Bei den Hauptdarstellern des heutigen bonedo Tests handelt es sich um die Millenium Frisbees, die Jingle Rings mit Stahl- und Messingschellen und den neuen Cymbal Sizzler. Ebenfalls dabei sind einige praktische Zubehörteile, darunter zwei unterschiedlich lange Cymbal Stacker für Beckenständer, eine Quick Release Clutch und Becken-Schnellverschlüsse. Sie alle haben etwas gemeinsam, nämlich den Umstand, dass ihre Designs bereits von anderen Herstellern etabliert wurden. So erinnern die Frisbees ziemlich stark an die Produkte von Big Fat Snare Drum und auch die anderen Testobjekte meint man schon einmal woanders gesehen zu haben. Es gibt jedoch auch mindestens einen Unterschied.

So kosten alle elf Produkte deutlich weniger als ihre Vorbilder. Wer die Thomann-Eigenmarke kennt, wird das wenig erstaunlich finden, schließlich geht es bei Millenium um günstige Alternativen. In Zeiten steigender Lebenskosten dürften viele Drummer hier einen Blick riskieren. Ob sich das lohnt und wie sich die Teile im Review schlagen, lest ihr auf den folgenden Zeilen.
- Snare Frisbees klingen nahezu identisch zu den Originalen
- gute Sounds beim Cymbal Sizzler und den Jingle Rings
- gute Funktion aller Hardware-Teile
- sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- teilweise schlichte Materialien
Millenium Frisbees, Jingle Rings und Cymbal Sizzler
Sehen wir uns zunächst die „Soundmacher“ dieses Tests an. Am auffälligsten sind sicherlich die vier neuen Snare Frisbees in den Varianten Frisbee, Aero, Aero FX und Edge. Sie bestehen aus elastischen Mylarscheiben mit einem schwarzen Verstärkungsring am Rand. Ihre Aufgabe besteht in der starken Dämpfung einer 14“ Snaredrum (oder Tom) im Stile eines typischen Disco-Snaresounds. Die Frisbee kommt mit geschlossener Oberfläche daher, bei der Aero bleibt die Fellmitte in einem 6“ Radius frei, das Edge-Modell besitzt sogar einen 9“ Ausschnitt. Bei der Aero FX Frisbee sollen vier Schellen für einen zusätzlichen Effekt beim Anschlag sorgen. Im Vergleich zu den Big Fat Snare Drum Produkten bieten die Frisbees eine etwas dünnere Folie, es fehlt außerdem der patentierte seitliche Ausschnitt zum Anheben der Teile.
Kommen wir nun zum neuen Beckenzubehör, den beiden Jingle Rings und dem Cymbal Sizzler. Die Jingle Rings besitzen jeweils sechs Schellenpaare, welche auf einem 6“ Ring aus Kunststofffolie befestigt sind. Beim Steel-Modell bestehen diese aus Stahl, was einen brillanten Klangcharakter erzeugen soll, die Ausführung Brass ist mit dunkler klingenden Messingschellen bestückt. Zum Cymbal Sizzler müssen nicht viele Worte verloren werden, hierbei handelt es sich um die typische „Stöpselkette“ zum Erzeugen eines Nieteneffekts auf dem Ridebecken. Er wird mit einem Metallring zwischen Beckenkuppe und Filz befestigt.

Quick Release Hi-Hat Clutch, Quick Release Cymbal Nut und Cymbal Stacker
Der zweite Teil dieses Tests beschäftigt sich mit drei neuen Zubehörteilen. Dazu zählt die Millenium Quick Release Hi-Hat Clutch, ein Doppelpack Beckenstativ-Schnellverschlüsse sowie zwei sogenannte Cymbal Stacker. Beginnen wir mit den Stackern, welche es in den Längen 4“ und 7“ gibt. Ohne einen zusätzlichen Halter oder gar ein Beckenstativ kaufen zu müssen, ermöglichen sie das Aufhängen eines kleinen Beckens über einem bereits vorhandenen Stativ. Sie bestehen jeweils aus einer kurzen Metallstange mit unten eingeschnittenem 8-Millimeter-Gewinde.
Der obere Teil entspricht einem Beckenhaltedorn samt Filzen und Quick Release Nut. Die Quick Release Nuts gibt es auch einzeln, sie ersetzen die Flügelschraube eines Beckenständers. Ein Druck auf einen seitlich angebrachten Knopf reicht aus, um das Becken abzunehmen. Diese Art von Komfort war auch der Gedanke hinter der Quick Release Hi-Hat Clutch. Statt das obere Becken per Gewindeschraube lösen zu müssen, ermöglicht die Clutch das Entnehmen per Drück- und Drehbewegung.


























