für alle schreiben....kurze Songs.. keine Bridge mehr...