Der öffentliche Streit zwischen Roger Waters und der Distrubed-Frontmann David Draiman hat einen neuen Hochpunkt erreicht. Diesmal attackieren sich die beiden Musiker mit scharfen Angriffen, wobei Waters den Sänger sogar als “Nazi” beschimpft. Der Auslöser für diese Eskalation ist der Billy Corgan Podcast-Auftritt von Drainman, bei welchem er Waters scharf kritisierte.

Der Disturbed-Sänger warf Waters vor, mit seinen politischen Aussagen “Juden weltweit verraten” zu haben. Draiman bezog sich dabei besonders auf dessen Positionen und Statements zum Nahostkonflikt. Der ehemalige Pink-Floyd-Musiker kritisiert bereits seit vielen Jahren die israelische Regierung, was häufig zu starken Gegenreaktionen führte. Im Billy-Corgan-Podcast bezeichnete Draiman Waters als Heuchler, der sich nur vereinzelt für Menschenrechte einsetzte.
“Such a hypocrite. He’s not for human rights. He’s for this weird dictator-driven socialist — I don’t even understand what he’s trying to stand for.”
In den letzten Jahren geriet auch David Draiman selbst in heftige Kritik wegen seiner Position im Nahostkonflikt. 2024 machte der Sänger Schlagzeilen, indem er die Raketen des israelischen Militärs (IDF) signierte. Auf die Frage, ob er offen für einen Dialog mit Roger Waters wäre, antwortete Draiman wie folgt:
“I’d have to punch him first, but yeah.”
Roger Waters’ offener Brief
Vor einigen Tagen reagierte Roger Waters mit einer direkten Nachricht auf YouTube. Hier attackierte er Draiman und beschimpfte ihn unter anderem als “psychotischen rassistischen Nazi“. Weiter verteidigte Waters seine politische Position und erklärte, dass er sich weiterhin für Menschenrechte einsetze. Ein offenes Gespräch schloss er aber klar aus.
“Lieber Billy Corgan,
wie geht es dir? Es ist zu lange her. David Draiman. Jemand hat mir seinen Auftritt in deinem Podcast weitergeleitet. Ich hatte noch nie von ihm gehört. Offensichtlich hat er aber von mir gehört. Es scheint, dass er ein Problem damit hat, dass ich mich für Menschenrechte einsetze, insbesondere für die Rechte meiner Brüder und Schwestern in Gaza, die – so seine Darstellung – von den Streitkräften Israels getötet werden. Du, als der nette Kerl, der du bist, hast diesem Typen die Möglichkeit gegeben, seine Position zu erklären oder zu relativieren. Das hat er getan. Für mich ist er ein psychotisches, rassistisches Nazi-Schwein.“
“Mir wurde gesagt, Billy, dass er Botschaften auf Bomben schreibt, bevor diese vom Militär auf Zivilisten in Gaza abgeworfen werden. Damit ist für mich genug gesagt. Ich werde weiterhin mit meinen Brüdern und Schwestern auf der ganzen Welt daran arbeiten, gleiche Menschenrechte für alle Menschen einzufordern – unabhängig von Religion, Herkunft oder Nationalität. Falls du dich fragst, ob ich ein Gespräch mit diesem unerträglichen Typen führen möchte: Die Antwort ist nein, Billy. Das Leben ist zu kurz. Er kann in seiner kleinen Ecke der Hölle bleiben, ohne meine Unterstützung oder meine Wahrheit. In Freundschaft
R.“
Draiman konterte wiederum auf sozialen Netzwerken und betonte, dass er dennoch offen für ein Gespräch wäre. Ob dieser Schlagabtausch noch fortgeführt wird oder sich die beiden Musiker tatsächlich für ein Gespräch treffen werden, bleibt abzuwarten. Doch eine schnelle Versöhnung scheint erstmal nicht in Aussicht zu stehen.























