Der Berliner Boxen- und Kopfhörerspezialist Teufel bietet mit seinem Studiomonitorpaar STUDIO 5X erstmals eine Abhöre für Profis. Das im Jahr 2026 erschienene Stereoboxenpaar scheint für den ambitionierten Klangexperten mit schmalem Geldbeutel gemacht. Dieser bonedo-Test liefert die Fakten und Eindrücke zur Performance.

- Preis-Leistungsverhältnis
- sehr gute Impuls- und Phasentreue
- hohe Lautstärken ohne Zerren möglich
- DSP-Funktionen zur Klanganpassung
- kleine, hörbare Frequenzgang-Auffälligkeiten
Exklusivität beginnt schon beim Kauf
Die Teufel STUDIO 5X ist ausschließlich im Direktvertrieb und nicht bei den bekannten, großen Musikalienhändlern erhältlich. In mittlerweile acht europaweit verteilten Stores vor Ort oder im Teufel-Onlineshop gibt es das Stereoset zu kaufen. Das großzügige, achtwöchige Rückgaberecht erlaubt ein ausgiebiges Probehören.

Aktive 3-Wege-Box mit koaxialem Mittel-/Hochtöner
Die Teufel STUDIO 5X ist eine aktive 3-Wege-Box – designt und entwickelt in Deutschland (Berlin), hergestellt in China. Ihre drei Wege bestehen aus einem 5,25-Zoll Basstreiber sowie koaxial (also auf der selben, zentralen Achse) angeordneten Mittel- und Höchtöner. Mit nur flüchtigem Blick erkennt man dies nicht sofort, denn der Hochtöner wurde bei diesem Konstruktionsprinzip mittig vor dem Mitteltöner verbaut. Durch diese besondere Anordnung fungieren die beiden Wege quasi als Punktschallquelle. Laufzeitunterschiede beider Wege werden damit auf ein Minimum reduziert, was für eine besonders präzise Klangabbildung sorgen soll. Bei näherer Betrachtung sehen die Koaxiallautsprecher grandios aus.


Ausstattungsmerkmale
Im mattschwarz gefinishten MDF-Gehäuse kommt die Teufel STUDIO 5X daher. Ein Gewicht von 8 Kilo und Abmessungen von rund 21 mal 33 mal 26 Zentimeter machen die Abhöre zu einem recht großen Kandidaten. Stellt man die STUDIO 5X auf einen durchschnittlichen Schreibtisch oder einen typischen Edit- oder Mixplatz, könnte es Platzprobleme geben. Mit ihren abgerundeten Ecken, der perfekt wirkenden Verarbeitung und den eingelassenen Speakern wirkt die Box optisch wie ein edles Designerstück. Der Bassreflex sitzt vorderseitig unterhalb des Tieftöners. Auf der Unterkante des Ports befindet sich eine mehrfarbige, streifenförmige und dreifach dimmbare Status-LED. Direkt darunter prangt das Teufel-Firmenlogo.
Rückseitig offenbart die STUDIO 5X ihre Features und Bedienelemente. Um analoge Audioquellen anzuschließen, stehen eine XLR-Klinke-Kombibuchse und ein Cincheingang zur Verfügung. Mit dem gerasterten Gainregler lässt sich die Eingangsempfindlichkeit jeder Box individuell justieren. Eine Digital-Schnittstelle ist nicht vorhanden. Alternativ gibt es, für ein paar Euro mehr, die STUDIO 5X BT mit Bluetooth-Funktion. Erst bei der Einbindung von Bluetooth-Signalen wird die RJ45-Buchse benötigt. Bei dem im Test besprochenen, rein analogen 5X-Stereopaar wird der sogenannte „Stereolink“-Eingang nicht benutzt.

An Klangbeeinflussung stehen der Teufel STUDIO 5X vier DSP-Filter zur Verfügung. Low- und High-Shelf lassen sich jeweils um 2 Dezibel anheben oder absenken. Außerdem sind Filterkurvenanpassungen für eine Platzierung der Box im Freifeld, vor einer Wand oder in einer Ecke zweier Wände wählbar. Auch an eine Aufstellung auf dem Schreibtisch oder einem Mischpult wurde gedacht. Hierfür gibt es das sogenannte Desk-Filter für große oder kleine Ablageflächen.
Unter dem Stichwort „Settings“ gibt es zwei Systemfunktionen. Zum einen findet man den Standby-Timer. Die automatische Stromsparfunktion lässt sich ausschalten oder nach 15, 30 oder 60 Minuten Stille festlegen. Ähnlich erstaunt bin ich darüber, dass man die Helligkeit der Status-LED in vier Stufen dimmen kann. Hier und beim Standby hätten mir jeweils zwei Stufen – an und aus – gereicht, wenn im Gegenzug mehr Filterstufen verfügbar gemacht worden wären. Geschmackssache.
Die mit „Service“ beschriftete USB-Buchse liefert nicht etwa eine Anbindung als Audiointerface für Computer. Sie ist lediglich für Firmwareupdates vorgesehen.

Technische Daten
Die inneren Werte versprechen ordentlich Dampf unter der Haube. Mit drei Kanälen Class-D-Amping und einer Gesamtausgangsleistung von durchschnittlich 122 Watt, dürften die Boxen zu den lauteren Vertretern ihrer Größe und Gattung gehören.
Stromsparen kann heutzutage ein gewichtiges Argument sein. Die Teufel STUDIO 5X konsumiert maximal 250 Watt. Schaltet die Abhöre in den Stromsparbetrieb, fällt mit 0,5 Watt nur noch wenig Leistung ab. Im Standby-Betrieb sollten dann grob gerundet bei den momentanen Kilowattpreisen von durchschnittlich 25 Cent grob gerundet 1 Euro Stromkosten pro Jahr anfallen.
Ein 5-1/4-Zoll Woofer, koaxialer Mittel-/Hochtöner, Bassreflextechnologie und integrierte, digitale Signalverarbeitung per DSP liefern, jedenfalls auf dem Papier, einen Frequenzgang von 37 bis 24000 Hertz bei einer Abweichung von -10 dB. Ich dehne schon mal vorab meine Trommelfelle für den Hörtest.




























Fabian sagt:
#1 - 21.10.2026 um 12:18 Uhr
Danke für den Test. Wie würdet ihr sie im Vergleich zu den Kalis IN-8 2nd Wave einschätzen? Danke und Gruß Fabian
Chrislo sagt:
#2 - 21.10.2026 um 14:50 Uhr
Es wäre interessant, ob man die erwähnten Überhöhungen per EQ korrigieren kann, was ja auch vom Frequenzgang unter Winkel abhängig ist.