Das zur NAMM 2026 vorgestellte Ibanez Layer Delayer präsentiert sich im 80s-Look und unterscheidet sich schon auf den ersten Blick von klassischen Delay-Pedalen. Herzstück sind hier sechs separate Delay-Kanäle, die im Verhältnis zum eingegebenen Tempo in Sechzehnteln und Triolen ausgegeben und dabei jeweils in ihrer Lautstärke justiert werden können. Acht Auto-Panning-Modi und diverse weitere Möglichkeiten, den Klangcharakter des Delays zu formen, runden das Gesamtpaket ab. Dazu zählen auch zahlreiche Anschlussmöglichkeiten und 50 Speicherplätze.

- ordentliche Verarbeitung
- kreatives Potenzial
- flexible Anschlussmöglichkeiten
- klanglicher Einfluss des Tiefpass-Ladder-Filters
- zurückhaltende Delay-Charaktere
- ungenaue Rasterung des Delay-Tempos
Intuitiv oder per Manual? – Die Bedienung des Ibanez Layer Delayer im Detail
Mit 14 Potis und 6 Tastern bzw. Schaltern ist auf der Bedienoberfläche des Layer Delayers einiges los. Wer Angst hat, hier womöglich den Überblick zu verlieren, kann aber beruhigt sein – die meisten Funktionen sind quasi selbsterklärend. Dennoch wird wohl beim Erkunden der einen oder anderen Option ein Blick ins beiliegende Manual nicht ausbleiben. Neben den sechs Potis samt LED-Anzeigen für die Lautstärken der einzelnen Delay-Kanäle tragen laut Datenblatt die beiden Filterparameter sowie das Tone-Poti einen entscheidenden Anteil zur Klangformung bei. Im Falle des Tone-Potis lässt sich dabei stufenlos im Uhrzeigersinn zwischen einem Tape-Delay, einem Analog-Delay und einem Digital-Delay überblenden. Die optional aktivierbare Filtersektion emuliert zudem das Tiefpass-Ladder-Filter im Stil klassischer Moog-Synthesizer. Das Cut-Off-Poti bestimmt, bis zu welchem Frequenzpunkt die hohen Frequenzen durchgelassen werden. Resonance hebt wiederum die Frequenzen rund um die Cutoff-Frequenz an, was diese Filteroption insgesamt zu einem sehr ausdrucksstarken Klangwerkzeug macht. Mehr dazu gleich in der Praxis.
Neben den obligatorischen Potis für Mix, Time und Feedback stehen außerdem zwei kleine Potis für Pan Speed und Tail Decay zur Verfügung. Pan Speed wirkt sich auf das Panning-Verhalten der acht Auto-Panning-Modi im Stereobetrieb aus und Tail Decay bestimmt, ob und wie lange das Delay nach der Deaktivierung des Pedals ausklingt. Mit zwei Tastern unterhalb des Displays werden ferner die Presets und die Auto-Panning-Modi angewählt. Die drei Fußschalter dienen zum Aktivieren des Effekts (Start), zum Anwählen der Presets und Preset-Bänke (Bank/Preset) sowie zur Eingabe des Delay-Tempos (Tap).


