Polyend Mess ist ein Multieffektpedal, das mit 125 Effekten und einem Sequencer ausgestattet wurde. Die Abkürzung MESS steht für Multi Effect Step Sequencer, womit auch die primäre Zielgruppe angesprochen wird: Sounddesigner, Live-Performer und Musiker, die Effekte abseits der Standards suchen.

- Einfache Bedienung
- 4 Effekte gleichzeitig
- 4-Track Step Sequencer mit 16 Steps
- unterschiedliche Sequencer Länge
- Jeder Step kann ein Effekt Parameter modulieren
- Verschalten der Effekte
- 11 Effekt-Typen
- MIDI In/Out
- Verarbeitung
- Klang
- Gerasterte Regler eignen sich nicht für Echtzeit Modulation

Was ist Polyend Mess?
Auf den ersten Blick handelt es sich bei Mess um ein ganz normales Multieffektgerät, das vier Effekte gleichzeitig erzeugen kann. Alle Effekte tragen dazu bei, dem Klangmaterial interessante Strukturen zu verleihen. Besonders spannend wird Mess jedoch, wenn man den Sequencer aktiviert.
Sehr oft entsteht der Eindruck, dass es sich gar nicht mehr um Effekte handelt, sondern um ein zusätzliches Instrument, das parallel zum Eingangssignal erklingt. Mess ist daher ganz klar als Texturmaschine zu verstehen, die dank des Sequencers akustische Ereignisse erzeugen kann, die weit über das hinausgehen, was ein reguläres Effektgerät leisten kann. Mess-Effekte veredeln das Eingangssignal nicht nur, sondern fügen ihm völlig neue Elemente hinzu.

Was ich genau meine, kann man in den Audio-Beispielen nachhören. Neue perkussive Elemente in einem simplen Drumtrack wurden von Mess hinzugefügt. Ich habe auch unauffällige Effekte erzeugt, denn Mess eignet sich ebenso für dezente Klangbearbeitung. Allerdings nutzt man hier nur einen Bruchteil des Potentials und könnte stattdessen auf konventionelle Effektgeräte zurückzugreifen.
Die Verarbeitung und Ausstattung
Polyend Mess wurde mit einem Stereoklinken-Eingang und einem dualen Stereo-Ausgang ausgestattet. Performer werden den Expression-Pedal-Eingang zu schätzen wissen. MIDI-In und -Out sind als Miniklinkenanschlüsse vorhanden.
Das Gerät verfügt außerdem über einen 32-GB-Micro-SD-Kartenslot zum Speichern von Firmware-Updates und bietet Platz für 1000 Presets. 200 Presets liefert Mess von Haus aus mit. Mess arbeitet intern mit 32-Bit-Float-Audioverarbeitung bei 24 Bit und 48 kHz. Ein USB-C-Anschluss und ein Reset-Knopf sind ebenfalls vorhanden. Der Stromanschluss akzeptiert Netzteile zwischen 9 V und 18 V. Leider fehlt ein Ein- und Ausschalter.

Die Verarbeitung des MESS ist erstklassig. Das Gerät liegt angenehm schwer in der Hand, weil das Gehäuse aus Metall gefertigt ist. Das farbige Display zeigt die Parameter scharf und gut ablesbar an. Die Pads sind angenehm zu bedienen, liegen aber etwas eng beieinander, sodass große Finger das nächste Pad ungewollt berühren.
Die sechs Drehregler verfügen über Plastikkappen und lassen sich angenehm bedienen. Bei vier der Regler handelt es sich um gerasterte Endlosregler, die auch als Taster dienen, um zusätzliche Funktionen aufzurufen
Die Effekte: Standard bis Experimentell

Die 120 Effekte setzen sich aus den Kategorien Panning, Waveshaper, Filter, Reverbs, Delay, Chorus, Flanger, Phaser, Tape Modulation, Vibrato und Tremolo zusammen. Diese Effekte müssen nicht weiter erläutert werden, denn es handelt sich um Klassiker der Audiobearbeitung, die ihre Aufgabe zufriedenstellend erfüllen.
Doch es finden sich auch ungewöhnliche Effekte in Mess, wie z. B. vier Granular-Engines, die sich für Texturen und experimentelle Klanglandschaften eignen. Zusätzlich stehen sechs verschiedene Micro-Looping-Optionen und ein Particle Sampler zur Verfügung. Diese ermöglichen rhythmische Wiederholungen, Stuttering oder Drop-Out-Effekte. In Mess finden sich außerdem Pitch-Shifting-Effekte und Spektralprozessoren, um Klänge dramatisch zu transformieren und neu zu gestalten.
































dr-w sagt:
#1 - 27.02.2026 um 16:53 Uhr
spannendes ding. muss ich mal "in echt" hoeren.