Nach dem UT Twin87 bietet United die „Vintage-Seite“ jetzt einzeln an. Braucht die Welt wirklich noch einen U 87-Klon? Der Test wird es zeigen.

- guter Klang mit U 87-Profil
- gute Komponenten und Fertigungsqualität
- etwas dünner Bassbereich
Neuauflagen deutscher Klassiker
Die noch relativ junge Firma United sitzt in Louisiana und verspricht, ultimative Neuauflagen der Klassiker zum bestmöglichen Kurs zu kreieren. Ihre Neumann-Reissues des U47FET, U67 und das Flagship-Modell UT Twin48 wussten im bonedo-Test durchaus zu gefallen. Zusammengebaut und getestet werden die Mikros in den USA aus chinesischen und US-Komponenten.

Twin vs Vintage
Während United im UT Twin87 sowohl das originale Neumann U 87 als auch das moderne U 87 Ai per Switch inklusive der drei originalen Richtcharakteristika angeboten haben, ist das UT Vintage87 quasi die Quintessenz: Nur die Vintage-Schaltung, nur Niere als Richtcharakteristik, das aber nur ein Viertel günstiger als das Twin.
UT Vintage87 Unboxing
Wie alle United-Mics kommt auch dieses im schlichten, aber stabilen Pappkarton mit Standard-Spinne und Kunstledertäschchen. Das alles ist funktional, aber eben der Preisklasse entsprechend und nicht wirklich ansprechend. Das gilt auch für das Mikrofon: Statt der ikonischen Optik des Neumann U 87 gibt es voll-generisches Großmembran-Design, der Korb sitzt leicht schief auf dem Korpus, das vernickelte Messing-Gehäuse ist zudem sehr anfällig für Fingerabdrücke.


Features
Ähnlich übersichtlich sieht es im Inneren des UT Vintage87 aus: Eine sauber verarbeitete und mit guten Komponenten bestückte Platine, die vom UT Twin87 bekannten Dip-Switches gegen Einstreuungen und natürlich der für United in Amerika gewickelte Übertrager mit ordentlich. Die goldbesputterte „dual-backplate“ K-87 Doppelmembran-Kapsel kann wie gesagt nur Niere, an Features gibt es ein schaltbares Hochpassfilter bei 80 Hz (–12 dB) und ein -10 dB Pad.




























